Goldene Schärpe Pferde : Dritter Platz für Luisa Marie Losse

Vielseitigkeit „Goldene Schärpe Pferde“: Luisa Marie Losse und Alula im Saarland in Einzel und Mannschaft auf Rang drei.
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Vielseitigkeit „Goldene Schärpe Pferde“: Luisa Marie Losse und Alula im Saarland in Einzel und Mannschaft auf Rang drei.

Lohbarbekerin mit Holsteiner Stute Alula bei Bundesturnier im Saarland erfolgreich

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27. Juli 2015, 17:01 Uhr

Dressur, Stilspringen und Stilgeländeritt sowie Fitnesstest, Vormustern und Theorie: Aus diesen sechs Teilaufgaben, die an drei Tagen zu erfüllen sind, setzt sich die „Goldene Schärpe Pferde“ zusammen. In diesem Jahr wurde der von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für Landesverbände bundesweit ausgeschriebene Wettbewerb auf E-Niveau in Überherrn veranstaltet. Er ist bestimmt für Nachwuchsreiter in der Vieleistigkeit.

In der Konkurrenz im Saarland unter 96 Teilnehmern mit dabei war auch Luisa Marie Losse aus Lohbarbek. Die 13-jährige Juniorin, die im Reiterverin Breitenburg organisiert ist und das Startrecht für den Pferdesportverband Hannover seit dem vergangenen Jahr besitzt, präsentierte sich auf der siebenjährigen Holsteiner Stute „Alula“ prächtig. Sie belegte sowohl in der Individualwertung als auch im Team des Pferdesportverbandes Hannover den dritten Platz. Diese Leistungen der Lohbarbekerin, die sowohl von ihren Eltern Maren und Heiner Losse als auch von Mannschafts-Olympiasieger Claus Erhorn (1988 – Seoul) trainiert wird, sorgten letztlich dafür, dass sie und Alula auch beim Bundesnachwuchschampionat starten dürfen. Dies wird Anfang August im westfälischen Warendorf auf A**-Niveau veranstaltet und orientiert sich hinsichtlich der Anforderungen im Wesentlichen an dem, was den Teilnehmern bei der „Goldenen Schärpe“ in Theorie und Praxis abverlangt worden war.

Um die Teilprüfungen „Vormustern - Theorie - Springen - Dressur - Gelände“ in Überherrn überhaupt aufnehmen zu können, mussten sich alle Teilnehmer vorher einem Fitnesstest stellen. Er bestand aus einem 2000 Meter Geländlauf auf unbekannter Strecke. Die Crux dabei: Wer durchfiel, konnte praktisch nach Hause fahren.

Im Falle von Luisa Marie Losse zeigte sich, dass nicht nur ihr Pferd, sondern auch sie topfit in den Süden Deutschlands gereist war. Unter allen Teilnehmern – Mädchen und Jungen starteten in einem Rennen– belegte sie Platz zwei. Einziges Handicap im Lauf: Weil sich die Steinburgerin beim Start in die hinteren Reihen gestellt hatte, brauchte sie einige Zeit um sich nach vorn zu arbeiten. „Und als ich dann auch den noch vor mir laufenden Jungen überholen wollte, war das Ziel schon da“, erinnert sich Luisa Marie Losse an den wirklich guten Auftakt mit bestandenem Fitnesstest. Dessen Sinn, „Wer nicht fit ist, kann auch nicht reiten“, akzeptiere sie voll.

Nachdem die folgende Dressur von Luisa Marie Losse mit der Wertnote 8.2 und anderntags ihr Stilgeländeritt über 1300 Meter mit 15 Sprüngen bis zu einem Meter hoch mit einer 9.0 sowie im Folgenden die theoretischen Kenntnisse mit dem Höchstwert10.0 und das Vormustern am dritten Tag mit 8.5 belohnt worden waren, lag Luisa Marie Losse im Zwischenklassement sogar auf Rang eins. Um dieses Spitzenergebnis auch verteidigen zu können, hätte sie das abschließende Stilspringen mit der Wertnote 7.7 abschließen müssen. Dass die Leistungsrichter ihr für die Präsentation „nur“ eine 7.5 gaben, bekümmert sie jedoch nicht: „Ich bin zufrieden, denn vorne lagen wir ja sehr dicht zusammen“, fasst Luisa Marie Losse ihre Teilnahme an der „Goldene Schärpe Pferde“ zusammen.

Mit Blick auf Warendorf sagt sie: „Ich freue mich, dass ich teilnehmen darf und vorher noch einen Kaderlehrgang bei Claus Erhorn im Ausbildungszentrum Luhmühlen haben werde. Ich habe keine besonderen Erwartungen, möchte aber mit mir zufrieden sein.“

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