Basketball-Regionalliga : Eagles halten Bilanz weiter sauber

Everage Richardson (links) und Robert Daugs (Nr. 5) kämpften mit den anderen Eagles  am Ende die Aschersleben Tigers nieder.
Everage Richardson (links) und Robert Daugs (Nr. 5) kämpften mit den anderen Eagles am Ende die Aschersleben Tigers nieder.

Itzehoer Korbjäger gewinnen mit 91:80 gegen die Aschersleben Tigers mit einem guten Debüt von Niccolo Croci.

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04. November 2013, 05:35 Uhr

Das nächste Basketballfest am Lehmwohld: Mit einem hart erkämpften 91:80 gegen die BG Aschersleben Tigers verteidigten die Sport-Club Itzehoe Eagles ihre weiße Weste in der 1. Basketball-Regionalliga. Viertelergebnisse: 24:26, 29:25, 19:18, 19:11.

Bisher hatten sich die sehr stark besetzten Ascherslebener unter Wert verkauft, ein entsprechend motivierter Gegner war erwartet worden. Genau so kam es auch: Im ersten Viertel lagen die vom starken Litauer Julius Zurna (29 Punkte) angeführten Gäste meist leicht vorne. Sein Team habe überrascht gewirkt, dass ein Kontrahent so dagegen hält, meinte Eagles-Coach Paul Larysz. Doch schlecht spielten auch die Gastgeber nicht, schwächelten aber bei den Freiwürfen mit acht Fahrkarten allein im ersten Viertel. Die Zwei-Punkte-Führung nach den ersten zehn Minuten für Aschersleben war deshalb aus Larysz' Sicht „mehr ein Produkt unserer Unfähigkeit von der Freiwurflinie als nur des guten Spiels der Gäste“. Am Ende lag die Quote bei nicht einmal 50 Prozent – „das können wir uns in den nächsten Wochen sicher nicht mehr erlauben“.

Aber, auch das sei ein wichtiger Entwicklungsschritt, das Team könne damit umgehen und habe auch mit taktisch variablem Spiel darauf reagieren können, dass sich die Gegner besser auf die Eagles einstellen. Im zweiten Viertel nahm das Offensivspiel der Gastgeber weiter Fahrt auf, gestützt erneut auf Everage Richardson und Yannick Evans. Dieses Mal war es Aivaras Galkauskas, der sie mit starker Darbietung unterstützte – wieder zeigte sich die Variabilität der Eagles: „Auch andere werden noch mehr zum Zug kommen“, sagte Larysz. In der 17. Minute übernahmen die Itzehoer durch Dreier von Nico Kaml und Nick Tienarend die Führung und gaben sie nicht mehr her. Ärgerlich war nur der Ascherslebener Dreier aus dem Mittelkreis mit der Halbzeitsirene. Pausenstand: 53:51.

Diese 51 Punkte der Gäste hielt Larysz seinen Mannen in der Pause auch vor: „Wir haben einfach in der ersten Halbzeit nicht konsequent genug verteidigt.“ Die Botschaft kam an, in der zweiten Hälfte schafften die Ascherslebener nur noch 29 Punkte, Larysz sah sein Team „deutlich konzentrierter und fokussierter“. Dennoch, das Spiel blieb eng, auch ein Erfolg der Gäste war nicht unmöglich. Souveräner und mit mehr Überzeugung agierten aber die Gastgeber, bei denen der Italiener Niccolo Croci ein „sehr vernünftiges Debüt“ feierte und mit Übersicht und Spielkontrolle überzeugte. „Letztendlich haben wir sie niedergekämpft“, stellte Larysz fest. Das zeigte die Reboundstatistik, in der die Eagles deutlich vorne lagen, das zeigte sich auch zum Beispiel an Johannes Konradt, der mit vollem Einsatz agierte, nach unglücklichen Fouls aber nur auf wenig Spielzeit kam. Wie viel Zeit es genau war, gab die Spielstatistik nicht her. Nach Problemen mit der Abstimmung und der Technik beim Scouting solle versucht werden, die Statistik anhand des Videos noch zu korrigieren, so Larysz.

Im Ascherslebener Lager war hinterher von der bisher besten Saisonleistung die Rede, und der Itzehoer Trainer bekannte: „Physisch war es definitiv das bisher schwerste Spiel.“ So ging es auch nur mit drei Punkten Vorsprung ins letzte Viertel, sechs Minuten vor dem Ende stand es nur noch 76:75. Aber dann: Der sehr starke Evans, von den Mitspielern gut eingesetzt, traf mehrfach, Richardson punktete, und Galkauskas entschied die Partie mit dem Dreier zum 86:75. Die diesmal schon an die 600 Zuschauer in der Halle tobten, „das pusht so nach vorne“, freute sich Larysz. Wieder durfte gefeiert werden am Lehmwohld.

Eagles: Everage Richardson (27, 2 Dreier), Yannick Evans (24), Aivaras Galkauskas (19), Nick Tienarend (5, 1 Dreier), Nico Kaml (5, 1 Dreier), Adrian Breitlauch (5, 1 Dreier), Niccolo Croci (2), Lars Kröger (2), Johannes Konradt, Diego Preval, Robert Daugs.

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