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Basketball : Eagles finden die richtigen Antworten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Itzehoer Zweitliga-Korbjäger lassen sich beim 77:61 in Stahnsdorf nicht aus dem Konzept bringen.

von
erstellt am 04.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Verzögerte Abfahrt. Dann noch eine Panne. Die Reise der Sport-Club Itzehoe Eagles zum RSV Eintracht Stahnsdorf ließ sich nicht gut an. Danach aber ging es deutlich aufwärts: Mit einem souveränen 77:61 sicherten sich die Itzehoer den zweiten Auswärtssieg in der 2. Basketball-Bundesliga ProB.

Während der gesamten Partie zeigte sich der Aufsteiger überlegen, hatte nur am Anfang noch Probleme, als einige leichte Würfe vergeben wurden. Vielleicht eine Folge der holprigen Anreise, meinte Coach Paul Larysz. Bald aber übernahmen die Eagles die Führung in einer Partie, die wie erwartet sehr intensiv war. „Dabei haben wir aber noch viele richtige Antworten gefunden, insofern war es auch ansehnlich“, sagte Larysz.

Ein wichtiges Ziel wurde erreicht: „Es hat zum ersten Mal geklappt, konstant auf sehr hohem Niveau zu verteidigen.“ Auch vom schwierigen Start habe sich das Team nicht aus dem Rhythmus bringen lassen und an seiner Defense festgehalten. „Da muss ich der ganzen Mannschaft ein Kompliment machen“, sagte Larysz. „Jeder, der reingekommen ist, hat sich nahtlos eingefügt.“ So passierte dieses Mal auch nicht, was den Eagles zuletzt Probleme gemacht hatte: Immer wieder setzte nach Fehlern das Nachdenken ein, der Rhythmus ging verloren, der Gegner startete einen Lauf. Nun waren es die Stahnsdorfer, die gegen die Eagles-Verteidigung nicht ins Spiel fanden. Und auch vorne profitierten die Itzehoer von der guten Defense: Durch sie war das Feld offener, das gab Platz für Tempospiel.

Auf diese Weise bauten die Gäste nach der 41:32-Halbzeitführung den Vorsprung im dritten Viertel schnell aus über 52:34 auf 58:36. Nach ihren Ballgewinnen konnten die Eagles Schnellangriffe starten und hatten viel Spaß am Spiel, rund 20 mitgereiste Fans feierten lautstark mit. Überragend in einem sehr guten Team war dabei mit 29 Punkten und 13 Rebounds Jonathon Williams: „Er lernt, was es bedeutet, ein Leader zu sein“, lobte sein Trainer. Ein „sehr gelungenes Debüt“ bescheinigte er auch Jeff Wherry: „Immer dann, wenn wir es gebraucht haben, war er zur Stelle, um zu scoren.“ 16 Punkte, darunter zwei Dreier, waren es am Ende, doch Larysz freute sich auch über deutlichen Fortschritt bei der Teamchemie und der Rollenverteilung: „Das hat Lust auf mehr gemacht.“

Ihren Gegner hatten die Eagles im Griff und ließen keinen Lauf zu. Der Erfolg hätte noch deutlich höher ausfallen können – aber da waren noch die Freiwürfe. Nur 15 der 38 Versuche gingen in den Korb, eine „katastrophale Quote“. Das sei ein mentales Problem, denn im Training seien die Freiwürfe alle drin. Dank der sehr guten Verteidigung sei die Schwäche nicht ins Gewicht gefallen, sagte Larysz milde. „Da sollten wir unser Glück nicht zu sehr herausfordern.“ Aber auch in diesem Bereich werde es aufwärts gehen, zeigte er sich überzeugt. Aus diesen 39 Prozent von der Freiwurflinie lasse sich leichter lernen, wenn es nicht so weh tue.

SC Itzehoe Eagles: Yannick Evans 8, Patrick Wischnewski 5, Johannes Konradt, Nick Tienarend 5, Robert Daugs, Jonathon Williams 29, Lars Kröger 3, Clayfell Harris, Konstantin Karamatskos 11, Jeffrey Wherry 16.

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