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Triathlon : Gemeinsames Erlebnis

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Familie Radau ist beim „Ostseeman“ als Staffel unterwegs.

von
erstellt am 01.Sep.2015 | 05:08 Uhr

Nicht nur der Urlaub begeistert Familie Radau jeden Sommer in Glücksburg. Die Triathleten-Familie meldete auch wieder für den dortigen Langdistanz-Triathlon. Damit gehörten sie zu 1500 Audauerfreaks, die beim „Ostseeman“ aktiv dabei waren (300 Staffeln und 600 Einzelstarter). Hier der Erlebnisbericht:

Es soll 25°C werden, die Flensburger Förde bietet aber nur 16 Grad Wassertemperatur. Der Tag beginnt um 5 Uhr: Frühstück, letzte Vorbereitung und dann auch schon ab zum Startbereich.

Ab 6.30 Uhr heißt es Einschwimmen, es folgen Nationalhymnen und Andacht, dann Warten bis zum Startschuss. Sohn Jakob (16 Jahre) sprintet mit den anderen 900 Athleten vom Strand ins Wasser. 3,8 Kilometer liegen vor ihm, auf zwei Runden wird direkt an der Promenade entlang geschwommen.

Vater Stefan hat die letzten Handgriffe an seinem Rad getätigt und wartet nun gemeinsam mit Mutter Cathrin und Freunden aus Itzehoe auf den spannenden Moment. Nach genau 1:00 Stunde kommt Jakob aus dem Wasser, mit einem Sprint rennt er die letzten Meter zur Wechselstation.

Nun schnell den Transponder übergeben und Vater Stefan geht auf die anspruchsvolle Strecke durch Nordangeln, 180 km mit 1500 Höhenmeter, es sind 6 Runden a´30km. Das Publikum in Glücksburg und Umgebung kennt diesen langen Tag des Ostseeman´s (Ausnahmezustand), alle halten lange durch und richten sich gemütlich am Straßenrand mit Tischen, Bänken und Verpflegung (Grillstationen) ein, Musik und Trommeln feuern auch noch die letzten Athleten immer wieder an. Cathrin Radau: „Es ist ein unbeschreibliches Spektakel mit Gänsehaut-Feeling.“

Stefan Radau fährt nach guter Vorbereitung seine 180 km in 5:21 Stunden ab, es geht ihm gut und strahlend übergibt er den Transponder an Mutter Cathrin im Wechselbereich.

Mittlerweile steht die Mittagssonne hoch und es wird heiß, glücklicherweise hat die Laufstrecke auch viele Waldpassagen und alle 2,5 km gibt es Getränke und Verpflegung. Die 42,195 km laufen sich in fünf Runden, auch hier überall Publikum an der Strecke. Die Runden laufen sich erstaunlich gut, obwohl die Marathonvorbereitung mit Verletzungen und Infekten nicht nach Plan gelaufen war. „Genießen und gut ankommen“, so will Cathrin Radau den Marathon angehen, nicht zu viel Tempo machen. Und so läuft es auch, beflügelt von den Fans, Runde für Runde. „Ich hatte nicht mal meine Pulsuhr gestartet und das war auch gut so“, berichtet Cathrin Radau. „Meine Laufzeit erfuhr ich erst nach dem Rennen.“ Überrascht von den 4:10 Std. hat sie ein Trainings-Motto entdeckt: Weniger Training kann auch mehr sein! Höre auf Deinen Körper!

Glücklich laufen die „Flying Radaus“ nach 10:35 Std. ins Ziel und freuen sich über diese tolle Teamleistung. In der Kategorie Mixed-Staffeln erreichen sie Platz 30, von allen Staffeln (300) den Platz 78.

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