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2. Basketball-Bundesliga ProB : Eagles bei den Seawolves abgestürzt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Überragender Patrick Wischnewski allein reicht bei 80:92-Niederlage in Rostock nicht

von
erstellt am 29.Nov.2015 | 20:20 Uhr

Das war nichts. Mit einem Erfolg bei den Rostock Seawolves hätten die Itzehoe Eagles in der 2. Basketball-Bundesliga ProB ein Ausrufezeichen gesetzt. Doch dafür hätten die Gäste einen besseren Tag gebraucht: Rostock siegte mit 92:80 (27:14, 17:16, 16:20, 32:30).

Nicht überrollen lassen. Das war die Devise für die Eagles in der vollen Rostocker Stadthalle – allerdings klappte es überhaupt nicht. Mit drei Dreiern in den ersten Minuten gegen die Zonenverteidigung der Eagles rissen die Seawolves das Publikum gleich mit, über 11:2 betrug der Vorsprung schnell mehr als zehn Punkte. Damit hatten sich die Eagles selbst eine echte Aufgabe eingebrockt, im zweiten Viertel gingen sie sie an. Die Rolle des Anführers übernahm dabei der an diesem Tag überragende Patrick Wischnewski: Drei Dreier traf der Flügelspieler in der Aufholjagd der Eagles, die sie bis auf 31:25 heranbrachte (14. Minute). Die Rostocker wackelten, aber die Wende blieb aus. Zwar trafen die Gastgeber in den folgenden Minuten weiter nicht, die Eagles aber auch nicht. Die Seawolves fanden zuerst zurück ins Spiel, gestützt auch auf ihre klare Überlegenheit bei den Rebounds, angeführt von Matthew Hunter (30 Punkte, 11 Rebounds). „Ich habe gedacht, dass wir bereit waren, den Kampf anzunehmen“, sagte ein enttäuschter Eagles-Coach Pat Elzie. Aber nicht ausreichend, in der ersten Halbzeit holten die Gastgeber allein in der Offensive so viele Rebounds wie die Eagles insgesamt. So wuchs der Vorsprung wieder bis zum 44:30 zur Pause.

Mit viel Energie starteten die Eagles nach dem Wechsel den zweiten Versuch einer Aufholjagd. Es ging gut los mit dem nächsten Dreier Wischnewskis sowie einem Ballgewinn plus Korbleger von Adrian Breitlauch. Ein Strohfeuer – aus dem 35:44 war kurz darauf ein 37:51 geworden. Das Auf und Ab ging weiter, es folgte wieder eine starke Phase der Itzehoer: Mit einem 10:0-Lauf kamen sie bis auf vier Punkte heran, sechs dieser Punkte erzielte Johannes Konradt. Doch es blieb dabei: Insgesamt lief bei den Gästen zu wenig zusammen, zu viele Spieler blieben unter ihren Möglichkeiten, auf kurze gute Phasen folgten immer wieder Schwächeperioden, die die Rostocker mit ihrer Klasse ausnutzten. So stand es vor dem letzten Viertel wieder 60:50.

Den ersten Korb im Schlussabschnitt machten die Seawolves, dann war wieder Wischnewski-Zeit: Mit fünf sicheren Freiwürfen und einem Dreier brachte er sein Team auf 58:64 heran, erst eine gute Minute war in diesem Viertel vergangen. Dann das an diesem Nachmittag Übliche: Drei Minuten ohne Itzehoer Punkt, es stand 73:58. Ein Wischnewski-Dreier gab noch einmal Hoffnung, aber nur für Sekunden: Auch die Rostocker trafen aus der Distanz, der Auftakt für ein munteres Scheibenschießen im letzten Abschnitt, bei dem die Eagles nicht mehr in Schlagdistanz kamen. Sie betrieben nur etwas Kosmetik bei ihrer Wurfstatistik, die aber aus Elzies Sicht erneut ein ausschlaggebender Punkt war: „Wir treffen einfach nicht.“

Fünf Siege, fünf Niederlagen – bei dieser Bilanz haben die beiden kommenden Heimspiele der Eagles noch mehr Bedeutung als ohnehin schon. Am Nikolaustag um 17 Uhr erwarten sie den Nachbarn SC Rist Wedel, sechs Tage später kommen schon die Rostocker zum Rückspiel. Karten gibt es wie immer im Vorverkauf unter www.eagles-basketball.de sowie im Geschäft „Vision“ in der oberen Feldschmiede in Itzehoe und in der Agentur Jens Köhler, Itzehoer Versicherungen, am Marienburger Platz.


Eagles: Patrick Wischnewski (27, 7 Dreier), Courtney Belger (16, 6 Assists), Flavio Stückemann (10, 1 Dreier, 4 Ballgewinne), Johannes Konradt (7, 1 Dreier), Adrian Breitlauch (6, 4 Ballgewinne), Charles Bronson (6), Curtis Allen (3), Jonas Böhm (3, 1 Dreier), Lars Kröger (2), Alexander Witte.


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