zur Navigation springen

Basketball : Eagles bringen die Halle zum Toben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In der 2. Bundesliga ProB drehen die SCI-Korbjäger in der Schlussphase Rückstand zum 54:51-Erfolg gegen die Otto Baskets Magdeburg.

von
erstellt am 10.Nov.2014 | 05:17 Uhr

Erst war es ein Basketball-Kampf, dann ein Drama – und am Ende explodierte die Halle: In letzter Minute haben sich die Sport-Club Itzehoe Eagles den Sieg gegen die Otto Baskets Magdeburg gesichert. Jonathon Williams traf 21,6 Sekunden vor Schluss den Dreier zum Endstand von 54:51 (9:15, 13:12, 13:15, 19:9).

Der Auftakt gelang noch, schnell führten die Eagles 4:0. Dann aber begann, was sich durch das ganze Spiel ziehen sollte: Die Würfe saßen nicht. Coach Paul Larysz mochte das aber nicht auf die neuen und damit völlig ungewohnten Korbanlagen schieben: Magdeburg habe einfach geschickt gespielt und den Gastgebern das gewünschte Tempo aufgezwungen. Sein Team habe keine gute Auswahl bei den Schüssen gehabt, „wir hatten nicht die Geduld“. Und wer einen Wurf nahm, habe an diesen nicht wirklich geglaubt. Bei beiden Mannschaften waren die Wurfquoten nicht gut, umso wichtiger waren die Rebounds. Diese Statistik gewannen die Gäste deutlich, vor allem dank des überragenden Andre Gillette. „Alle anderen haben wir gut verteidigt, aber den haben wir nicht in den Griff bekommen“, sagte Larysz. Schließlich kam Gillette auf 25 Punkte und 15 Rebounds – gefühlt war es die doppelte Anzahl.

Aus einem solchen Spielrhythmus sei schwer herauszukommen, sagte der Eagles-Coach. Denn noch funktionierten die Automatismen und das Vertrauen ineinander nicht vollkommen. In der Offensive taten sich die Gastgeber sehr schwer, auf der anderen Seite machten sie es Magdeburg mit engagierter Verteidigung auch nicht leichter. So sahen die 500 Zuschauer am Lehmwohld eine zähe Partie mit extrem wenigen Punkten. Zur Pause stand es 22:27.

Ebenso mühsam ging es nach dem Wechsel weiter, bis die Eagles endlich einmal trafen: Ein Dreier von Jonathon Williams, noch ein Dreier von Jeff Wherry, dazu ein trotz Foul getroffener Korbleger des Amerikaners bei seinem ersten Auftritt für die Itzehoer in eigener Halle. Der Ausgleich zum 33:33 war geschafft. Dann aber wieder Fehlwürfe in Serie, vor allem mit Freiwürfen zogen die Gäste wieder davon auf 42:35 vor dem letzten Viertel.

In diesem wuchs der Rückstand sogar auf 48:38, fast schon die Entscheidung in einem so korbarmen Spiel. Aber eben nur fast: Mit drei Guards auf dem Feld sei es am besten gelaufen, sagte Larysz. Das galt im Angriff wie in der Verteidigung. Nach einer Auszeit ließ er sein Team aggressiv über das ganze Feld verteidigen, und das zeigte Wirkung mit Ballgewinnen, Magdeburg kam nur noch von der Freiwurflinie zu Erfolgen. Gerade noch rechtzeitig klappte es in der Eagles-Offensive: Williams traf einen Dreier, Sekunden später verkürzte Kosta Karamatskos nach einem seiner zwei Ballgewinne in dieser entscheidenden Phase auf 45:48. Die Halle tobte – und noch mehr, als Nick Tienarend per Dreier zum 48:48 ausglich. Dann tat Jonathon Williams das, was ein Führungsspieler tun muss: Per Korbleger brachte er die Eagles erstmals wieder in Führung beim 51:50. Und als beim Stand von 51:51 die Angriffszeit ablief, nahm er sich den Dreier – und traf zum Sieg. Gegen die starke Eagles-Verteidigung wurden die Otto Baskets danach nur noch Verzweiflungswürfe los.

„Es zeigt die Klasse, dass wir das noch rausreißen können“, sagte Larysz. „Aber wir dürfen uns nicht so oft in solche Situationen bringen.“ In jedem Fall konnten die Eagles jetzt noch entspannter zur Auswärtspartie bei den Uni-Riesen Leipzig fahren (siehe unten). Der SCI-Coach brachte die Ausgangslage auf den Punkt: „Jetzt freuen wir uns auf Leipzig.“

Eagles: Jonathon Williams (24, 3 Dreier, 11 Rebounds), Yannick Evans (9, 8 Rebounds), Jeff Wherry (6, 1 Dreier), Konstantin Karamatskos (6, 3 Ballgewinne), Nick Tienarend (4, 1 Dreier), Clayfell Harris (3, 3 Blocks), Johannes Konradt (2), Robert Daugs, Patrick Wischnewski, Lars Kröger, Levi Levine.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen