Interview : „Eingespieltes Team ist Rehers großes Plus“

Carsten Hinrichsen ist der neue Coach  in  Reher.
Carsten Hinrichsen ist der neue Coach in Reher.

Carsten Hinrichsen, neuer Coach des Verbandsliga-Meisters FC Reher/Puls, spricht im Interview über seine ersten Eindrücke.

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12. Juli 2014, 04:29 Uhr

Mit einem neuen Trainer geht der amtierende Titelträger FC Reher/Puls (offiziell als TSV Reher) in der Fußball-Verbandsliga Süd-West in die neue Saison. An der Linie steht jetzt Carsten Hinrichsen. Mit dem 46-jährigen Ex-Profi des VfB Lübeck, der in der Zweitliga-Saison 1995/96 fünf Spiele für die Hansestädter bestritt, soll im Spieljahr 2014/15 der Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga realisiert werden. Hinrichsen, der von 2000 bis 2012 zwölf Jahre Trainer des MTSV Hohenwestedt war und in den letzten beiden Jahren Trainerstationen in Bokhorst und beim VfR Neumünster II hatte, hat sein Amt bei den Reheranern am 30. Juni angetreten. Am Sonntag um 15 Uhr steht der TSV im Kreispokal (alle Spiele siehe oben links) beim SV Wellenkamp erstmals unter seiner Leitung wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz. Mit Carsten Hinrichsen führte unser Mitarbeiter Gunther Schöniger das folgende Interview.

Hallo Herr Hinrichsen. Seit ihrem Ausscheiden beim MTSV Hohenwestedt im Juni 2012 und Stationen in Bokhorst und Neumünster sind Sie wieder auf Steinburger Ebene als Trainer aktiv. Wie kam der Kontakt zum TSV Reher zustande ?

Kontakte nach Reher und Puls sind schon immer da gewesen, seitdem ich als Trainer mit dem MTSV Hohenwestedt Punktspiele gegen Reher/Puls bestritten habe. Viele Akteure kenne ich schon als Jugendspieler. Reher hat sich für mich aufgrund der kurzen Entfernung (Anm. d. Red.: Hinrichsen wohnt in Hohenwestedt) schon immer angeboten, um dort Spiele zu beobachten. Anfang Dezember des vergangenen Jahres kam dann die Anfrage vom Verein, ob ich mir vorstellen könnte, dort Trainer zu werden. Für mich war Reher immer eine Adresse, wo ich gerne noch mal Trainer werden wollte. Dabei spielte natürlich auch eine Rolle, dass ich wieder in der Nähe meines Wohnortes bin. Auch unter den Vorzeichen, dass ich die Spieler und das Umfeld kenne, war es für mich keine schwere Entscheidung, hier zuzusagen.

Wie sind Ihre ersten Eindrücke nach dem Auftakt in die Vorbereitungsphase für die neue Saison?

Wir haben am 30. Juni mit dem Training angefangen. Am vergangenen Wochenende waren wir mit zwölf Leuten in Anklam und haben ein Kleinfeldturnier bestritten. Der Rest des Teams hat mit meinem Trainerkollegen Matthias Hansen, der mich aus Neumünster mit nach Reher begleitet hat und mich als Co-Trainer unterstützen wird, zu Hause trainiert. Wir beide sind sehr zufrieden. Die Trainingsbeteiligung ist trotz Urlaubszeit gut. Mein erster Eindruck ist sehr, sehr positiv.

Nach dem nicht möglichen Aufstieg trotz Titelgewinns in der vergangenen Saison war im Spielerkreis und Umfeld allgemein zu vernehmen, dass im bevorstehenden Spieljahr ein neuer Anlauf in Richtung SH-Liga gestartet werden soll. Ihre Einschätzung?

Es ist ja so: Wenn man als Meister durchs Ziel geht und die Mannschaft sich nicht verändert, kann ich mich als Trainer nicht hinstellen und sagen, wir wollen Fünfter oder Sechster werden. Deswegen gehen wir offensiv ran an die Sache und sagen, wir wollen oben mitspielen und wollen natürlich Meister werden. Andererseits weiß man, dass mit Lägerdorf und Schackendorf Konkurrenz da ist. Es muss wieder einen optimalen Saisonverlauf geben.

Als neuer Trainer beim TSV werden Sie sicherlich Veränderungen vornehmen und eigene Vorstellungen einbringen wollen. Können Sie schon sagen, was sich ändern wird?

Großartige Veränderungen wird es nicht geben. Vielleicht die eine oder andere interne Umstellung. Ich werde natürlich viele Spieler auf verschiedenen Positionen testen, aber wie sich das auswirken wird, kann man momentan noch nicht abschätzen. Wichtig ist, dass alle an einen Strang ziehen, dass es nicht nur eine erste Mannschaft gibt. Wir wollen mit allen Mannschaften im Verein, also auch mit der Zweiten und der A-Jugend eine große Fußballfamilie sein.

Die Mannschaft ist nahezu komplett zusammengeblieben. Nur Marco Schön wechselte nach Hohenwestedt. Sie haben ein „bestelltes Feld“ übernommen. Ein großes Plus für die Umsetzung des großen Zieles?

Es ist ja so, dass die Mannschaft schon lange zusammen spielt. Wenn man eingespielt ist, ist das natürlich ein großes Plus. Die Spieler unternehmen auch viele private Sachen zusammen. Wenn man das Private und das Sportliche in Einklang bringt, sich gut versteht, dann überträgt sich das auch auf das Leistungsvermögen in den Spielen. Das vereinfacht ganz klar die Arbeit.

Am Sonntag steht im Kreispokal das erste Pflichtspiel der neuen Saison auf dem Plan. Passt Ihnen der Kreispokal in dieser Phase ins Vorbereitungsprogramm?

Reher hat ja schon in der Vergangenheit sehr erfolgreich im Kreispokal gespielt. Ich habe bei meiner Antrittsrede gesagt, wir wollen versuchen, auch den Pokal zu gewinnen. Deswegen haben wir uns mit der Pokalrunde angefreundet und legen großen Wert darauf. Keineswegs werden wir die Spiele abschenken oder mit der Zweiten hinfahren, sondern mit dem bestmöglichen Spielermaterial antreten.

Es geht zum SV Wellenkamp. Ein guter Aufbaugegner, um unter Wettkampfbedingungen etwas auszuprobieren?

Wir werden die Sache konzentriert angehen und den A-Klässler auf keinen Fall unterschätzen. Wir wollen dort vernünftig auftreten und das Spiel gewinnen. Natürlich ist es für mich auch ein Testspiel.

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