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Basketball : Eagles mit schlechter Wurfquote

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Korbjäger verlieren in der 2. Bundesliga ProB auch in eigener Halle gegen die Rostock Seawolves.

Die Itzehoe Eagles müssen wieder eine Enttäuschung verkraften. In der 2. Basketball-Bundesliga ProB wollten sie die Niederlagenserie gegen die Rostock Seawolves beenden. Doch die Punkte gingen an die Ostsee: Das Team aus Mecklenburg-Vorpommern siegte verdient am Lehmwohld mit 68:57 (17:17, 21:12, 19:18, 11:10).

Das niedrige Ergebnis sagt viel aus. Sein Team habe nicht schlecht verteidigt, erklärte Eagles-Coach Pat Elzie nach dem Spiel und untertrieb damit noch. Das offensivstarke Rostocker Team, das vor zwei Wochen noch 92 Punkte gegen die Itzehoer erzielt hatte, wurde bei 68 Punkten und einer Trefferquote von 39 Prozent gehalten. Das nutzte aber nichts, weil den Gastgebern ihr Problem der vergangenen Wochen erhalten blieb: Sie trafen einfach schlecht. Wie den Rostockern auch gelangen ihnen gerade einmal 21 Körbe aus dem Feld, dafür brauchten sie aber zehn Versuche mehr – 33 Prozent Wurfquote, das war zu wenig.

„Nicht immer schön“ nannte Gäste-Coach Sebastian Wild die Partie, beschrieb sie aber ebenso treffend als „intensives Derby“, das durchgehend von enormer Lautstärke der Eagles-Fans und der großen Rostocker Fangruppe begleitet wurde. Von Beginn an waren beide Teams mit vollem Einsatz und viel Leidenschaft bei der Sache, zunächst hatten die Eagles Vorteile. Charles Bronson dunkte den Ball nach schönem Pass von Johannes Konradt in den Korb, Adrian Breitlauch und Alexander Witte trafen die ersten beiden Dreier: 10:5 nach vier Minuten. Dann begannen die Gastgeber, die ersten Chancen zu vergeben, präsentierten sich aber in der Verteidigung sehr engagiert. So hielten sie auch Matthew Hunter, den Topscorer der Rostocker, aus dem Spiel, der in der ersten Halbzeit nur auf vier und insgesamt auf neun Punkte kam.

17:17 stand es nach dem ersten Viertel, danach fiel den Eagles das Punkten immer schwerer. Den Rostockern ging es kaum anders, doch mit einigen Freiwürfen setzten sich die Gäste leicht ab. Als sie dann auch noch aus dem Feld trafen, während den Itzehoern das Wurfpech auch bei einfachen Chancen treu blieb, wuchs der Vorsprung bis auf elf Punkte. Seawolves-Coach Wild fand eine freundliche Formulierung: Sein Team habe das Glück gehabt, dass die Eagles offensiv viel liegen gelassen hätten. Immerhin: Ein gut herausgespielter Dreier von Breitlauch sorgte dafür, dass der Abstand zur Pause beim 29:38 gerade noch einstellig war.

Nach dem Wechsel ging es gut los: Dreier von Alexander Witte, gute Verteidigung, die Eagles rückten näher. Zu einem wirklichen Lauf reichte es aber nicht, und jede Nachlässigkeit bestraften die Rostocker. Nach einem Dreier von Patrick Wischnewski waren die Eagles auf vier Punkte heran, doch in den letzten Sekunden des Viertels fiel fast schon die Entscheidung: Die Gastgeber hatten, nicht zum ersten Mal, beim Rebound das Nachsehen, Rostock punktete mit Foul und anschließendem erfolgreichen Freiwurf. Und eine Sekunde vor der Sirene ließen die Itzehoer Matthew Hunter sträflich frei, sein Dreier brachte das 57:47. Im Schlussviertel kämpften sich die Eagles noch einmal heran bis auf 55:60. Doch als es zwei oder drei weitere gute Aktionen gebraucht hätte, schlugen die Gäste zu: Nach zwei Dreiern stand es wieder 55:66. Bei den zusehends verzweifelten Versuchen, den Rückstand aufzuholen, gelang den Itzehoern gar nichts mehr. „Die bessere Mannschaft hat gewonnen“, sagte Pat Elzie. „Aber wir lassen unsere Köpfe nicht hängen.“ Die Play-Offs seien weiter erreichbar, viele Spiele stünden noch aus. Zum Beispiel die letzte Partie des Jahres am kommenden Sonnabend: Dann geht es zu den Artland Dragons.

Eagles: Adrian Breitlauch (14, 2 Dreier), Charles Bronson (10, 7 Rebounds), Courtney Belger (8), Alexander Witte (8, 2 Dreier), Flavio Stückemann (4), Patrick Wischnewski (4, 1 Dreier), Lars Kröger (4), Curtis Allen (3), Johannes Konradt (2), Arved Schmidt, Jonas Böhm.

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erstellt am 13.Dez.2015 | 14:28 Uhr

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