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Basketball : Eagles-Kapitän will in die Play-Offs

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kosta Karamatskos fiebert dem Zweitliga-Saisonauftakt der Itzehoer in Wolfenbüttel entgegen.

Morgen starten die Eagles in ihre zweite Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Die Itzehoer sind um 18 Uhr zu Gast bei den Herzögen Wolfenbüttel. Die neue Mannschaft hat in der Vorbereitung sehr unterschiedliche Leistungen gezeigt, allerdings mit einem Highlight zum Abschluss gegen Oldenburg, das Hoffnungen weckt. Über Stimmung im Team, den neuen Trainer, den derzeitigen Leistungsstand, Saisonziele und den morgigen Gegner sprach unser Sportredakteur Reiner Stöter mit dem neuen Kapitän Kosta Karamatskos, der seine zweite Saison bei den Eagles spielt.

Es hat sich einiges verändert bei den Eagles. Wie ist denn die Stimmung im Team kurz vor dem Saisonstart?

Wir haben momentan eine Top-Stimmung. Alle sind bis aufs höchste motiviert. Wir haben vor allem in der Defense hart trainiert und sind nun total heiß, dass es endlich losgeht.

Mit Pat Elzie haben Sie einen neuen Trainer bekommen. Wenn man seine bisherige Arbeit mit der seines Vorgängers Paul Larysz vergleicht, gibt es da Unterschiede?

Man merkt, dass er schon lange Profi ist. Pat arbeitet sehr professionell und ist auch organisatorisch top. Wir kennen uns schon lange. Ich habe als 19-Jähriger bei den Kirchheim Knights unter ihm gespielt. Schon damals habe ich seine positive Ausstrahlung bewundert. Er führt viele Gespräche mit den Spielern und hat dabei ein gutes Gefühl für jeden einzelnen. Auch Paul war ein Super-Trainer, Pat bringt aber noch mehr Erfahrung mit, was sich schon an seinem Repertoire an Spielsystemen zeigt.

Haben Sie als neuer Kapitän besondere Aufgaben?

Ich kenne die Verhältnisse hier mittlerweile sehr gut, gebe den Neuen viele Tipps und helfe ihnen sich innerhalb der Mannschaft zu orientieren. Durch meine lockere Art habe ich einen guten Draht zu allen und versuche sie im Spiel durch meine kämpferische Einstellung mitzureißen.

Die Vorbereitung war ziemlich durchwachsen. Besonders in der Defense gab es Schwächen. Im letzten Test gegen Oldenburg war eine Steigerung jedoch unverkennbar. Wo steht das Team kurz vor dem Auftaktspiel?

Wir haben viele Neue, das Team muss also erst einmal zusammenwachsen. Dazu gehört auch die körperliche Fitness, denn alle müssen auf einem Level sein. In der Defense haben wir sehr hart gearbeitet. Die erste Fünf hat das gegen Oldenburg schon sehr gut umgesetzt. Wir müssen aber noch konstanter werden und weiter an der Defensivarbeit feilen, dann läuft es auch vorn schon von ganz allein. Wir sind jetzt zwei Monate zusammen und jeder weiß mittlerweile, wie die anderen ticken. Am oberen Level sind wir aber noch längst nicht angekommen. Wir wollen uns in den nächsten Wochen weiter verbessern. Es ist noch Luft nach oben.

In der vergangenen Saison hat sich die Mannschaft gerade so vor dem Abstieg gerettet. Was trauen Sie den Eagles in diesem Spieljahr zu?

Ich traue uns einiges zu. Mein persönliches Ziel ist das Erreichen der Play-Offs, das heißt unter die ersten Acht zu kommen. Dann werden die Karten wieder neu gemischt und alles ist möglich. Das ist etwas ganz Besonderes, und dieses Play Off-Feeling wollen wir in die Stadt bringen.

Am Sonntag steht nun die erste Aufgabe in Wolfenbüttel an. Wie schätzen sie den Gegner ein und mit welchem Ergebnis rechnen Sie?

Ich rechne auf jeden Fall mit einem Sieg. Das wird jedoch ein hartes Stück Arbeit. Wolfenbüttel hat einen starken Kader mit einigen erfahrenen Spielern. Pat Elzie kennt die Atmosphäre dort und hat uns schon gewarnt, wie schwer es Gästeteams dort haben. Das darf uns aber nicht beeindrucken. Wir wollen gewinnen.

Sie sind jetzt ein Jahr in Itzehoe. Wie gefällt es Ihnen im Norden?

Es ist angenehm, hier zu leben, zu arbeiten und zu spielen. Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden und habe mich sehr wohl gefühlt. Jetzt ist alles sogar noch besser, weil meine Frau mittlerweile auch hier ist und wir eine gemeinsame Wohnung haben. Uns beiden gefällt die Stadt und das Umfeld, sonst hätte ich nicht ein weiteres Jahr bei den Eagles unterschrieben. 

Profil: Kosta Karamatskos

Der Sohn griechischer Eltern heißt eigentlich Konstantin mit Vornamen, wird aber nur Kosta genannt. In Stuttgart geboren, erhielt der 1,98  m große „Shooting Guard“ seinen ersten Profivertrag noch als Jugendlicher im benachbarten Ludwigsburg. Danach spielte er beim USC Freiburg und bei den Kirchheim Knights. Von 2007 bis 2011 gehörte er dem Bundesligateam der TBB Trier an. Sein letzter Verein vor dem Wechsel nach Itzehoe waren die Crailsheim Merlins in der 2. Liga ProA. Seit einem Jahr spielt der 29-Jährige jetzt bei den Eagles. Karamatskos besticht durch seine dynamisch-kämpferische Spielweise. Der Modellathlet setzt seinen kräftigen Körper mit unnachahmlichen Zug zum Korb ein, um Bälle abzulegen oder Schützen ins Spiel zu bringen. Er ist aber auch jederzeit in der Lage, selbst abzuschließen. Wegen seiner Erfahrung und positiven Ausstrahlung hat Trainer Pat Elzie den Deutsch-Griechen zum Teamkapitän ernannt. Kosta Karamatskos hat vor kurzem geheiratet. Sein Heiratsantrag am Valentinstag 2014 vor dem Derby der Crailsheim Merlins gegen Ehingen hatte für Aufsehen in der Basketballszene gesorgt. Beruflich absolviert Karamatskos eine Ausbildung zum Sport- und Fitness-Kaufmann bei „clever fit“.

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erstellt am 26.Sep.2015 | 04:39 Uhr

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