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FC Itzehoe holt erneut den Kreispokal

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Lehmwohldteam gewinnt das Finale beim Ligakonkurrenten FC Reher/Puls mit 2:1 - Sascha Griesbach erzielt im Nachschuss den Siegtreffer

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erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Puls | Der FC Itzehoe verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr und sicherte sich mit einem 2:1 (0:0) im Endspiel beim Verbandsliga-Rivalen FC Reher/Puls erneut den Steinburger Fußball-Kreispokal. Die rund 400 Zuschauer (310 zahlende) sahen vor allem in der Schlussphase eine aufregende Partie. Zuvor bearbeiteten sich die beiden Mittelfeldreihen sehr intensiv und neutralisierten sich dabei allerdings auch über weite Strecken der Partie.

Nach zerfahrenem Auftakt näherte sich zunächst der FC Itzehoe dem gegnerischen Tor an, doch Onur Bektas (11.) zielte zu hoch. Dem wollten die Gastgeber nicht nachstehen: Neuzugang Christian Sievers hatte die Führung auf dem Fuß (19.), als er sich gegen Christoph Pahl durchsetzte und sofort abzog. Doch der starke Itzehoer Torhüter Matteo Chionidis entschärfte diese Möglichkeit ebenso wie im Verlauf der Partie einige weitere Hochkaräter. Nur eine Minute später hatte Thies Göttsche gegen den 19-jährigen FCI-Keeper das Nachsehen, als er nach einem Sievers-Hackentrick zu spät kam.

Doch auch der FCI kam nun zu Möglichkeiten und hatte im weiteren Verlauf der ersten Hälfte sogar leichte Feldvorteile. Zunächst strich ein abgefälschter Polaske-Freistoß nur knapp am Pfosten vorbei (23.), und wenig später verpasste Adem Aydogan eine scharfe Hereingabe über links von Wiegand Leskien (29.). Erneut Aydogan zielte dann aus kurzer Distanz zu hoch (38.) nach einer Polaske-Flanke. Aus spitzem Winkel scheiterte schließlich auf der anderen Seite Thies Göttsche (41.) am Gästekeeper Matteo Chionidis nach guter Vorarbeit von Gerryt Rathke. Insgesamt waren allerdings beide Teams vor dem Wechsel darauf bedacht, sich möglichst keine Blöße zu geben.

Auch die Halbzeitpause änderte daran zunächst nichts: Es dauerte bis zur 54. Minute, ehe sich vor den Toren wieder etwas tat - dann aber hochkarätig. Timo Albers (54.) schloss entschlossen einen von Christian Sievers vorgetragenen Reheraner Konter ab, aber auch er fand seinen Meister in Matteo Chionidis. Der FCI tat in dieser Phase zu wenig nach vorn und hatte Glück, das Sievers (62., 65.) das Itzehoer Gehäuse verfehlte.

Erst mit der Einwechslung des noch leicht angeschlagenen Sebastian Barth kam wieder mehr Zug ins Angriffsspiel der Gäste. Onur Bektas (68.) scheiterte freistehend nach Zuspiel von Lennart Dora an Rehers Keeper Mirko Wendt, und eine Minute später verpasste Dora einen von Jeffrey Polaske getretenen Eckball nur um Haaresbreite. Auch ein Distanzschuss von Lennart Dora (76.) verfehlte zunächst nur knapp sein Ziel. Dann aber fiel endlich das erste Tor: Nach genauer Flanke von Sebastian Barth verlud Onur Bektas seinen Gegenspieler Anton Rosemann mit einer Körpertäuschung und traf aus kurzer Distanz zum 1:0 (77.) für die Gäste.

Reher/Puls antwortete mit wütenden Gegenangriffen und erzielte bereits drei Minuten später den Ausgleich. Timo Albers kam freistehend nach Zuspiel von Andreas Tank zum Schuss und ließ diesmal aus halbrechter Position Chionidis keine Chance. Zwei Minuten später kratzte FCI-Innenverteidiger Mario Awiszus einen erneuten Schuss von Timo Albers von der Linie und im Nachschuss scheiterte Andre Albers.

Doch die Itzehoer schlugen zurück: Nachdem Bektas bei einem FCI-Konter über Dora und Sascha Griesbach noch an Rehers Keeper Wendt gescheitert war (87.), traf schließlich Sascha Griesbach im Nachschuss zum vielumjubelten FCI-Siegestreffer (88.). Zuvor konnte Wendt einen Schuss von Bektas nur abklatschen. Der gerade eingewechselte Lukas Evert verpasste in der Schlussminute sogar noch freistehend gegen die aufgerückte Gastgeber-Deckung das mögliche 3:1. FCI-Trainer Andre von Schassen war am Ende froh darüber, dass seine Mannschaft offenbar doch schon weiter ist als zuvor geglaubt. "Damit haben wir uns eine ordentliche Portion Selbstvertrauen geholt, die wir mit in den Saisonauftakt nehmen können. Ich war ein wenig überrascht, dass Reher nicht mehr gemacht hat. Dennoch ist der Sieg am Ende schon ein wenig glücklich, denn auch der Gegner hatte natürlich seine Chancen." Aus seiner Enttäuschung machte Rehers Coach Jörg Fischer keinen Hehl. "Wir sind letztlich an unser eigenen schlechten Chancenverwertung gescheitert. Das hat sich auch schon während der regulären Spielzeit des Pokal-Halbfinales gegen Horst gezeigt."

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