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Basketball : Eagles holen sich Selbstvertrauen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Zweitliga-Team gewinnt Test beim Regionalligisten Ibbenbüren und testet dabei auch gleich schon ma den neuen Amerikaner Curtis Allen.

Das teils neu formierte Team der Itzehoe Eagles hat seinen ersten Sieg eingefahren. Im Testspiel beim TV Ibbenbüren aus der 1. Regionalliga stand es am Ende 109:105 (27:32, 27:27, 26:24, 29:22).

Für Courtney Belger, den neuen Aufbauspieler der Eagles, war es die Rückkehr in die Halle, in der er sehr erfolgreich für Ibbenbüren gespielt hat. Mit 16 Punkten, acht Rebounds und acht Assists zeigte er eine gute Leistung, doch zunächst hatte der Regionalligist die Oberhand. Die Eagles kamen, bedingt durch viele Staus, erst eine Viertelstunde vor Spielbeginn in die Halle und sahen sich einem Gegner gegenüber, der mächtig Tempo machte. Bis zur Halbzeit traf Ibbenbüren zwölf Dreier bei einer Quote von fast 60 Prozent und profitierte dabei auch von der wackeligen Defensive der Eagles. „Ich war nicht zufrieden mit der Verteidigung“, sagte Coach Pat Elzie. Die Härte und die Abstimmung hätten gefehlt, andererseits habe sich das Team erst seit einer Woche im Training befunden.

Bereits zuvor hatte es das erste Testspiel gegeben: Gegen den klassenhöheren ProA-Ligisten Hamburg Towers, neuer Arbeitgeber von Eagles-Leistungsträger Jonathon Williams, gab es in einer Partie ohne Publikum eine Niederlage mit 32 Punkten. Die Defensive blieb in Ibbenbüren ein Problem, sie leide noch ein wenig unter dem hohen Aufwand in der Offensive, so Elzie. Zudem fehlten mit Yannick Evans (private Gründe) und Kosta Karamatskos (Rückenbeschwerden) zwei wichtige Säulen.

Was Elzie gefiel: Die Spieler wüssten, wie er sich das Spiel der Eagles vorstelle, „wir werden offensiv hoffentlich einen attraktiven Stil anbieten“. Sehr gut umgesetzt habe das insbesondere Adrian Breitlauch (28 Punkte, 4/7 Dreier), auch Neuzugang Alexander Witte glänzte mit 20 Punkten (4/8 Dreier). Lester Ferguson räumte mit 15 Punkten und elf Rebounds unter den Körben auf, und auch Curtis Allen, der quasi aus dem Flieger auf das Spielfeld kam (siehe unten), präsentierte schon gute Ansätze: „Er hat gezeigt, was für eine Waffe er sein kann“, sagte sein Trainer. Noch etwas war Elzie positiv aufgefallen: „Sehr gute Stimmung im Team.“

Dieses trainiert derzeit zweimal täglich. Das nächste Testspiel steht am kommenden Sonnabend an: Wieder heißt der Gegner Ibbenbüren, dieses Mal aber im heimischen Sportzentrum am Lehmwohld um 16 Uhr. Die offizielle Saisoneröffnung der Eagles ist am Sonnabend, 19. September, eine Woche vor dem Punktspielstart. Es kommt der ProB-Meister: Um 19 Uhr geht es gegen die Baskets-Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB.

Eagles: Adrian Breitlauch (28), Alexander Witte (20), Courtney Belger (16), Lester Ferguson (15), Patrick Wischnewski (11), Curtis Allen (9), Johannes Konradt (4), Levi Levine (4), Lars Kröger (2), Jonas Böhm, Arved Schmidt.

Noch vor der Partie in Ibbenbüren gab es bei den Itzehoe Eagles quasi einen fliegender Wechsel: Kurz nach dem Trainingsauftakt gibt es bei dem Team aus der 2. Basketball-Bundesliga ProB ein neues Gesicht im Kader. Der US-Amerikaner Curtis Allen ersetzt seinen Landsmann Geoff Simpson, der wegen eines medizinischen Notfalls in seiner Familie um Auflösung seines Vertrags gebeten hatte und in die USA zurückflog.

Curtis Allen bringt viel Erfahrung mit. „Er soll der Leader sein“, sagt Eagles-Coach Pat Elzie. Der 28-Jährige spielte zuletzt in Kosice in der ersten slowakischen Liga, andere Stationen in Europa waren Island und Estland. Auch in Libyen war Allen aktiv, der das renommierte College Kansas State besuchte. Der 1,93 Meter große „super Athlet“ (Pat Elzie) spielt auf den Positionen Guard und Flügel und sieht sich selbst als Führungsspieler mit Stärken sowohl in der Offensive wie in der Defensive.

Sein Trainer setzt einige Hoffnungen in den Neu-Adler und seine Spielintelligenz, fasst zudem Allens großen Vorzug in drei Worte: „Er kann scoren.“ Die Bekanntheit und das Renommee des Coaches wiederum waren ein Grund für den 28-Jährigen, zu den Eagles zu kommen. Von ihm wolle er weiter lernen und noch mehr Erfahrung sammeln. Außerdem könne er sich so noch besser in Europa zeigen. „Es ist eine großartige Gelegenheit für mich, hier zu spielen.“

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erstellt am 26.Aug.2015 | 04:52 Uhr

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