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Letzte Regatta der Segel-Bundesliga : Für SVI geht es um alles oder nichts

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Von Donnerstag bis Sonnabend auf der Hamburger Außenalster um den Klassenerhalt

Ab morgen geht es um alles oder nichts: Für die Seglervereinigung Itzehoe (SVI) stehen von Donnerstag bis Sonnabend die letzten Bundesligarennen dieser Saison auf dem Programm. Nach dem Absturz auf Platz 13 bei der vorletzten Regatta in Überlingen muss jetzt auf der Hamburger Außenalster sogar um den Klassenerhalt gezittert werden. Durch dieses schlechte Ergebnis ist die SVI auf den 11. Tabellenplatz zurückgefallen und bis zum Relegationsplatz 13 sind es nur drei Punkte Vorsprung.

Einen weiteren Ausrutscher können sich Steuermann Christian Soyka und seine Besatzung also nicht leisten, wollen sie am Sonnabend den Klassenerhalt feiern. Ansonsten würde es am Sonntag in die Verlängerung „Relegation“ gehen, für die sich aus der zweiten Liga zwei Hamburger Teams qualifiziert haben, die auf heimischen Gewässer natürlich enorme Vorteile haben. Es gilt also die Relegation unbedingt zu umschiffen.

Bis zur Regatta in Überlingen sah für Soyka und Co alles noch gut aus, obwohl es bereits in Warnemünde mit Platz 13 einen Durchhänger gab. Die Leistungen waren aber insgesamt zu unbeständig, so dass man in Hamburg noch einmal ordentlich ranklotzen muss. Als Vorbereitung dienten zwei komplette Trainingswochenenden unter Bundesliga-Bedingungen mit acht Teams auf der Alster. „Wir haben zwar große Schritte nach vorn gemacht, aber wir waren auch schon besser vorbereitet“, sagt Christian Soyka. Vom absoluten Optimum sei man noch etwas entfernt. „Es fehlen die letzten zwei Prozent und die könnten bei der Leistungsdichte in der Bundesliga entscheidend sein“, so Soyka. Er sei aber trotzdem überzeugt, dass das Team sicher den Klassenerhalt schaffen werde. „Wenn wir diesmal wieder einstellig segeln, was eigentlich immer unser Anspruch ist, dürfte eigentlich nichts schief gehen.“

Wenn alle Stränge reißen, könnte aber auch der neunte Rang nicht reichen, wenn nämlich die derzeit hinter den Itzehoern liegenden Teams weiter nach vorn segeln. Der SVI muss also an die guten Leistungen beim Start in Tutzing anknüpfen, wo man sensationell Dritter wurde. Allerdings muss dann an allen drei Tagen konstant gesegelt werden. Das war allerdings, wie schon erwähnt, bei den anderen Regatten nicht der Fall. In Travemünde lag das Team beispielsweise nach zwei Tagen an der Spitze, um am letzten Regattatag noch auf Rang neun zurückzufallen. Gegenüber den Clubs aus den Binnenrevieren, hat der SVI bei den Bedingungen auf der Alster trotz vieler Trainingsstunden dort auch keinen großen Vorteil, so dass am absoluten Limit gesegelt werden muss.

Um auf die Windbedingungen gut eingestellt zu sein, haben die Itzehoer abwechselnd mit insgesamt fünf Crewmitgliedern auf der Alster trainiert. Einer muss bis morgen gestrichen werden. Gesetzt für die letzte Regatta sind Soyka selbst sowie Stefan Schimkowski und Kay Harder. Wer das vierköpfige Team komplettiert, entscheidet sich erst heute Abend. So wie es aussieht, dürfte aber Hinnerk Müller den Vorzug vor Youngster Moritz Burmester erhalten, weil nur eine leichte Brise angesagt ist. Der Gewichtsunterschied zwischen beiden beträgt 15 Kilogramm. Der Einsatz von Burmester würde deshalb nur dann Sinn machen, wenn sich die Vorhersagen noch drastisch ändert. Denn nur bei stärkeren Windgeschwindigkeiten wäre ein höheres Gewicht von Vorteil. Der Wind soll aber erst am Sonnabend etwas auffrischen. Es ist wie ein Pokerspiel, denn bei Flaute könnte auch gar nichts an den ersten beiden Tagen gehen. Allerdings kommen leichtere Boote bei wenig Wind schneller in Fahrt, was für Müller spricht, auch wenn am Sonnabend nicht mehr gewechselt werden darf.

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erstellt am 28.Okt.2015 | 05:00 Uhr

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