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Reitsport : Duo misst sich mit deutscher Elite

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Steinburger Nachwuchs-Reiter dürfen in Aachen starten: Pheline und Hannes Ahlmann sind beim Salut-Festival aktiv.

von
erstellt am 03.Dez.2015 | 10:58 Uhr

In diesen Tagen geben sich in Aachen beim Salut-Festival die besten Nachwuchsreiter ein Stelldichein. Unter den Teilnehmern aus allen deutschen Reiterbünden sowie aus den Niederlanden befindet sich mit Pheline (16) und Hannes (14) Ahlmann ein Geschwisterpaar aus Reher. Auch wenn es den beiden Protagonisten schwer fällt, angesichts der Dichte hervorragender Konkurrenz, eine Prognose über das eigene Abschneiden bei dem herausragenden Turnier für Children, Junioren und Junge Reiter zu treffen: Chancenlos gehen Pheline und Hannes Ahlmann angesichts ihrer bisherigen Ergebnisse nicht in die Wettbewerbe.

Hannes Ahlmann gewann in diesem Jahr in Wiener Neustadt Mannschaftsgold bei den Europameisterschaften in der Children-Klasse, siegte mit der Children-Nationenpreismannschaft der Deutschen Reiterlichen Vereinigung in Wierden/Niederlande und in Hagen und belegte beim Preis der Besten (Children) in Warendorf Rang zwei. Dass der 14-Jährige, der Mitglied im Bundeskader ist und mit den Vierbeinern Sunsalve und Leoncaballo die Reise in den Süden antritt, mit gutem Gefühl fahren kann, beweisen die jüngsten Ergebnisse: In Verden gewann Hannes Ahlmann zwei M**-Springen und platzierte sich bei einem S-Springen. Zuvor holte er sich bei den nationalen Titelkämpfen Platz vier, nachdem ihm in fünf Runden nur ein einziger Springfehler minus geschrieben werden musste.

Als Grund, warum er sich beim Salut-Festival, der älteren Konkurrenz stellt, nennt Hannes Ahlmann: „Pferde und Reiter sind gut in Form, und außerdem starte ich im nächsten Jahr sowieso bei den Junioren. Da kam die Idee, dass ich mich jetzt schon langsam an den Juniorensport heranbringe.“ Für Aachen hofft er, „dass ich gut reite und mich in ein bis zwei Springen platziere“. „Super“ wäre für ihn auch, „wenn ich beim Mannschaftsspringen für Schleswig-Holstein reiten darf“.

Schwester Pheline, die ebenfalls wie ihr Bruder von Vater Dirk Ahlmann auf der eigenen Anlage trainiert wird und beim Salut-Festival Quintess und Quanto Fino reitet, weist ebenfalls eine ansprechende Erfolgsbilanz auf: Bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften in Zeiskam/Rheinland-Pfalz platzierte sie sich an siebter Stelle, beendete den Großen Preis von Aachen beim Salut-Festival vor Jahresfrist als Zweite, war 2013 als Children Vizelandeschampion bei den Junioren und holte sich im selben Jahr beim Preis der Besten in Warendorf die Bronzemedaille. Seit 2014 ist Pheline Ahlmann Mitglied im Perspektivkader, nachdem sie im Jahr zuvor noch dem Bundeskader angehört hatte.

Wie der Bruder, so schraubt auch die Schwester die eigenen Erwartungen nicht zu hoch: „Nach Aachen fahren zu dürfen, war mein Ziel. Ich hoffe, dass ich dort mit mir und meinen Pferden zufrieden bin.“ Wie es kommt, so werde sie es hinnehmen. Und mit Blick auf Quintess und Quanto Fino betont Pheline Ahlmann angesichts unkalkulierbarer Unwägbarkeiten: „Pferde sind keine Maschinen.“

Ein Blick in den Zeitplan offenbart, dass sich die beiden Steinburger Gewächse an den vier Tagen in Aachen auf ein strammes Programm mit maximal sieben Prüfungen der Kategorie S* und S** einstellen müssen. Und dazu würde dann auch das Mannschaftsspringen zählen, für das Dirk Ahlmann eine vorsichtige Prognose wagt. Seiner Tochter traue er zu, in das schleswig-holsteinische Landesteam zu kommen. Bei Hannes sieht er dagegen noch ein kleines Fragezeichen. Alles hänge eben von der Konkurrenz ab, über die Hannes Ahlmann sagt: „Sie wird hoch sein, denn das Turnier ist gleichzusetzen mit einer Deutschen Meisterschaft.“

Salut-Festival: Nachwuchstreffen zum Jahresende

Von heute bis Sonntag messen sich die besten Nachwuchsspringreiter der Republik beim Salut-Festival in Aachen. Auf dem traditionsreichen Gelände der Aachener Soers reiten sie um den Titel „Hallenchampion 2015“. Die Veranstaltung schließt die Turniersaison 2015 ab und weist in die Zukunft, denn beim Salut-Festival werden die Weichen für den Bundeskader und die kommenden Championate gestellt. Für den Nachwuchs hat das Turnier somit immense Bedeutung. Starten dürfen beim Salut-Festival nur ausgewählte Nachwuchsreiter. Startberechtigt sind unter anderem Mitglieder des aktuellen Bundeskaders sowie Aktive, die bei Europameisterschaften und nationalen Titelkämpfen im Sattel gesessen haben. Außerdem steht es den Bundestrainern frei, weitere Reiter zu benennen, die sich im Laufe des Jahres mit entsprechenden Erfolgen hervor getan hatten.

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