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Basketball : Eagles landen Befreiungsschlag

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In der 2. Bundesliga ProB finden die SCI-Korbjäger nach dem 63:85 in Wedel beim knappen Erfolg in Bochum die richtige Antwort.

Das Wochenende begann furchtbar, aber es endete sehr erfreulich für die Sport-Club Itzehoe Eagles: Nach einer klaren 63:85-Niederlage beim SC Rist Wedel am Freitag landeten sie am Sonntag mit einem 73:71 in letzter Sekunde bei den VfL AstroStars Bochum den ersten Auswärtssieg in der 2. Basketball-Bundesliga ProB.

Beim Landesderby in Wedel kamen die Itzehoer noch gut aus den Startlöchern. „Im ersten Viertel haben wir es geschafft, den Wedelern unser Spiel aufzudrücken“, sagte Eagles-Coach Paul Larysz. Zumindest einen großen Teil des ersten Viertels. Doch nach einigen Fehlern war die Verunsicherung wieder da – „das ist momentan das Stichwort“. Die beiden knappen und selbst verschuldeten Niederlagen zuvor steckten in den Köpfen, das führe zu den unerklärlichen Fehlern, wenn das Team doch eigentlich in Front liege. Mit schlechten Entscheidungen in der Offensive werde es dem Gegner leicht gemacht, und dann passe es auch in der Verteidigung nicht mehr. In Wedel landeten die Gäste im Loch und kamen auch nach dem 33:44 nicht mehr heraus. Der Gegner hatte Spaß am Spiel und fuhr den deutlichen Sieg ein.

Ärgerlich, aber kein Beinbruch, befand Larysz. Es gehe derzeit weniger um Basketball als um das mentale Problem. Das musste gerade gebogen werden, und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gelang in Bochum. Der Sieg war, so hofft der Trainer, „so etwas wie ein Befreiungsschlag“. Dabei lief es erst wie so oft: Die Eagles dominierten und führten, im zweiten Viertel verloren sie den Faden und lagen nach einem 30:20-Vorsprung zur Pause mit 32:36 hinten. In der Offensive wurden die Entscheidungen zu langsam getroffen – und wenn man zu lange nachdenke, komme oft das Falsche dabei heraus, sagte der Trainer. Wieder litt darunter auch die Defensive.

Dennoch, diese agierte stabiler, bei den Rebounds waren die Eagles überlegener, als es am Ende die Statistik auswies. Clayfell Harris agierte unter dem eigenen Korb zuverlässiger, Nick Tienarend zeigte weiterhin starke Form, und Jonathon Williams präsentierte sich wieder als verlässlichster Faktor im Eagles-Spiel. Seine Punkte erzielte er mit starken Quoten aus dem Feld, obwohl er sich die Würfe meist selbst erarbeiten musste. Wenn das Team noch mehr zusammenwachse und es dem Amerikaner leichter mache, werde er noch effektiver, meinte Larysz. In Bochum wurde die Last bereits auf mehr Schultern verteilt, „das muss der Weg sein“.

Patrick Wischnewski und Kosta Karamatskos waren zwei von denen, die die Entlastung brachten, und sie waren es auch, die für die Entscheidung sorgten. Zuvor aber gab es noch einmal Typisches zu sehen: Dank ihrer Verteidigung hatten sich die Eagles wieder auf acht Punkte abgesetzt, dann kamen die Fehler, die AstroStars glichen aus. Doch dieses Mal hatten die Itzehoer das Glück, das ihnen zuvor in den knappen Spielen gefehlt hatte: Die Bochumer vergaben beim Stand von 71:71 zwei Freiwürfe. Im letzten Angriff zog Karamatskos Richtung Korb, legte den Ball dann nach außen zu Wischnewski, der zuvor wichtige Dreier getroffen hatte. Der Eagles-Flügel ließ seinen Gegner aussteigen und stieg nach einem Dribbling hoch. Der schwierige Wurf zum Sieg saß.

Dieser erste Erfolg in einem knappen Spiel sollte Auftrieb geben und Ruhe bringen, meinte Larysz. „Dann können wir wirklich unsere Stärken ausspielen.“ Am kommenden Wochenende haben die Itzehoer Pause, danach geht es nach Stahnsdorf.

Eagles-Statistik in Wedel: Jonathon Williams (24, 9 Rebounds), Nick Tienarend (10, 2 Dreier), Patrick Wischnewski (6, 2 Dreier), Johannes Konradt (5, 1 Dreier), Kosta Karamatskos (5), Yannick Evans (4), Paolo Mancasola (4), Lars Kröger (3), Levi Levine (2), Clayfell Harris. Robert Daugs.

Eagles-Statistik in Bochum: Jonathon Williams (18, 1 Dreier), Patrick Wischnewski (13, 3 Dreier), Kosta Karamatskos (11), Nick Tienarend (8), Yannick Evans (7), Paolo Mancasola (7), Robert Daugs (5), Clayfell Harris (3), Lars Kröger (1), Johannes Konradt, Levi Levine.

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erstellt am 21.Okt.2014 | 05:13 Uhr

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