Basketball : Eagles – zum Finale alle in Weiß

Immer vorwärts: Flavio Stückemann will mit den Eagles auch die letzte Hürde vor den Playoffs nehmen.
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Immer vorwärts: Flavio Stückemann will mit den Eagles auch die letzte Hürde vor den Playoffs nehmen.

Itzehoer Zweitliga-Korbjäger erwarten am Sonnabend im letzten Saisonspiel den Landesrivalen Wedel. Beide brauchen einen Sieg für die Playoffs.

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04. März 2017, 05:00 Uhr

Es ist Zeit für den Showdown. Im letzten Spiel der regulären Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB geht es für die Itzehoe Eagles um den Einzug in die Playoffs. Der Gegner ist Sonnabend um 19.30 Uhr im Sportzentrum am Lehmwohld ausgerechnet Landesrivale SC Rist Wedel. Auch die Wedeler müssen gewinnen, um sich den Playoff-Platz und damit zunächst einmal den Klassenerhalt zu sichern. „Brisanter geht’s nicht“, sagt deshalb Eagles-Coach Pat Elzie über das Spiel mit Finalcharakter. Und das Bild in der Halle soll dem Anlass entsprechend beeindruckend werden: „Alle in Weiß“ lautet das Motto des Abends für die Oberbekleidung, passend zur Farbe der Eagles-Heimtrikots.

Zehn Siege haben die Itzehoer auf dem Konto und stehen auf Platz sieben. Wedel rangiert direkt dahinter mit neun Saisonerfolgen, auf den Plätzen neun und zehn lauern die Rostock Seawolves und die MTV Herzöge Wolfenbüttel mit ebenfalls neun Siegen. Der achte Platz muss erreicht werden zur Qualifikation für die Playoffs, die Teams ab Rang 9 müssen in die Abstiegsrunde (Playdowns). Alle Partien finden zeitgleich statt, je nach Ergebnissen sind diverse Konstellationen möglich. Elzie beschäftigt sich damit nicht: „All diese Rechenspiele sind nur interessant, wenn wir verlieren. Aber wir verlieren nicht.“

Denn die Eagles haben, auch abgesehen vom Finalcharakter, genügend Gründe, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Im Hinspiel beim Wedel kassierten sie beim 86:88 ihre erste Saisonniederlage, und das völlig unnötig. „Wir waren einfach nicht gut“, sagt der Coach. Jetzt kommt mit Wedel eines der auswärts-schwächsten Teams der Liga mit nur einem Sieg in fremder Halle. Auch das interessiert Elzie nicht: „Die haben die gleiche Situation wie wir, die werden auch beißen und alles geben.“ Offen ist zudem, mit welcher Besetzung die Gäste antreten werden, aber der Itzehoer Trainer richtet den Fokus ohnehin voll auf das eigene Team: „Die können auch Michael Jordan mitbringen – wir müssen das Spiel gewinnen.“

Auch das Rahmenprogramm passt sich dem besonderen Spiel an: Vor der Partie und in der Halbzeit gibt es Live-Musik vom Itzehoer Hip-Hop-Duo „Blizz & Chin“ – und die Musiker haben eine spezielle Überraschung für die Eagles-Fans im Gepäck. Der Vorverkauf für die Begegnung lief sehr gut, rechtzeitiges Kommen wird empfohlen. Die Abendkasse öffnet um 18 Uhr.

Und auch am Sonntag gibt es Basketball satt am Lehmwohld, dafür sorgt das Nachwuchsprogramm „Assist“ der Itzehoe Eagles: Von 14 bis 18 Uhr ermitteln rund 100 Kinder von zehn Grundschulen aus Stadt und Kreis den Sieger der Grundschulliga. Der Eintritt ist frei, eine Cafeteria hat geöffnet.

Hochspannung Wer kommt in die PlayOffs?


Von den acht Plätzen für die Aufstiegsrunde (Playoffs) sind sechs bereits fest vergeben. Für die restlichen zwei gibt es mit den Itzehoe Eagles, Rist Wedel, Rostock Seawolves und Herzöge Wolfenbüttel vor dem letzten Spieltag vier weitere Bewerber. Dieses Quartett ist nur durch zwei Zähler getrennt. Insgesamt gibt es je nach Ausgang der Spiele acht Szenarien, wer es in die Playoffs schafft oder in der Abstiegsrunde (Playdowns) weiter spielen muss. In sieben schaffen es die Eagles in die Playoffs, der schlimmste Fall sieht so aus: Die Itzehoer verlieren gegen Wedel, Rostock gewinnt in Recklinghausen und Wolfenbüttel verliert in Bernau. Dann wären Wedel, Itzehoe und Rostock punktgleich – die Eagles hätten dann im direkten Vergleich der drei Teams das Nachsehen. Was da hilft: ein Sieg gegen Wedel.

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