Basketball : Eagles kassieren zweite Heimschlappe

Trotz der Punkte von Yannick Evans (re.) unterlagen die Sportclub Itzehoe Eagles gegen das Schlusslicht Herten.
Trotz der Punkte von Yannick Evans (re.) unterlagen die Sportclub Itzehoe Eagles gegen das Schlusslicht Herten.

Die Itzehoer Korbjäger verlieren in der 2. Bundesliga ProB mit 70:82 gegen die Hertener Löwen. Dabei trafen sie nur 13 Freiwürfe bei 30 Versuchen.

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08. Dezember 2014, 04:37 Uhr

Eine volle Halle am Lehmwohld, gute Stimmung und der feste Wille, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren: Es sollte ein schöner Basketballabend werden für die Sport-Club Itzehoe Eagles. Doch es kam anders. Mit dem 70:82 gegen die Hertener Löwen gab es die zweite Heimniederlage in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Viertelergebnisse: 14:15, 21:26, 19:18, 16:23.

Schon die erste Minute bot viel Unterhaltung. Vom Sprungball tippte Clayfell Harris den Ball zu Jonathon Williams, der nach drei Sekunden erstmals für die Eagles traf. Noch sehenswerter aber die ersten Punkte des Gegners: Connell Crossland fing ein Zuspiel in der Luft und donnerte es per Alley-oop in den Eagles-Korb. Schon da zeigte sich ein Problem, dass die Gastgeber während des gesamten Spiels begleiten sollte: In der Defensive ließen sie ihre Gegner immer wieder ziehen und schafften es vor allem zu selten, die Hertener Schnellangriffe zu stoppen. Zu unkonzentriert und zu sorglos sei das Team gewesen, stellte Eagles-Coach Paul Larysz fest. In beide Richtungen habe das Umschalten nicht geklappt, auch in der eigenen Offensive vermisste er oft das Tempo.

Herten war als Letzter gekommen, doch von der Qualität her gehöre die Mannschaft dort überhaupt nicht hin, sagte Larysz. Wie viele gute Spieler der Gegner im Eins gegen Eins aufzubieten hatte, bekamen die Eagles zu spüren, hinzu kamen das Selbstvertrauen nach vier Siegen in fünf Spielen und das Gefühl, nichts zu verlieren zu haben. „Letztendlich wird das Meiste ab einem gewissen Level mental entschieden“, sagte Larysz. In Sachen Leidenschaft und Energie waren die Gäste den Gastgebern voraus.

Nicht, dass es die Eagles nicht versucht hätten. Immer wieder gab es Situationen, in denen sie in Führung gingen – aber diese hielt stets nur Sekunden. Die Itzehoer machten viele Fehler, am Ende waren es 18 Ballverluste, viele davon ohne großen Druck. Die Rotation funktionierte nicht, weil zu viele Spieler nicht an ihr gewohntes Niveau herankamen, während auf der anderen Seite bei Herten gleich sechs Akteure zweistellig punkteten. Und das inzwischen gewohnte Problem der Eagles war auch wieder da: „Wir haben uns selbst um die Möglichkeit des Sieges gebracht durch die katastrophale Freiwurfquote“, so der Trainer. 13 Treffer bei 30 Versuchen, so sah das Nikolausgeschenk der Eagles für die Löwen aus. „Wir haben darüber entschieden, wer gewinnt“, sagte Larysz. Selbst eine Minute vor Schluss waren die Gastgeber noch in Schlagdistanz und hätten mit Freiwürfen herankommen können. Sie gingen daneben, weitere Fehler folgten, so dass die Niederlage sogar noch zweistellig wurde.

Bei solchen Problemen brauche es überragende Leistungen in allen anderen Bereichen, so Larysz. Als Aufsteiger könne man es sich nicht leisten, schlampig zu sein – so habe Herten die Punkte verdient mitgenommen. Trotzdem stehen die Eagles auf Platz vier weiter sehr gut da. Nun gelte es, sich auf die eigenen Stärken zurückzubesinnen für die beiden letzten Partien vor der Weihnachtspause. Kommenden Sonnabend geht es nach Oldenburg, wieder können Fans im Bus mitfahren. Kontakt: Stefan Flocken, 04821/94413.

Eagles: Jonathon Williams (26, 3 Dreier, 9 Rebounds, 3 Ballgewinne), Yannick Evans (17, 9 Rebounds), Patrick Wischnewski (9, 3 Dreier), Kosta Karamatskos (7, 8 Rebounds), Lars Kröger (5), Nick Tienarend (3, 1 Dreier), Clayfell Harris (2), Jeff Wherry (1), Johannes Konradt, Robert Daugs.

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