zur Navigation springen

Segeln : Fehlurteil kostet Segler Punkte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Bundesliga-Team belegt auf dem Berliner Wannsee Rang neun. Nach fünf Wettfahrten belegt die Soyka-Crew in der Tabelle Platz acht.

von
erstellt am 25.Aug.2015 | 10:43 Uhr

Neunter Platz in Berlin: Das Segel-Bundesligateam der Itzehoer Seglervereinigung durchlebte auf dem Wannsee alle Höhen und Tiefen, die man bei einem derartigem Wettkampf so durchmachen kann. Am Ende hatte die Crew um Steuermann Christian Soyka ihr Ziel, einstellig zu segeln zwar erreicht. Letztlich konnte das Team aber den Frust über eine Fehlentscheidung der Wettkampfleitung nicht ganz verbergen, die den Itzehoern mindestens zwei Plätze im Gesamtklassement gekostet hatte. Mit den Leistungen im Boot an sich durfte das Quartett allerdings zufrieden sein. In der Bundesligatabelle steht das SVI-Team nach der fünften von sieben Regatten jetzt auf Platz acht.

Nachdem am Freitag wegen Flaute keine Rennen gesegelt werden konnten, erwischten die Itzehoer am Sonnabend einen Fehlstart. Sechster und letzter Platz im ersten Rennen, das hatten sich Christian Soyka, Moritz Burmester, Sören Petersen und Hinnerk Müller anders vorgestellt. Danach lief es jedoch wesentlich besser. Dritter Platz im zweiten und zweiter Platz im dritten Flight – die Wettkampfleitung machte der SVI-Crew jedoch einen Strich durch die Rechnung. Der zweite Platz wurde wegen angeblichen Frühstarts aberkannt. Statt zwei gab es deshalb sieben Punkte aufs Konto.

„Wir hatten den Frühstart bemerkt und sind noch mal zurückgefahren, was die Jury aber nicht mitbekommen hat.“ Später sei dies zwar dann in der Videoaufzeichnung deutlich geworden, doch da war die Entscheidung nicht mehr zurückzunehmen und der Protest verpufft, erklärte Christian Soyka. „Das ist natürlich unbefriedigend“, fügte Crewmitglied Hinnerk Müller hinzu. „Sie haben ihren Fehler eingestanden, ohne dass es Konsequenzen gab.“ Man wolle aber darüber nachdenken, im Winter die Regeln anzupassen, so Müller weiter. „Das hilft uns jetzt natürlich nicht weiter.“

Christian Soyka wurmte auch, dass es nun bereits das zweite Mal war, dass sich die Wettkampfleitung wegen eines Fehlers entschuldigt habe. „Eine solche Entscheidung bringt meist zwei bis drei Punkte mehr auf das Konto und kostet am Ende mindestens zwei Plätze.“

Die Itzehoer steckten diesen Tiefschlag jedoch erstaunlich gut weg und gewannen das nächste Rennen. „Wir haben uns mental deutlich verbessert“, sagt Hinnerk Müller dazu und macht das intensive Training dafür verantwortlich. „Man merkt, dass uns jede Stunde, die wir gemeinsam auf dem Wasser sind, weiterbringt.“ Bis zum zehnten Rennen folgten zwei weitere Siege und zwei zweite Plätze.

Am Sonntag hatten sich die Windverhältnisse jedoch verändert, was zwei fünfte Plätze zur Folge hatte. „Der Wind wehte stärker mit vielen Böen und Drehern. Wir hatten einige Mühe, um uns darauf einzustellen, wurden etwas nervös und brauchten diese zwei Rennen, um das System lesen zu können“, erkärt Christian Soyka. Danach lief es jedoch wieder besser und zum Schluss gab es noch einen zweiten und einen dritten Platz. „Unter dem Strich können wir mit unseren Leistungen zufrieden sein, auch wenn es noch an der Konstanz fehlt.“ Daran müsse man weiter arbeiten, so das Fazit von Hinnerk Müller.

Mit den schwierigen Bedingungen kam der Berliner Yacht-Club am besten zurecht, der sich durch den Heimsieg auf den zweiten Platz der Bundesliga verbesserte. Dahinter folgte jedoch schon der Deutsche Touring Yachtclub, der die Tabelle mit einem so komfortablen Vorsprung anführt, dass den Hamburgern der Titel kaum noch zu nehmen ist.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen