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Wald- und Heidelauf : Entspannter Dauerlauf in der Nordoer Heide

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

220 Ausdauersportler beim TSV Kremperheide am Start

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2013 | 05:52 Uhr

Entspannter Dauerlauf durch die herbstliche Nordoer Heide: Diesem Vergnügen gingen bei der siebten Auflage des Wald- und Heidelaufs in Kremperheide 220 Ausdauersportler nach. Je nach Lust und Laune oder läuferischer Fähigkeit rannten oder walkten die Teilnehmer aus den Kreisen Steinburg, Dithmarschen, Pinneberg sowie aus der Hansestadt Hamburg auf unterschiedlichen Strecken durch ein Gelände, das bis vor einigen Jahren lediglich von Bundeswehrangehörigen betreten werden durfte. Wer es noch nicht kannte, war angetan von der Einzigartigkeit der Kurse.

Ganz begeistert vom Gelände war auch Fred Herda. Der Walker aus Itzehoe, mit 82 Jahren auch ältester Teilnehmer, betonte: „Ich bin gekommen, weil mir die Veranstaltung immer wieder Spaß bringt und weil der Wald so abwechslungsreich ist.“ Mit nach Hause nehmen durften er und alle anderen neben den optischen und emotionalen Eindrücken auch etwas Vorzeigbares: „Und dann gibt es hier auch immer noch Medaillen“, freute sich Fred Herda über die Erinnerungsplakette, die jedem Finisher im Ziel umgehängt wurde.

Obwohl beim Wald- und Heidelauf keine offiziellen Sieger ermittelt werden, schlugen nicht wenige Ausdauersportler auf ihren Strecken ein hohes Tempo an. Zu ihnen zählten beim Zehn-Kilometer-Lauf Sieger Kai Neumann und die Verfolger Christian Kock, Marcel Krüger, Jörg Rehder und Christian Behrens. Nachdem Christian Kock nach vier Kilometern die zweite Position eingenommen hatte, gab der Itzehoer seine gute Platzierung auch nicht wieder aus den Händen. „Den Vorsprung habe ich mir zwischen den Kilometerabschnitten vier und fünf erarbeitet. Er betrug bis zum Schluss 30 Sekunden“, freute sich der Gesamtzweite, der den aufstrebenden Marcel Krüger damit deutlich in Schach halten konnte.

Schnellste weibliche Teilnehmerin über zehn Kilometer war Dana Peters. Die Schülerin rannte erstmals eine so lange Distanz und fand: „Das Rennen war cool, und mit den Hügeln bin ich auch gut zurecht gekommen.“

Wie viele, so stellte auch Christian Kock dem Gelände beste Noten aus: „Am anstrengendsten war die lange Steigung zwischen Kilometer acht und neun. Da hatten alle zu knapsen.“ Und Kai Neumann betonte: „Das Gelände ist absolut landesmeisterschaftstauglich.“

Marion Michalczyk dürfte diese Aussage des Siegers mit besonderer Freude zur Kenntnis genommen haben: „Der TSV Kremperheide hat sich beim Schleswig-Holsteinischen Leichtathletikverband um die Ausrichtung der Crossmeisterschaften im Jahre 2014 beworben“, betonte die Veranstaltungsleiterin des Wald- und Heidelaufs im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie hofft nun, dass der Beirat des SHLV Anfang November auch für Kremperheide votiert.

Zu denen, die in das Langstreckengeschehen hereinschnuppern wollten und gleich Großes vollbrachten, zählten zwei Kremperheider Gewächse: Maximilian Fahl (10) und Angelique Emmer (8) waren die Schnellsten beim Drei-Kilometer-Kinderlauf – und das mit deutlichem Abstand. „Ich bin einfach los gelaufen und habe nur ans Ziel gedacht“, betonte das Mädchen, und der Junge erklärte: „Ich wollte einfach mal mitmachen und finde, dass die Veranstaltung so bleiben kann, wie sie jetzt durchgeführt wird. Anderen Kindern kann ich nur empfehlen, im nächsten Jahr auch mitzumachen.“

Wie angekündigt, gab es für die Erwachsenen beim Zehner und Sechser an der Erfrischungsstation im Wald neben Schokolade auch Sekt: „Eine ganz witzige Idee“, bemerkte Manfred Friedrichs aus Wilster, und seine Trainingspartnerin Telse Lucht aus Heiligenstedten sagte: „Das fand ich sehr nett. An der Station waren wir aber nicht die einzigen, wir haben dort Läufer aus Hohenfelde getroffen und uns gut unterhalten.“

Ein alter Hase in Sachen Wald- und Heidelauf ist Klaus Westphal. Der Walker aus Kleve war nun schon zum fünften Mal dabei und hatte wie im vergangenen Jahr seine Frau Silvia mitgebracht. „Mich hält so etwas fitt, und das soll auch noch viele Jahre so bleiben“, stellte Klaus Westphal seine Leidenschaft heraus und betonte, dass „das Feuer des Walkens“ seit geraumer Zeit auch auf seine Frau übergesprungen sei. Sie habe früher anderen beim Laufen nur zugeguckt und dann für sich beschlossen: „Das kann ich auch.“

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