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Pferdesport : Gemeinsam richtig Reiten lernen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bundesweit laden Reitställe und Vereine am Sonntag zum Tag der offenen Stalltür ein. Die Vereine im Kreis Steinburg noch gut aufgestellt.

Auf dem Pferderücken durch die Natur reiten, gemeinsam mit dem vierbeinigen Partner neue Herausforderungen meistern oder mit Gleichgesinnten die Freizeit verbringen: Für Pferdefreunde gibt es oft nichts Schöneres. Einen Einblick in den Reitsport und in dem Umgang mit dem Pferd bietet der Tag der offenen Stalltür am kommenden Sonntag, 18. Mai. Initiiert durch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) gibt er Vereinen und Reitbetrieben bundesweit die Möglichkeit, sich und ihr Angebot zu präsentieren und neue Mitglieder, Reitschüler oder Einsteller zu werben.

Die Reitanlage Zimmer ist als einziger Betrieb im Kreis Steinburg dabei. Zwischen 13 und 17 Uhr zeigen Jan und Nicole Zimmer, ihre Reitschüler und Einsteller sowie rund 60 Pferde und Ponys einen Querschnitt durch das Ausbildungsangebot. Die Darbietungen reichen von Dressur- und Springreiten für Kinder und Erwachsene über Bodenricktraining und Geschicklichkeitshindernisse (Trail) bis hin zum gebisslosen Reiten. Infobereiche rund ums Pferd und vom Tierschutzverein, ein Quiz, Ponyreiten sowie ein Kinderbasteltisch runden den Nachmittag ab.

„Alle Programmpunkte kommen direkt aus unserem Reitunterricht“, erklärt Pferdewirtschaftsmeister Jan Zimmer. Seine Reitschule, die zum zweiten Mal am Tag der offenen Stalltür teilnimmt, wurde von der FN als 4-Sterne-Reitschule und für besonders artgerechte Haltung ausgezeichnet. Auf der Anlage ist der Reit- und Fahrverein Elbkate 2000 zuhause.

Die Vorteile, in einer qualifizierten Reitschule das Reiten zu erlernen und sich als Reiter in einem Verein zu organisieren, liegen für Kreisjugendwartin Monika Schreiber (46, kleines Foto) auf der Hand. „Von einem Ausbilder, der sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat, lernen Reitschüler von Anfang an den richtigen Umgang mit dem Pferd“, erklärt Schreiber, die selbst seit mehr als 30 Jahren ihre Reitschule in Krempermoor betreibt. Dies gelte für Kinder wie für Erwachsene, für Anfänger und für Wiedereinsteiger. Sicheres, richtiges und verantwortungsvolles Reiten lernen die Schüler mithilfe des Ausbilders auf geeigneten Lehrpferden. Außerdem sollten die Reiter laut Schreiber über die Reitschule versichert sein. Auch Lehrgänge mit Abzeichenprüfungen sind in Reitschulen möglich. „Die Basis muss grundsätzlich stimmen“, betont Schreiber. Reiten basiere in allen Sparten auf den gleichen Grundlagen, die Reitern in einer Reitschule vermittelt werden. Danach könne man sich in verschiedene Richtungen spezialisieren, beispielweise auf Dressur oder Springen, Distanz- oder Westernreiten, Mounted Games oder nur Ausritte.

Nicht nur die Arbeit und das Zusammensein mit dem Partner Pferd, sondern auch die Gemeinschaft mit anderen Reitern, das voneinander Lernen und gemeinsame Unternehmungen gehören in Reitschulen dazu. „Reiten macht mit mehreren mehr Spaß“, weiß Schreiber.

Spätestens für die Teilnahme an Turnieren wird auch eine Vereinsmitgliedschaft notwendig. Abgesehen davon bieten Reitvereine – oftmals in Zusammenarbeit mit Kreisreiterbünden oder dem Landesverband – Lehrgänge und Ausbildertagungen an. Für Lehrgangs- oder Wettkamptteilnahmen können Reiter durch ihren Verein bezuschusst werden. Nicht zuletzt fördert das Vereinsleben den Kontakt zu anderen Reitern und den Austausch untereinander.

Laut FN leiden viele Vereine durch den demografischen Wandel und eine Vielzahl anderer Freizeitangebote an Mitgliederschwund. Für die meisten der 18 Steinburger Reitvereine gelte dies nicht, so Schreiber. Zwar stehe und falle die Vereinsarbeit mit dem Engagement seiner Reiter und Betriebe, so die Ausbilderin, und sei deshalb von Verein zu Verein unterschiedlich gut. Aber: „Wir haben hier im Kreis noch gute Mitgliederzahlen“.

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