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Steinburg-Cup : Frederic Süßmann knackt den Rekord

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beim 19. Kellinghusener Liliencronlauf gewinnt neben Süßmann auch Iris Koch auf der langen Strecke. Viktor Kirsch und Paulina Kayßer sind über 5,4 Kilometer vorn.

Leichter Regen, aber auch trockene Passagen und zwischendurch mal ein Aufblinzeln der Sonne begleiteten die 214 Athleten der 19. Auflage des Liliencronlaufes des VfL Kellinghusen am Sonnabend und machten nasse Straßenabschnitte mit Kopfsteinpflaster zur Mitte des 10,1 Kilometer-Laufes und gegen Ende der Strecke tückisch. „Ich hätte Euch besseres Wetter gewünscht“, rief eine Ordnerin den Läufern zu, die am Marktplatz an ihr allerdings fast unbeeindruckt vorbeizogen.

Frederic Süßmann und Iris Koch (beide SC Itzehoe) gewannen das Rennen über die 10,1 Kilometer-Strecke. Süßmann lief Streckenrekord mit 35:34 Minuten. Viktor Kirsch (LC Oase Hingstheide) und Paulina Kayßer (SC Itzehoe) holten sich die ersten Plätze über die 5,4 Kilometer-Distanz. „Es hat mal wieder Spaß gemacht“, sagte Frederic Süßmann, der vor einigen Wochen bereits in Hohenaspe über die Kurzstrecke gewann, diesen Sieg in Kellinghusen allerdings selbst gar nicht erwartet hatte. „Ich bin momentan nicht hundertprozentig im Training und überrascht, wie gut es dann doch lief.“ Von Anfang an machte Süßmann Tempo und fuhr am Ende einen Start-Ziel-Sieg ein. „Zum Schluss bin ich gleichmäßig ausgelaufen“, so Süßmann, der mit seiner beeindruckenden 35:34 Minuten-Zielzeit immerhin 1:43 Minuten Vorsprung vor Alexander Schilling und sogar 2:24 Minuten vor dem Drittplatzierten Lars Lassen (37:58) herausgelaufen hatte.

Bei den Frauen kam, sah, siegte und war aufgrund anderer Termine nach dem Lauf auch ganz schnell weg, Iris Koch. Die 39-Jährige für den SC Itzehoe startende Läuferin verwies mit 45:49 Minuten ihre Konkurrentinnen Stefanie Hesse (46:44) und Janin Hildebrand (47:17) auf die Plätze.

Das Rennen über die 5,4 Kilometer-Distanz wurde für Viktor Kirsch zu einem Spaziergang. Der für den LC Oase Hingstheide startende Kurz- und Mittelstreckler, der bei der Senioren-EM in der Türkei noch am Freitag Gold über 5000-Meter geholt hatte, lief ohne größere Mühe in 19:55 Minuten den Sieg heraus. „Das war super locker, ein schöner Trainingslauf“, befand der Kurz-Strecken-Gewinner.

Wesentlich mehr geschafft war sein ärgster Widersacher, der junge Philip Krützelmann (LC Oase Hingstheide, Jahrgang 1999), der nur zwei Sekunden hinter Kirsch im Ziel einlief. „300 Meter vor Schluss hat Viktor noch einmal richtig angezogen“, schilderte Krützelmann die Entscheidung über 5,4 Kilometer bei den Männern.

In der Frauen-Konkurrenz war es da schon deutlicher. Paulina Kayßer, die 14-Jährige A-Schülerin, hatte mit 21:20 Minuten am Ende 2:19 Minuten Vorsprung vor Johanna Grell. „Es wäre für mich vielleicht auch eine noch schnellere Zeit drin gewesen, aber ich hatte diesmal keine Zugpartnerin“, erzählte der Blondschopf vom SC Itzehoe nach dem Rennen. Etwas anstrengend wäre für sie die Streckenpassage am Bauernberg gewesen, sie hätte sich nach dem kraftraubenden für hiesige Verhältnisse ungewöhnlichen Anstieg jedoch schnell wieder erholt. Paulina Kayßer wiederholte mit diesem Sieg ihren Vorjahreserfolg an gleicher Stelle.

Aus dem Kreis der vielen Hobby-Läufer und Läuferinnen, die nicht ganz vorne in den Siegerlisten stehen, ist Angelika Pump mit einem bemerkenswerten Tages-Pensum zu nennen. Die 52-Jährige bereitet sich gerade auf den Berlin-Marathon am 28. September vor, absolvierte noch am Vormittag des Liliencronlaufes einen 26-Kilometer-Trainingslauf und spulte dann am Nachmittag noch mal die 10,1 Kilometer in Kellinghusen auf der gerade für Hobby-Läufer anspruchsvollen Strecke in 1:01:27 Stunde runter. Sie sei ein wenig aufgeregt, was Berlin angeht, sagt sie. Konditionell braucht sie sich aber wohl keine Sorgen zu machen.

Organisatorisch hatte der VfL die Veranstaltung in bewährter Form im Griff. Matthias Rotzoll aus dem Orga-Team zog ein positives Fazit: „Es ist alles gut gelaufen trotz des Wetters. Wir sind froh, dass der LC Oase Hingstheide uns so gut unterstützt hat. Die Teilnehmerzahl hat im Vergleich zu den Vorjahren sogar eine leichte Steigerung erfahren.“

Sportlich stellte Rotzoll den Streckenrekord von Frederic Süßmann über die Langstrecke heraus. „Eine Zeit von 35:34 Minuten bei den Bedingungen mit dem Anstieg am Bauernberg ist schon sehr, sehr stark“, lobte Rotzoll die Leistung des Itzehoers.

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