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2. Basketball-Bundesliga ProB : Eagles am Ende zu unkonzentriert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

64:74-Niederlage gegen Spitzenreiter Bernau

Ein Sieg zum Jahresabschluss, das war der Weihnachtswunsch der Itzehoe Eagles. Es hat nicht geklappt: Gegen SSV Lokomotive Bernau waren die Gastgeber drei Viertel lang auf Augenhöhe. Am Ende siegte der Tabellenführer mit 74:64 (20:20, 15:21, 17:11, 22:12).

Der Start gelang den Eagles vor voller Halle. Drei Mal spielten sie den Ball unter den Korb, Kaimyn Pruitt und Qa'rraan Calhoun punkteten zum 6:0. Es sollten die einzigen Punkte von Neuzugang Calhoun bleiben, der wie seine Kollegen auch einige Chancen liegen ließ. Dennoch, es war ein intensives Spiel, das fast während der gesamten ersten Halbzeit eng blieb. Sein Team habe in diesem Abschnitt Probleme mit der Intensität der Eagles gehabt, stellte Gästecoach René Schilling fest. „Da haben wir uns den Schneid abkaufen lassen.“

Kaimyn Pruitt ging für die Itzehoer voran und schien überall zu sein, aber das ganze Team spielte stark. Nach schönem Passspiel traf Frederik Henningsen den Dreier zum 35:33, den kurzen Lauf beendete Mayika Lungongo per Dunk zum 39:33. Mit einem 41:35 und voller Hoffnung ging es in die Halbzeitpause.

Das dritte Viertel war lange nicht schön. Einige Undiszipliniertheiten bestraften die Schiedsrichter mit technischen Fouls, eines davon war das fünfte Foul für Gästespieler Nico Adamczak – gut für die Eagles. Erst nach einigen Minuten gab es wieder ansehnlichen Basketball: Darren Galloway traf einen Dreier für die Eagles, allerdings ihr einziger bei elf Versuchen in der zweiten Hälfte. Bernau antwortete postwendend, und nachdem die Itzehoer einige Chancen ungenutzt gelassen hatten, stand es vor dem letzten Viertel 52:52.

Bis dahin hatten die Gastgeber die Bernauer Schützen gut im Griff gehabt, doch jetzt traf Robert Kulawick zwei Mal nacheinander, die Gäste gingen in Führung. Bei den Eagles gingen die Intensität und das Teamspiel verloren, erst recht, als sie sich mehr mit den Schiedsrichtern befassten als mit dem Spiel. Mit einigen Punkten von Kaimyn Pruitt hatten sie noch den Anschluss gehalten, doch die Bernauer nutzten die Freiwürfe, die sie bekamen und setzten sich Punkt um Punkt ab. Ein wirkliches Aufbäumen der Eagles gab es nicht mehr.

Irgendwann im dritten Viertel habe sein Team den Schalter umgelegt und aggressiver gespielt, sagte Gästetrainer Schilling. Dann habe seine Mannschaft den Rhythmus gefunden und mit Tempospiel auch einfache Würfe bekommen. „Bernau ist nicht umsonst Tabellenführer“, gratulierte Eagles-Coach Pat Elzie. Er sei natürlich enttäuscht über die Niederlage, die den Kampf um die Playoff-Plätze noch enger werden lässt. „Es ist unser Problem diese Saison, dass wir kein Spiel zu Ende bringen.“ Erst habe seine Mannschaft auf sehr gutem Niveau agiert, zum Ende aber Zusammenspiel und Konzentration verloren. Trotzdem stellte Elzie fest: „Wir sind immer noch gut dabei.“ Jetzt gelte es, die Weihnachtspause zu nutzen, um den Kopf freizukriegen. Das nächste Spiel bestreiten die Eagles am 7. Januar in Oldenburg.


Eagles: Kaimyn Pruitt (18, 12 Rebounds, 4 Ballgewinne), Frederik Henningsen (15, 2 Dreier), Kosta Karamatskos (7, 1 Dreier), Darren Galloway (7, 1 Dreier), Mayika Lungongo (6), Johannes Konradt (4), Qa'rraan Calhoun (4), Flavio Stückemann (2), Nick Tienarend (1), Yngve Jentz, Mubarak Salami, Leon Hutter.

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erstellt am 19.Dez.2016 | 05:00 Uhr

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