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Basketball : Eagles rupfen Hertens Löwen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Itzehoer Korbjäger gewinnen in der 2. Bundesliga ProB ihr letztes Saisonheimspiel klar mit 89:67.

von
erstellt am 29.Feb.2016 | 05:35 Uhr

„Langweilig!“ Der Zuschauer der Itzehoe Eagles scherzte nach dem Spiel nur. Was er sagen wollte: Dieses Mal gab es in der 2. Basketball-Bundesliga ProB nicht das fast schon gewohnte Drama, sondern einfach nur einen sicheren Heimsieg: Gegen die Hertener Löwen gewannen die Eagles mit 89:67 (21:17, 26:19, 21:15, 21:16).

Langweilig war die Partie allerdings nicht, sondern sehr temporeich, wenn auch mit reichlich Höhen und Tiefen. „Super zufrieden“ war Eagles-Coach Pat Elzie mit seinem Team, mit einer kleinen Einschränkung: Die erste Hälfte sei nicht ganz so gut gewesen. Denn da machten sich die Itzehoer selbst das Leben schwer, vor allem mit vielen Ballverlusten. Sieben Mal passierte das allein im ersten Viertel, und dabei verloren die Gastgeber den Ball nicht aufgrund besonderen Drucks der Hertener Verteidigung, sie schmissen ihn einfach weg. So musste Elzie seine Mannen in der ersten Viertelpause mit erhöhter Lautstärke ermahnen, die unerzwungenen Fehler zu vermeiden und schneller zu spielen. Zuvor hatte Alexander Witte mit einem Dreier in der Schlusssekunde zum 21:17 wenigstens die Stimmung des Publikums wieder angehoben.

Als sich das Bild im zweiten Abschnitt erst einmal nicht änderte, nahm Elzie schnell die Auszeit und wurde wieder laut: „Please wake up!!“ Seine Spieler parierten und wachten auf, beim 27:17 nach 13 Minuten durch Courtney Belgers Freiwürfe betrug der Vorsprung erstmals zehn Punkte – darunter sollte er nicht mehr fallen. Kurz darauf traf Adrian Breitlauch zwei Dreier, es stand 36:19. Und die Hertener machten es den Eagles teilweise leicht, zum Beispiel Stephan Shepherd: Der vergab zwar zwei Freiwürfe, durfte nach dem zweiten aber unbehelligt den Rebound holen und den Ball durch den Ring hämmern. Danach folgten einige Unaufmerksamkeiten der Eagles in der Defensive und wieder Ballverluste, sodass Herten bis zur Halbzeit auf 36:47 verkürzte.

Ein seriöser Start in die zweite Hälfte war gefragt, und die Eagles lieferten ihn. Gleich mehrfach blockten sie in der Verteidigung Würfe der Gegner ab und punkteten vorne zuverlässig, in der 24. Minute war die Führung auf 58:38 angewachsen. Von Anfang hätten die Itzehoer gezeigt, dass sie das Spiel gewinnen wollten, sagte der Hertener Coach Cedric Hüsken. Sein Team steckt mitten im Abstiegskampf, dennoch hatte er fehlenden Willen erkannt und nannte als einen Beleg die Statistik, wonach die Gastgeber 26 Punkte erst im zweiten Versuch nach Offensivrebound erzielt hatten: „Das ist bitter.“ Es klappte längst nicht alles bei den Gastgebern, aber Herten hatte nicht die Mittel, daraus etwas zu machen, zumal der Gast durch die Eagles-Verteidigung ständig unter Druck gesetzt wurde.

So steuerten die Itzehoer einem sicheren Sieg entgegen, gefeiert von dem Publikum in der Lehmwohldhalle, die dieses Mal nicht voll, sondern randvoll war. Der erste Sieg überhaupt gegen die Hertener Löwen, eine insgesamt gute Leistung und die Gelegenheit, auch den Nachwuchsakteuren Jonas Böhm und Arved Schmidt Spielzeit zu geben – Coach Elzie war glücklich über den Abend: „Ich freue mich jetzt auf die Playoffs.“ Diese beginnen in drei Wochen, doch zunächst steht das letzte Spiel der regulären Saison an: Kommenden Sonnabend reisen die Eagles zu den VfL AstroStars Bochum.

Eagles: Adrian Breitlauch (16, 2 Dreier), Stephan Shepherd (15, 8 Rebounds), Courtney Belger (14, 7 Assists, 3 Ballgewinne), Flavio Stückemann (11, 3 Dreier, 7 Assists, 4 Ballgewinne), Lester Ferguson (10, 2 Dreier, 4 geblockte Würfe), Alexander Witte (7, 1 Dreier), Turrell Morris (6, 6 Rebounds), Lars Kröger (6, 6 Rebounds), Johannes Konradt (2), Jonas Böhm (2), Arved Schmidt.

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