Interview mit Stephan Geiger : Es ist noch Luft nach oben

Aufstieg geschafft: Trainer Stephan Geiger von der SG Wilstermarsch.
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Aufstieg geschafft: Trainer Stephan Geiger von der SG Wilstermarsch.

Trainer der SG Wilstermarsch will sich mit seiner Mannschaft in der Verbandsliga etablieren

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20. Juni 2014, 05:00 Uhr

Die Fußballerinnen der SG Wilstermarsch haben den Aufstieg in die Verbandsliga Süd geschafft. Als Trainer ist Stephan Geiger für den Erfolg verantwortlich. Seit einem Jahr hat der Itzehoer die Märschlerinnen unter seinen Fittichen. Über Saisonverlauf, Entwicklung der Mannschaft und Zielsetzung im kommenden Spieljahr sprach Marvin Rishi Krishan, der zur Zeit ein Praktikum bei unserer Zeitung absolviert, mit Geiger.

Die SG Wilstermarsch hat sich souverän den Meistertitel in der Fußball-Kreisliga gesichert. Was würden Sie aus dem erfolgreichen Saisonverlauf besonders hervorheben ?

Die starke Trainingsbeteiligung bei Wind und Wetter und dass wir es auch bei Rückständen geschafft haben, uns wieder rein zu kämpfen. Außerdem, dass wir einen sehr ausgeglichenen Kader haben, in dem sich alle Spielerinnen zu 100 Prozent fürs Team einsetzen. Aber es ist noch Luft nach oben. Besonders hervorzuheben ist zudem die tolle Unterstützung von Uwe Möller, der uns als Team-Manager und Betreuer sehr geholfen hat.

Sie sind seit einem Jahr für den gesamten Frauenbereich verantwortlich. Wie sehen Sie die Entwicklung in dieser Zeit ?

Die Entwicklung unserer Mannschaft ist vor allem gekennzeichnet durch die gestiegene Trainingsbeteiligung und durch das Verständnis der Spielerinnen untereinander. Unser Team verfügt über großen Teamgeist.

Die erste Mannschaft hat als krönenden Abschluss den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft. Welche Ziele setzen Sie sich in der neuen Spielklasse ?

Ich mag es generell nicht, vor der Saison vom Klassenerhalt zu sprechen, da es sofort impliziert, man spiele bloß gegen Abstieg. Wir haben ein junges, ausgeglichenes Team, das an einem Strang zieht. Ich glaube, wir können die Plätze drei bis sieben anpeilen. Wir wollen durch frischen, offensiven Fußball überzeugen und uns auf keinen Fall verstecken. Außerdem würden wir gerne das Kreispokalfinale erreichen.

Wird es personelle Verstärkungen geben ?

Unsere Torhüterin Andrea Kuhlmann hört leider, nach langer aktiver Laufbahn, dieses Jahr auf. Für sie haben wir bereits eine neue, talentierte Keeperin. Wir haben eine gute Nachwuchsabteilung, die uns viel verspricht. Wir suchen übrigens noch einen Trainer oder eine Trainerin für unsere B-Jugend. Ansonsten ist der Kader gut besetzt, über Anschluss freuen wir uns trotzdem immer.

Die zweite Mannschaft ist in der A-Klasse Zweiter geworden. Man hört, es gibt auch dort noch Aufstiegsmöglichkeiten. Können Sie dazu mehr sagen ?

Es ist ein großes Ziel für uns, mit der zweiten Damenmannschaft aufzusteigen und ich glaube auch, dass wir in der Kreisliga mitspielen könnten. Wir würden gerne aufsteigen, wenn die Kreisliga noch einen Platz zu besetzen hat.

Werden beide Mannschaften auch in Zukunft zusammen trainieren ?

Ja, das Training wird nach wie vor gemeinsam gestaltet werden. Damit die Trainingsqualität nicht leidet, teilen wir die Spielerinnen in Gruppen ein. Dabei haben mich bisher Thies Auhage und Jochen Waage als Trainer der zweiten Mannschaft großartig unterstützt. Beide haben jedoch aufgehört. Wir haben aber mit Detlef Bolten einen guten Nachfolger gefunden.

Wie sind Ihre Zukunftsvisionen? Was wollen Sie mit der SG Wilstermarsch noch erreichen ?

Wir wollen uns in der Verbandsliga fest etablieren. Wenn die Entwicklung unserer Damenabteilung weiterhin so positiv verläuft, mit dieser Kaderstärke, den Jugendmannschaften und dem gesamten Unterbau, könnte man sich vorstellen, dass die SG irgendwann einmal die Chance bekommt, noch höher zu spielen. Wichtig ist aber erstmal, kleine Schritte zu machen.

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