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Basketball : Everage Richardson erlegt die Tiger

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

SC Itzehoe Eagles landen durch das 83:82 in Aschersleben einen Last-Minute-Sieg in der Regionalliga.

Was für ein Basketball-Drama – und was für ein Sieg für die Sport-Club Itzehoe Eagles! Mit einem Dreier in letzter Sekunde hat Everage Richardson sein Team zum 83:82-Erfolg bei den Aschersleben Tigers geschossen. Viertelergebnisse: 21:22, 13:18, 19:22, 30:20. Damit haben die Itzehoer im Meisterschaftsrennen der 1. Basketball-Regionalliga weiter alles selbst in der Hand.

Ein Auswärtssieg bei einer sehr gut besetzten Mannschaft, die eine starke Leistung ablieferte – „für Teamgeist, Motivation und Selbstvertrauen ist das Gold wert, so ein Spiel nach Hause zu bringen“, freute sich Eagles-Coach Paul Larysz. Doch auf dem Weg dahin war es das „erwartet schwere Spiel“. Der Rahmen passte bei bester Stimmung in Aschersleben, und die Teams taten alles dafür, dass es ein Basketball-Ereignis wurde. Von Beginn an ging es in der intensiven Partie hin und her mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Diese fanden früher in der Offensive ihren Rhythmus und trafen, während die Eagles ihre offenen Würfe vergaben. Hinzu kamen wieder viele Wackler an der Freiwurflinie. „Eine Kopfsache, die sehr ärgerlich ist“, sagte Larysz. „Zum Schluss der Saison müssen wir da noch konstanter werden. Da lassen wir zu viel liegen.“

Dennoch blieben die Gäste in der ersten Halbzeit dran, wenn auch Everage Richardson stark verteidigt wurde und mit Adrian Breitlauch ein Leistungsträger einen „gebrauchten Tag“ erwischt hatte. Das merkte er selbst und stellte sich mit großem Einsatz und vielen Rebounds in den Dienst der Mannschaft. Zwar machten die Tigers unter dem Korb die Räume eng, trotzdem kam Yannick Evans immer wieder zum Zuge und hielt die Eagles mit acht Punkten vor der Pause im Spiel. Zwei Ballverluste führten aber noch zum 34:40-Rückstand.

Auch danach sah es lange nach einem Sieg der Gastgeber aus. Auf 46:36 wuchs ihr Vorsprung, die Eagles konterten, obwohl weiter von außen nichts ging. Wieder zogen die Tigers davon bis auf 62:50 kurz vor dem Ende des dritten Viertels. Mit einem 62:53 ging es dann in den letzten Abschnitt.

„Da haben wir endlich wieder gespielt wie ein Team, das um die Meisterschaft spielt“, sagte Larysz. Der Auftritt als Mannschaft sei „toll“ gewesen, jeder habe für den anderen gearbeitet. In der Offensive brachten die Gäste immer wieder Richardson in Position. Der vollstreckte, und wie: 22 Punkte verzeichnete der Amerikaner im letzten Viertel, in dem er sechs Minuten vor dem Ende endlich den ersten Dreier der Itzehoer versenkte. Jetzt klappte bei ihm fast alles: Vier weitere Dreier ließ er folgen, drei davon in den letzten 93 Sekunden. Auch Nick Tienarend traf einen wichtigen Wurf von außen.

So blieben die Eagles dicht dran oder glichen sogar aus. Aschersleben aber fand immer wieder eine Antwort und hielt die Führung, auch wenn die Ball-Raum-Verteidigung der Eagles die Gastgeber stark verunsichert hatte. 38 Sekunden vor Schluss trafen sie zum 82:80, die Chance zum Ausgleich verpasste für die Eagles Aivaras Galkauskas. Rebound Aschersleben, doch ihr Center wurde so hart bedrängt, dass er den Ball ins Aus passte. Auszeit Eagles. „Wir waren uns einig, wir gehen nicht auf Verlängerung, wir gehen auf Sieg“, sagte Larysz. Richardson traf den schweren Wurf, Spieler und Fans bildeten vor der Bank eine Jubeltraube. Der Trainer löste sie schnell auf, denn eine Sekunde war noch zu spielen. Doch die Verteidigung erlaubte nur einen Verzweiflungswurf.

Mit diesem Sieg müssten die Eagles im Meisterschaftsrennen nicht auf andere schauen, sagte Larysz. „Das befreit. Diese positive Energie müssen wir jetzt mitnehmen.“ Nach einer Pause am kommenden Wochenende geht es am 22. Februar zu Hause gegen die Korbjäger aus Hannover.

Eagles: Everage Richardson (38 Punkte, 5 Dreier), Yannick Evans (17), Aivaras Galkauskas (14), Adrian Breitlauch (6), Nick Tienarend (5, 1 Dreier), Clayfell Harris (2), Lars Kröger (1), Johannes Konradt, Nico Kaml, Robert Daugs.

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erstellt am 10.Feb.2014 | 05:00 Uhr

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