Taufe bei der Seglervereinigung Itzehoe : Eigenes Boot für Bundesliga-Segler

Voll im Einsatz: Die Bundesliga-Crew der Seglervereinigung Itzehoe  mit der  „Voice of Itzehoe“  bei der  Kieler Woche 2014.
Voll im Einsatz: Die Bundesliga-Crew der Seglervereinigung Itzehoe mit der „Voice of Itzehoe“ bei der Kieler Woche 2014.

Mit der „Voice of Itzehoe“ macht sich die SVI-Crew fit für die deutsche Elite-Liga

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09. Juli 2014, 16:29 Uhr

Endlich haben die Bundesliga-Segler der SV Itzehoe nun ihr eigenes Trainingsboot, um auch zwischen den insgesamt sechs Regatten mit der Crew einzelne Manöver zu üben. Feierlich taufte die zwölfjährige Fenna van Ohlen die neueste Errungenschaft der SVI im Beisein von vielen Vereinsmitgliedern und Ehrengästen (u.a. Itzehoes Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen und die Landtags-Abgeordnete Birgit Herdejürgen) auf den Namen „Voice of Itzehoe“.

Zuvor hatte der Vereinsvorsitzende Dr. Henning Ueck die Anwesenden auf dem Vereinsgelände an der Lindenstraße begrüßt und über die Vorgeschichte berichtet. Im vergangenen Jahr wurde die Segel-Bundesliga erstmals ausgetragen – damals noch ohne Itzehoer Beteiligung. Aber man wollte schon gerne dabei sein. „Dann hat unser Skipper Christian Soyka die Mannschaft zusammengestellt “, erinnert sich Ueck. „Wir waren sehr erfolgreich: In der Relegation belegte unser Team den dritten Platz. Das reichte für einen der fünf zu vergebenden Plätze in der ersten Liga. Aber er machte auch deutlich, dass unter den starken Crews sehr hart gesegelt wird. Somit war klar: Wir brauchen ein Trainingsboot.“ Soyka selbst reichte einen Teil der Initialzündung an Itzehoes Bürgermeister weiter. „Dr. Koeppen hat mal irgendwann gesagt, er würde gerne eine weitere Mannschaft aus Itzehoe in der Bundesliga haben. Dieses Signal haben wir natürlich gern aufgenommen.“

Der Auftakt in die Elite-Liga der Segler auf der Einheits-Bootsklasse J 70 war für die Störstädter durchaus erfolgreich. Beim ersten Wettbewerb auf dem Starnberger See erreichte der Aufsteiger unter 18 Klubs den zehnten Rang. Um bei den folgenden Veranstaltungen diesen Stand mindestens zu halten oder sogar noch etwas erfolgreicher zu sein, können die Itzehoer nun auf einem vereinseigenen Boot üben. Weitere Bundesliga-Regatten werden noch vor Travemünde (19.-21. Juli), auf dem Berliner Wannsee (22.-24. August), auf der Kieler Innenförde (5.-7. September), auf dem Bodensee vor Friedrichshafen (26.-28. September) sowie auf der Hamburger Außenalster (31. Oktober bis 2. November) gesegelt.

Die gesamte SVI-Crew besteht aus insgesamt zehn Seglern, eine einzelne Regatta wird mit vier Mann an Bord gesegelt. „Wir können umbesetzen, je nachdem wie der persönliche Regatta-Kalender der einzelnen Crew-Mitglieder aussieht“, erläutert Christian Soyka. „Wichtig ist aber auch die Gewichtsverteilung. Auf einem Binnensee mit weniger Wind brauchen wir eine leichtere Crew, während wir vor Travemünde oder Kiel mehr Gewicht brauchen, um gut im Wasser zu liegen.“

Bei den Regatten selbst müssen sich die teilnehmenden Mannschaften nicht um die Boote kümmern, denn das Material wird vor Ort von der Deutschen Segel-Liga (DSL) gestellt. Nun haben auch Segler auf heimischem Revier die Möglichkeit, diese Bootsklasse auszuprobieren. Soyka: „Ich erhoffe mir von dem neuen Boot auch einen neuen Schub für ältere Jugendliche und jüngere Erwachsene im eigenen Verein, sich an die Bundesliga heranzuwagen.“ Dafür, dass man dann nicht mehr zur Segel-„Upperclass“ in Hamburg oder Berlin wechseln muss, ist Christian Soyka das beste Beispiel: Er selbst ist schon seit 1969 Mitglied der Itzehoer Seglervereinigung.

Ohne Sponsoren wäre die Anschaffung für die Itzehoer Seglervereinigung allerdings nicht realisierbar gewesen. Neben Marianne Pohl-Boskamp nannte Soyka auch B&H, Optiker Fuhlendorf, Segelmacherei Tommy Thomsen Glückstadt, Autohaus Eskildsen und auch Malerei Templin für die Werbegestaltung. Allerdings sei auch das Sponsoring noch ausbaufähig: „Wenn die Segel ausgefahren sind, ergibt sich da noch ganz viel freie Fläche“, schmunzelt der Itzehoer Skipper.

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