Bogensport : Gegen die Besten der Welt

Auf dem Weg zum Bogenturnier in Las Vegas – von links Kai Janke, Arno Ruh und Björn Ralfs.
Auf dem Weg zum Bogenturnier in Las Vegas – von links Kai Janke, Arno Ruh und Björn Ralfs.

Kellinghusener wollen bei „The Vegas Shot“ im US-Spielerparadies Erfahrungen sammeln

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01. Februar 2018, 07:34 Uhr

Im Februar treffen sich rund 3.500 Bogensportler aus 145 Nationen in Las Vegas, um die Besten beim so genannten „The Vegas Shoot“ zu ermitteln. Mitbeteiligen wollen sich an diesem Event auch Kai Janke und Björn Ralfs. Die beiden Mitglieder vom 1. Kellinghusener Bogenclub (1. KBC) werden zum größten und prestigeträchtigsten Indoor-Bogenschießturnier der Welt von Trainer Arno Ruh begleitet.

An den Wettkämpfen nehmen sowohl Amateure als auch Weltklasse-Schützen teil, die sich in den vielen Nationalmannschaften befinden werden. Geschossen wird von der 20-Yard-Linie in drei Wertungsrunden auf Dreier-Spots. Zu recht sagt Arno Ruh: „Die Konkurrenz ist extrem stark, wir fahren hin, um Erfahrungen zu sammeln.“ Gute Mittelplätze erhofft sich der Trainer für seine Schützlinge dennoch.

Um optimal auf die Herausforderungen vorbereitet zu sein, trainieren sowohl Kai Janke als auch Björn Ralfs derzeit fünfmal pro Woche in Kellinghusen und Itzehoe jeweils über zwei Stunden lang. Dankbar ist Arno Ruh insbesondere den Sportkollegen vom Itzehoer Hockey-Club, die es den Kellinghusenern ermöglichen, auch deren Halle für das Training zu nutzen.

Mit der Form seiner Schützlinge ist der Trainer schon ganz zufrieden. Dennoch werde weiter „gefeilt“. Wie gut das Training angekommen ist, habe Kai Janke erst kürzlich bewiesen. Bei den Landesmeisterschaften belegte der Schütze den dritten Platz. „Das fördert natürlich das Selbstvertrauen“, weiß Arno Ruh. Anders als Björn Ralfs, dessen Leistungen in zurückliegender Zeit mit dem Landestitel belohnt wurden, hat Kai Janke die Atmosphäre in Las Vegas vor mehreren tausend Zuschauern bereits genießen können. Im vergangenen Jahr hatten sich er sowie Arno und Dennis Ruh dorthin auf den Weg gemacht. Ungewöhnlich waren für die Kellinghusener das enorme Publikumsinteresse und der äußere Rahmen: „Das war eine ganz andere Art des Schießens mit sehr viel Jubel und aufsteigenden Feuerwerksraketen. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen, denn solch eine Heftigkeit sind wir in Deutschland gar nicht gewohnt“, beschreibt Arno Ruh die Einmaligkeit einer Veranstaltung, bei der Kai Janke 2017 „einen guten Mittelplatz“ belegte.

Hinsichtlich der Motivation, die die Kellinghusener treibt, sagt Arno Ruh: „In Las Vegas geht es für uns nicht um den Sieg, sondern darum, um mit der internationalen Spitze in einer Reihe zu stehen und unsere Vorbilder, die Weltmeister, aus der Nähe beobachten zu können.“ Aus dem Aufgenommenen erhoffe er sich Impulse für das kommende Jahr, das in der Teilnahme an Deutschen Meisterschaften gipfeln soll. „Wer Las Vegas mitmacht und sich danach auch an einer Vielzahl anderer Turniere beteiligt, hat auf jeden Fall Erfahrungen gesammelt, die wir in unserem Verein an die anderen Mitglieder weitergeben wollen.“

Insgesamt umfasst der 1. KBC rund 150 Sportler in allen Bogenklassen. Der Verein besteht seit 22 Jahren und wurde 1996 von Arno Ruh gegründet. Seitdem ist er dort auch Trainer, nachdem er sich zuvor 22 Jahre lang bei der Kellinghusener Schützengilde in dem Metier engagiert hatte. Zu den Erfolgen seines jetzigen Clubs zählen zahlreiche Titel bei Landes-, Bundes- und internationalen Meisterschaften. Den bisher größten Erfolg für den 1. KBC hatte Christian Lohmann, der den Welttitel im 3-D-Schießen bei den Schülern gewann. „Wir brauchen uns hinter anderen Disziplinen nicht zu verstecken“, sagt Arno Ruh, der hofft, dass sich weitere Interessierte für den organisierten Bogensport interessieren und der Gemeinschaft beitreten. „Es ist immer gut, wenn Konkurrenz da ist. Das fördert und stärkt den Einzelnen und unseren Sport.“ Und insofern sei es dann auch nur Folgerichtig, dass sich Kellinghusener Bogensportler nach Amerika aufmachten, um sich an geeigneter Stelle selbst zu testen.

Und das sagen die beiden Schützen hinsichtlich ihrer Teilnahme: Björn Ralfs – „Ich habe gut trainiert, deshalb habe ich hohe Erwartungen an mich selbst. Pro Tag können 300 Ringe geschossen werden. 295 möchte ich jeweils haben.“ Kai Janke – „Ich möchte es besser machen als im vergangenen Jahr. Die Leistung mit 291, 293 und 285 Ringen war okay, aber meine Ringzahlen sollen diesmal an allen drei Tagen besser sein.“

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