zur Navigation springen

Handball-Trainer : Für Kuhnke kommt Zink

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kremperheides Noch-Coach übernimmt die Landesliga-Handballer von Horst/RWK zur neuen Saison. Da tritt die 22:24-Niederlage bei Eider Harde II fast schon in den Hintergrund.

von
erstellt am 03.Mär.2015 | 05:20 Uhr

Nach dem Rücktritt von Manfred Kuhnke als Trainer bei den Landesliga-Handballern der HSG Horst/Kiebitzreihe Ende der vergangenen Woche (wir berichteten), ging es offenbar schnell bei der Neubesetzung. Zum Nachfolger wurde Werner Zink auserkoren. Zink kämpft derzeit noch als Trainer der SH-Liga-Männer der HSG Kremperheide/Münsterdorf mit seinem Team um den Klassenverbleib.

Werner Zink, der selbst in Kiebitzreihe wohnt, war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, doch Horst/RWKs Handball-Obmann Olaf Winter meldete sich zurück. „Ich kann diese Personalie bestätigen: Werner Zink wird zum Saisonbeginn neuer Trainer bei uns“, sagte Winter. Er habe in Kremperheide gezeigt, dass er in der Lage sei, etwas Neues aufzubauen.

Ursprünglich hatte man sich mit Manfred Kuhnke, der bereits im dritten Jahr bei der HSG Horst/Kiebitzreihe als Coach tätig ist, auf eine Zusammenarbeit auch für die neue Saison geeinigt. „Das war im Januar, da lagen wir nur zwei Punkte hinter der Spitze“, führt Winter aus. „Doch seitdem fehlen einfach die Resultate, mittlerweile ist der Rückstand zu Platz eins auf zehn Zähler angewachsen.“ Damit rückte das Saisonziel „Aufstieg in die SH-Liga“ in weite Ferne.

So teilte man Kuhnke in der vergangenen Woche mit, dass die Verantwortlichen zur neuen Serie mit einem neuen Gesicht planen würden. Winter: „Wir sahen für uns einfach die Notwendigkeit zu handeln. Ein Trainer wird doch auch am Erfolg gemessen.“ Aus Verärgerung trat Kuhnke dann mit sofortiger Wirkung zurück. „Für solche Spielchen bin ich nicht zu haben; das hat auch etwas mit Charakter zu tun“, wird er heute in den Elmshorner Nachrichten zitiert. Bis zum Ende der Saison wird Stephan Schettler als Interimscoach sowohl die erste, als auch die zweite Mannschaft der HSG Horst/Kiebitzreihe trainieren und coachen.

Zuvor hatte Kremperheides Handball-Obmann Volker Picht bestätigt, dass sich die erst im vergangenen Jahr gegründete HSG aus Kremperheide und Münsterdorf sowie Trainer Werner Zink auf eine einvernehmliche Trennung zum Serien-Ende geeinigt hätten. „Werner Zink war jetzt viereinhalb Jahre bei uns tätig“, sagt Picht. „Wir sind der Meinung, dass es der Mannschaft nach so langer Zeit gut tut, wenn neue Impulse kommen.“ Somit ist Werner Zink frei für eine neue Aufgabe als Trainer zum Beginn der Spielzeit 2015/16.

Dabei trat die Landesliga-Partie der Horst/RWK-Männer am Wochenende bei der HSG Eider Harde II fast ein wenig in den Hintergrund. Stark ersatzgeschwächt unterlagen die Haie dort nach tollem Kampf mit 22:24 (10:12). Aufgrund des Fehlens der etatmäßigen Kräfte Torsten Weinberg, Lasse Pingel, Alexander Bey, Niklas Kaven und Marius Diegel fand das auf vielen Positionen neu formierte Haie-Team (mit nur einem Auswechselspieler) schwer in die Partie. Doch nach dem 0:2 (2.) hielten die Haie das Spiel dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung über 7:7 (18.) offen, ehe Eider eine Schwächephase zum 12:8 (26.) nutzte. Doch Horst/RWK kam zur Hälfte wieder auf 10:12 heran.

Vier Minuten nach Wiederanpfiff gelang sogar der 12:12-Ausgleich. Die Umstellung mit Iven Pfeifers auf der Spitze der 5:1-Deckung und auf der Rückraummitte sowie Dennis Schwerdtfeger auf Linksaußen zahlten sich allmählich aus. Einzig im Positionsangriff funktionierte nicht all zu viel. Die Partie blieb torarm, entwickelte sich in der Folgezeit allerdings wieder mehr zu Gunsten der Gastgeber. So rannten die Haie bis zur 55. Minute einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher (22:20).

Dann ließ Interims-Coach Stephan Schettler mit Erfolg zwei Rückraumspieler des Gegners in kurze Deckung nehmen. Die Gastgeber verloren die Übersicht und machten nun ihrerseits leichte Fehler; dies nutzten die Haie zum Ausgleich (22:22/58.) aus. Doch als Dennis Schwerdtfeger, der auf der ungewohnten Linksaußen-Position treffsicherster Schütze s war, am gegnerischen Torhüter scheiterte und Eider im Gegenzug zum 24:22 traf, war die Partie entschieden. Fazit des Interimscoach Stephan Schettler: „Ein Unentschieden, wenn nicht sogar ein knapper Sieg wäre für die aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft verdient gewesen. Es fehlten jedoch einige Ideen und Alternativen im Angriff, um die gegnerische Abwehr mehr unter Druck zu setzen.”

Horst/Kiebitzreihe: Kristoffer Wünsche – Dennis Schwerdtfeger (8/4), Iven Pfeifers (4), Daniel Liedtke (2), Andre Meyer (2), Malte Schnell (1), Jonas Jermies (2), Leif Schattauer (3)


zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen