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Handball : Führung von acht Toren reicht nicht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die SH-Liga-Männer der HSG Kremperheide/MSV unterliegen beim Titelaspiranten TuS Lübeck mit 32:33.

Die Handballer der HSG Kremperheide/Münsterdorf brachten den Tabellendritten und SH-Liga-Meisterschaftsanwärter TuS Lübeck 93 in dessen Halle an den Rand einer Niederlage. Dennoch verloren sie knapp und unglücklich mit 32:33 (22:15 !). Trotz einer ganz starken Leistung der Steinburger und einer zwischenzeitlichen Acht-Tore-Führung reichte es am Ende nicht.

Lübeck begann mit einer sehr offensiven Abwehr mit dem Ziel, die Steinburger zu verunsichern, da das Positionsspiel in den letzten Wochen oft kopflos wirkte. Jedoch zeigte die HSG eine deutliche Leistungssteigerung, insbesondere im Angriff. So setzte man sich schon in der Anfangsphase über 2:0, 5:1, 7:3, 9:5 und 12:8 sogar auf 16:8 (!) ab. Grund dafür war die Zusammenarbeit der Abwehr mit den bärenstarken Torhütern Malte Schulz (erste Halbzeit) und Jonas Rave (zweite Halbzeit in den letzten 20 Minuten).

Die Steinburger ließen TuS Lübeck nun (noch) nicht wie schon so oft in der Saison wieder herankommen, sondern die Schützlinge von Trainer Werner Zink spielten weiter souverän und gingen mit einer 22:15-Führung in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit passierte dann das scheinbar Unmögliche, und wohl das, was den Reiz am Handballsport ausmacht. Nach zunächst guter Anfangsphase der HSG (24:18, 25:20 und 27:20) verloren die Gästespieler völlig den Kopf. Die linke Angriffsseite der HSG wurde von Lübeck komplett in kurze Deckung genommen, wodurch der Spielfluss verloren ging.

Unterstützt von zahlreichen Zeitstrafen und technischen Fehlern auf Seiten der HSG sowie der Unterstützung der eigenen Fans kämpfte sich TuS Lübeck schnell wieder vom 20:27 zum 29:29-Ausgleich heran. Trotz wieder zahlreicher Paraden der HSG-Torhüter gelang es den Steinburgern im Angriff nicht, ein Konzept gegen die neuformierte Lübecker Abwehr zu entwickeln. Mit purer Kampfkraft gelang es der HSG, wieder mit 32:31 eineinhalb Minuten vor Schluss in Führung zu gehen.

Nun überschlagen sich die Ereignisse: Tempogegenstoß von Lübeck, gestoppt von der HSG, Rote Karte gegen die HSG. Der anschließende Siebenmeter wird von HSG-Torwart Jonas Rave gehalten. Dem folgt ein schneller technischer Fehler der HSG im Angriff; Tempogegenstoß von Lübeck zum 32:32-Ausgleich.

Die Zink-Schützlinge hätten nun die restliche Zeit fast herunterspielen können. Das schaffen sie jedoch nicht: Sie agieren weiter kopflos, unkonzentriert und aufgeregt: Es folgen: Fehlpass HSG, Tempogegenstoß-Tor durch Lübeck zum 33:32 für die Gastgeber und Abpfiff.

Tore HSG Kremperheide/Münsterdorf: Jannick Schmidt (10), Malte Meisiek (6), Sebastian Lipp (5), Marvin Rave (4), Pierre Kuckluck und Finn Nissen (je 3), Markus Scheibe (1).

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