Triathlon : Fest für Triathlon-Fans an der Lohmühle

Landstart:     Um  die beste Position  beim Schwimmen kämpfen hier die    ersten  Starter beim Teamsprint.
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Landstart: Um die beste Position beim Schwimmen kämpfen hier die ersten Starter beim Teamsprint.

6. SCI-Triathlon in Hohenlockstedt war mit 560 Startern und vielen Zuschauern ein voller Erfolg.

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17. Juni 2014, 05:07 Uhr

Voll auf ihre Kosten kamen am Sonntag in Hohenlockstedt die Steinburger Freunde des Dreikampfes aus Schwimmen, Radfahren und Laufen. Beim 6. SCI-Triathlon im und am Badesee Lohmühle nutzten etwa 560 Triathleten die vier verschiedenen Starts in der Regionalliga sowie Landesliga Hamburg, beim Teamsprint und dem Volkstriathlon. Viele Zuschauer nutzten die Chance, die Athleten anzufeuern. Schließlich macht es ja gerade den Reiz der Örtlichkeit aus, dass alle drei Disziplinen für die Besucher mit nur wenigen Schritten gut einzusehen sind.

Auch die Organisatoren des SC Itzehoe waren sowohl mit der Resonanz als auch mit dem Verlauf bei tollen äußeren Bedingungen sehr zufrieden. „Es hat alles sehr gut funktioniert dank unseres tollen Helferteams“, sagt Spartenleiter Andre Beltz. „Auch die Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort war wie immer sehr konstruktiv.“ Ebenso wurde die Umstellung im Programm letztlich gut angenommen. Die Organisatoren hatten diesmal auf den Wettbewerb in der Olympischen Distanz verzichtet, dafür als neuen Wettbewerb den Teamsprint eingeführt. Beltz: „Wir hatten jedes Jahr 10 bis 15 Anmeldungen weniger für die Olympische Distanz und wollten einfach mal etwas Neues probieren. Die Resonanz war mit 28 Staffeln recht gut. Aber vor sechs Wochen waren wir schon etwas nervös, weil da erst fünf Anmeldungen vorlagen.“ Andre Beltz würde für den Teamsprint gern noch mehr Nicht-Triathleten begeistern. Diesmal waren neben Bundesliga-Akteuren aus Itzehoe, Hannover und Hamburg auch „Quereinsteiger“ wie das AVS-Sportprofil oder die Handballer der HSG Münsterdorf/Kremperheide dabei. Auch der vom Störlauf bekannte Läufer Oleg Rantsow als Lehrer der Johannes-Brahms Schule Pinneberg brachte zwei Klassen an den Start. Beltz: „Leistungssportler können es als Schnelligkeits-Training nutzen und die Breitensportler zum Reinschnuppern. Da ist für jeden etwas dabei.“ So wie bei Familie Feldmann aus Hohenlockstedt: Für Martina, Leonie, Joris und Thomas war das Finishen wie auch für viele andere am wichtigsten.

Sogar den erhofften Erfolg eines Lokalmatadoren gab es im abschließenden Wettbewerb über die Volksdistanz. Nach 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen war Nico Eim in der Gesamtzeit von 1:02,18 Std. der Sieg nicht zu nehmen. Schon nach dem Schwimmen kam der 18-Jährige Schüler mit einer Minute Vorsprung aus dem Wasser. Weder beim Radfahren (als Siebtbester) noch auf den abschließenden fünf Laufkilometern (sechstbeste Zeit) büßte er seinen Vorsprung ein und konnte den Sieg locker und kontrolliert nach Hause laufen, zumal auch die Wechsel problemlos gelangen. „Ich hatte mir schon erhofft, nach dem Schwimmen einen Vorsprung zu haben, weil da einige ziemlich starke Radfahrer im Feld waren“, sagte Nico Eim nach dem Rennen. „Das ging gut auf und schon nach der ersten Laufrunde hatte ich gesehen, dass der Vorsprung fast eineinhalb Minuten betrug.“

Am Ende hatte Nico Eim im Ziel eine gute Minute Vorsprung vor dem Zweiten Luis Almeida. Der Starter vom Tri-Team Neumünster hatte nach dem Schwimmen über drei Minuten Rückstand auf Eim, machte aber dank der besten Rad- und der zweitbesten Laufzeit vieles wieder wett. Er wäre vielleicht noch näher herangekommen, aber bei den Wechseln büßte er 49 Sekunden auf Nico Eim ein. Auf Rang drei kam 16 Sekunden hinter Almeida der Preetzer Patrick Hagedorn ins Ziel. Schnellste Frau war Kirsten Dreier (Tria Echterdingen) in 1:12,25 Std. nur sechs Sekunden vor der Rostockerin Stefanie Schulz sowie Chantal Boubakeur aus Pinneberg (1:13,04). Nach mäßigem Schwimmen hatte sich Dreier durch starke Leistungen auf dem Rad sowie im Lauf noch an die Spitze des Feldes gesetzt.

Mit dem neu eingerichteten Teamsprint feierte ein hochinteressanter Wettbewerb seine Premiere an der Lohmühle. Bei dieser Staffel-Konkurrenz galt es, viermal die Volkstriathlon-Distanz zu bewältigten. Meist teilte sich jeweils ein Quartett diese Anforderung. Lediglich das Duo Sven Kiene/Timo Kuhlmann aus Hannover, die schnellste der insgesamt 28 Staffeln, machte die vier Strecken unter sich aus. Im Mixed gewann die SCI-Staffel „Kette rechts“ (Philipp Zelmer, Nina Eim, Jakob Voigt, Philipp Gehring) vor „Stiftung Wadentest“ (Rene Petermann, Anna Gehring, Moritz Voigt, Pascal Jeworek). Zweite wurden auch die SCI-Männer von „Pure Origin“ (Benjamin Sievers, Florian Sievers, Frank Windbrake, Nils Meyer) sowie die „AVS-Girls“ (Sarah Zimmermann, Henrike Brahmstedt, Miriam Turahiwa, Theresa Gravert).

●Weitere Ergebnisse im Internet unter www.sci-triathlon.de

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