Basketball : Eagles-Kapitän beendet Karriere

von
11. Juni 2018, 05:40 Uhr

In der vergangenen Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProB war er der Kapitän der Itzehoe Eagles. In der neuen Spielzeit wird er nicht mehr dabei sein: Nick Tienarend beendet seine Karriere als Profi-Basketballer.

„Eine unglaublich schwere Entscheidung“, sagt der 24-jährige Aufbauspieler, der sechs Jahre für die Eagles am Ball war. Seit dem Saisonende habe er sich viele Gedanken gemacht. Das Ergebnis: Er wolle sich auf seine berufliche Zukunft konzentrieren. Nach einem Bachelor-Studium der Politikwissenschaft und Soziologie in Kiel absolviert Tienarend jetzt ein Duales Studium an der Nordadamie Elmshorn und im Klinikum Itzehoe. Die Möglichkeiten, die ihm dort geboten würden, könne er aber nicht mehr optimal nutzen, wenn er weiter den Aufwand als Profi-Basketballer betreibe. Zudem wünsche er sich mehr Zeit für die Familie, Freundin und Freunde – Zeit, die er in neun Jahren im Leistungssport zu wenig gehabt habe, so Tienarend. Als Basketballer habe er stets 100 Prozent gegeben, doch dies sei ihm künftig wegen der anderen Schwerpunkte nicht mehr möglich: „Das wäre gegenüber meinen Mitspielern und den Verantwortlichen unfair.“

Coach Pat Elzie und Teammanager Stefan Flocken wurden von der Entscheidung des 24-Jährigen überrascht, akzeptieren sie aber voll und ganz. „Wir kennen Nick als ebenso reflektierten wie ambitionierten Menschen“, sagt Flocken. „Wir wissen auch, dass ihm dieser Entschluss sehr schwer gefallen ist, umso größer ist unsere Hochachtung.“ In seinen sechs Jahren in Itzehoe sei Tienarend eines der Gesichter der Eagles geworden und habe stets vollen Einsatz für den Verein gezeigt – besonders beeindruckend in der Phase, als er sich nach seinem Kreuzbandriss wieder zurückgekämpft habe.

„Die Itzehoe Eagles haben Nick viel zu verdanken, und wir werden ihn sicher noch gebührend verabschieden“, sagt Flocken. Aber zum Glück bleibe Tienarend ja Itzehoe und den Eagles verbunden. Das kann der 24-Jährige nur unterstreichen: „Ich werde Teil der Eagles-Familie bleiben, besonders die Zeit mit meinen Mitspielern und die Spiele in der Lehmwohlhalle vermissen und öfter vorbeischauen. Es war eine unglaubliche Zeit!“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen