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2. Basketball-Bundesliga ProB Playdowns : Eagles rutschen auf Abstiegsplatz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bittere Itzehoer 63:70-Niederlage in Stahnsdorf – Hertener Löwen ziehen nach Sieg in Recklinghausen vorbei.

von
erstellt am 07.Apr.2015 | 05:00 Uhr

Schlechter hätte das Osterwochenende für die Sport-Club Itzehoe Eagles nicht laufen können. Ihr eigenes Spiel in den Playdowns der 2. Basketball-Bundesliga ProB verloren sie bei RSV Eintracht Stahnsdorf mit 63:70 (14:21, 17:19, 17:13, 15:17). Fast noch schwerer wog allerdings der Auswärtssieg der Hertener Löwen bei Citybasket Recklinghausen. Dieser verhindert, dass die Eagles am kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen die Löwen den Klassenerhalt perfekt machen können. Statt dessen sind sie auf einen Abstiegsplatz gerutscht und gehörig in Zugzwang.

Energie. Intensität. Aggressivität. Immer einen Tick schneller. So hatten die Eagles ihr Heimspiel gegen Stahnsdorf gewonnen. Dasselbe war in der Auswärtspartie gefragt, doch es gelang nicht. Interimscoach Yannick Evans fühlte sich an die Niederlage in Herten erinnert: „Wir haben es wieder nicht geschafft, ins Spiel reinzufinden, was die Intensität angeht.“ Sein Kollege Levi Levine sah es genauso: Stahnsdorf sei stärker und bereiter gewesen, die Eagles hätten ihr Konzept nicht umsetzen können.

Das war vom Start weg zu sehen. Die Gastgeber gingen sofort mit 7:0 in Führung, ohne dass die Eagles-Verteidigung viel Gegenwehr leistete. „Wir waren da, aber es haben die letzten zehn, 15 Prozent gefehlt“, so Evans. Die Einstellung habe gestimmt, „aber wir haben es nicht geschafft, den letzten Schritt zu gehen“. Am meisten fiel das beim Rebound auf, schon zuletzt ein Problem der Eagles. Zwölf Abpraller mehr sammelten die Gastgeber ein, gefühlt waren es deutlich mehr. Immer wieder kamen sie im zweiten oder dritten Versuch zum Erfolg. Dabei half ihnen, dass mit Renaldo Dixon und Clayfell Harris beide Innenspieler der Itzehoer schnell in Foulprobleme gerieten und bald nach Beginn der zweiten Halbzeit schon vier Fouls hatten.

Dennoch konnte sich die Eintracht nie wirklich absetzen. Immer wieder funktionierte die Eagles-Verteidigung, auch mit dem Teamspiel in der Offensive war Evans durchaus zufrieden, dafür sprächen fast 20 Assists. Längst nicht alles klappte, aber mehrfach verkürzten die Gäste auf zwei bis drei Punkte. Doch stets fehlte der letzte Schritt. Mal ging der freie Dreier daneben, zu oft versuchten es die Eagles mit dem Kopf durch die Wand, die Freiwurfquote war mit 42 Prozent unterirdisch. Und wenn schon das Meiste schief läuft: In der entscheidenden Phase im letzten Viertel beim 57:55 für Stahnsdorf verlor Jonathon Williams im Zweikampf unter dem Korb die Kontaktlinse und kehrte erst nach einigen Minuten mit rotem Auge zurück. Doch Stahnsdorf setzte sich in den Schlussminuten ab auf 66:57 und kam nicht mehr in Gefahr.

Levi Levine hakte die Niederlage schnell ab: Jetzt müsse im Training hart gearbeitet werden für die Partie gegen Herten. „Für uns zählt nur das nächste Spiel“, sagte auch Yannick Evans. Verschiedene Rechenspiele sind möglich, im ungünstigsten Fall brauchen die Eagles zwei Siege aus den beiden ausstehenden Spielen. Aber das Entscheidende ist für ihn vor dem letzten Heimauftritt der Saison: „Wir haben es trotzdem in der eigenen Hand.“

Eagles: Adrian Breitlauch (12, 1 Dreier), Jonathon Williams (9, 8 Rebounds), Renaldo Dixon (9), Johannes Konradt (7, 1 Dreier), Kosta Karamatskos (7, 7 Assists), Nick Tienarend (6), Patrick Wischnewski (6, 2 Dreier), Jeff Wherry (5, 1 Dreier), Clayfell Harris (2).


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