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Basketball : Eagles gewinnen Krimi

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Itzehoer Korbjäger müssen in der 2. Bundesliga ProB beim 80:76 gegen Stahnsdorf in die Verlängerung. Die Playoffs sind jetzt zum Greifen nah.

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erstellt am 08.Feb.2016 | 05:20 Uhr

„Heimsiiieeeg!!“ Hallensprecher Peter Poppe schrie die Erleichterung heraus, 700 Fans im Sportzentrum am Lehmwohld schrien mit. Aufreibende 45 Minuten inklusive Verlängerung lagen hinter ihnen, dann hatten die Itzehoe Eagles in der 2. Basketball-Bundesliga ProB gegen RSV Eintracht Stahnsdorf mit 80:76 (22:20, 23:14, 14:17, 7:15, 14:10) gewonnen.

Schon der Auftakt war emotional. Erstmals liefen die Eagles mit dem Nachwuchs aus der eigenen U12-Mannschaft auf. Und beim letzten Spieler leuchtete groß „Comeback“ auf der LED-Bande auf: Zehn Monate nach seinem Kreuzbandriss kehrte Aufbauspieler Nick Tienarend zurück – Riesen-Jubel bei den Fans.

Es ging um viel für beide Teams. Stahnsdorf suchte den Anschluss an die Playoff-Plätze, die Eagles wollten den Konkurrenten auf Distanz halten. Schon die Anfangsminute war umkämpft, es gab Foulpfiffe, keine Punkte. Die Eagles fanden zuerst in die Spur durch Dreier von Stephan Shepherd und Flavio Stückemann, während die Gäste nach Aussage ihres Coaches Jan Sauerbrey „massive Probleme“ hatten, in die Partie zu finden. Die Itzehoer Defensive erzwang einige Ballgewinne, nach fünf Minuten traf Adrian Breitlauch zum 15:4. Allmählich kam Stahnsdorf aber besser zurecht und glich aus, erst durch einen mit der Schlusssirene in den Korb getippten Ball sicherte Lester Ferguson dem Heimteam eine leichte Führung.

Im zweiten Viertel trafen die Eagles zunächst wenig, die Gäste gingen beim 27:26 sogar in Führung. Diese holten sich die Gastgeber schnell zurück, unter anderem durch einen schönen Pass des eingewechselten Tienarend auf Turrell Morris unter dem Korb. Stahnsdorf leistete sich einige technische Fouls, die Eagles nutzten die Freiwürfe und versenkten schließlich noch zwei Dreier durch Stückemann und Breitlauch – Letzterer mit der Halbzeitsirene zum 45:34-Pausenstand. Vor den Augen von Torben Beltz, Trainer der Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber, hielten die Eagles im dritten Viertel zunächst ihren Vorsprung. Doch mehr und mehr zeigte eine Umstellung der RSV-Verteidigung Wirkung: Gegen die Zone fiel den Itzehoern wenig ein, nur selten übten sie Druck aus und kamen so zu wenigen guten Abschlüssen. Dennoch stand es vor dem letzten Viertel immer noch 59:51, aber nun hatten die Eagles endgültig „erhebliche Probleme“, wie Coach Pat Elzie feststellte: „Wir sahen ein bisschen aus wie das Kaninchen vor der Schlange.“ Nur sieben Punkte gelangen ihnen im Schlussabschnitt, Stahnsdorf konnte aus den Ballgewinnen schnell spielen und lag drei Minuten vor Schluss nach einem Dreier plötzlich 66:64 vorn. Zwei Minuten dauerte es, dann war wieder einmal auf Stückemann Verlass: Von der Freiwurflinie glich der stärkste Itzehoer aus. Dem Gäste-Coach blieb nur, vergebenen Chancen nachzutrauern – es ging in die Verlängerung.

Dort hatten die Eagles den dringend benötigten guten Start. Stückemann mit Freiwürfen sowie Alexander Witte unter dem Korb warfen ein 71:66 heraus. Jetzt wurde auf Itzehoer Seite Courtney Belger zum Hauptdarsteller: Erst zog er erfolgreich zum Korb, danach verwandelte er nervenstark sieben Freiwürfe, als die Gäste foulen mussten, um wieder in Ballbesitz zu kommen.

„Richtig hart erarbeitet“ hätten sich die Eagles den Sieg, stellte der Stahnsdorfer Coach treffend fest. Der Lohn war ein breites Lächeln bei allen aus dem Itzehoer Lager, denn die Qualifikation für die Playoffs ist zum Greifen nah. Am Sonntag geht es für die Eagles zum Landesderby nach Wedel.

Eagles: Flavio Stückemann (22, 4 Dreier, 7 Rebounds), Courtney Belger (14, 4 Ballgewinne), Stephan Shepherd (12, 1 Dreier, 10 Rebounds), Turrell Morris (12, 8 Rebounds), Adrian Breitlauch (8, 1 Dreier), Alexander Witte (7, 1 Dreier), Lester Ferguson (5), Nick Tienarend, Johannes Konradt, Jonas Böhm.

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