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Fußball : FC Itzehoe muss sich finanziell neu aufstellen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit der Entscheidung für die Kreisliga wird der FC Itzehoe künftig auf bestimmte Sponsorengelder verzichten müssen.

von
erstellt am 31.Mai.2014 | 05:28 Uhr

Beim FC Itzehoe bleibt es spannend: Der Klub vom Lehmwohld, der gerade erst auf sein Spielrecht in der Fußball-Verbandsliga verzichtet und lediglich für die Kreisliga West gemeldet hatte, muss sich auch in finanzieller Hinsicht ganz neu aufstellen. Künftig wird der FC Itzehoe auf bestimmte Sponsorengelder verzichten müssen. „Einige finanzielle Zusagen waren an die Bedingung geknüpft, mindestens Verbandsliga zu spielen“, begründet der zweite FCI-Vorsitzende Arne Weisner. „Aber aus sportlichen und auch finanziellen Gründen können wir das bei der derzeitigen Entwicklung und der angestrebten Neustrukturierung einfach nicht mittragen. Die Entscheidung für die Kreisliga sehen wir im Vorstand als alternativlos an.“ Finanzielle Kraftakte, um Spieler zu halten oder zu holen, kommen für den FCI-Vorstand nicht in Frage. Weisner: „Dafür gibt es nicht mal ein Low-Budget, sondern nur noch ein No-Budget. Mit diesem Schritt wollen wir auch wieder unabhängige Entscheidungen im sportlichen Bereich gewährleisten.“

Gegenüber den anderen Sportvereinen der Stadt schleppt der FC Itzehoe allerdings einen Malus mit sich herum, der zu einer immer schwereren Belastung für den Klub wird. Der Rechtsvorgänger Itzehoer SV hatte wegen einer ganz schweren Finanznot in den 80-iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Lehmwohldstadion an die Stadt Itzehoe verkauft und es von dieser wieder zurückgepachtet. Inhalt des Pacht-Vertrages war allerdings, dass der Verein sämtliche Kosten für den Unterhalt der kompletten Anlage selbst bestreiten muss. Das gilt bis heute: So laufen jedes Jahr Kosten für zum Beispiel Wasser, Abwasser, Energie, Platzpflege oder auch Platzbau in Höhe von rund 35 000 Euro auf. „In der heutigen Zeit ist das allein mit den Mitgliedsbeiträgen nicht mehr zu schaffen“, sagt Arne Weisner.

Nun steht der FC Itzehoe unter dem Druck, für die neue Saison einen neuen Finanzplan aufzustellen. Diese Kalkulation ist ausschließlich darauf gerichtet, den Unterhalt der Anlage sowie den Spielbetrieb zu gewährleisten. Vor allem die Jugend-Abteilung ist hier nach schweren Jahren erneut aufgeblüht – rund 150 Jugendliche haben am Lehmwohld wieder ihre sportliche Heimat gefunden.

Um aber das Ganze am Laufen halten zu können, braucht der Klub dringend Förderer aus der fußball-begeisterten Öffentlichkeit in der Stadt oder auch darüber hinaus. Weisner: „Wir geben uns vier Wochen Zeit, dann muss die Sache stehen.“ Spätestens bis zum Meldeschluss am 30. Juni wird man dann genau wissen, ob und wie es am Lehmwohld mit dem FC Itzehoe weitergeht.

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