Kiddy-Klasse traf sich in Lauenburg : Drei SCI-Trampoliner im Finale

„Pokalsprünge“ nach Erfolgen im Kiddy-Cup – von links Milena Nerkararyan, Rita Nerkararyan und Leni Niggemeyer .
„Pokalsprünge“ nach Erfolgen im Kiddy-Cup – von links Milena Nerkararyan, Rita Nerkararyan und Leni Niggemeyer .

Rita Nerkararyan im Cup-Wettbewerb Dritte

shz.de von
14. März 2018, 05:00 Uhr

Der schleswig-holsteinische Nachwuchs im Trampolinturnen traf sich in Lauenburg an der Elbe zu einer Standortbestimmung. Vorgenommen wurde die Sichtung der Besten im Rahmen des Kiddy-Cups. Das Turnier wird traditionell zweimal im Jahr veranstaltet, so dass sowohl im Frühjahr als auch im Herbst Gelegenheit besteht, sich gegen starke Konkurrenz zu testen und zu behaupten. Insgesamt beteiligten sich in den vier Klassen 74 Akteure. Der Sportclub Itzehoe entsandte Rita Nerkararyan und deren Schwester Milena sowie Leni Niggemeyer und Bengt Christiansen. Bis auf Milena Nerkararyan kamen alle in die Finals.

Am besten platzierte sich aus Itzehoer Sicht Rita Nerkararyan. Die Elfjährige wurde Dritte, gleichauf mit zwei Konkurrentinnen aus Neustadt und Hemdingen. Mit nur 15-hundertstel Punkten Rückstand auf Rita Nerkararyan landete Leni Niggemeyer auf dem siebten Platz.

Gut in Szene setzen konnte sich auch Bengt Christiansen. Auch wenn der 13-Jährige das Podest um 1,5 Punkte verpasste, so lieferte er dennoch eine gute Leistung ab. Positiv in seinem Fall: Im Finale steigerte er sich gegenüber seiner Vorkampfkür um 2,55 Punkte.

Mit dem Auftreten und Abschneiden seiner Schützlinge zeigte sich Trainer Rafik Nerkararyan durchaus zufrieden: „Wenn drei von vier Turnern eines Vereins ins Finale kommen, ist das ein gutes Ergebnis.“

Dass Milena Nerkararyan der Sprung ins Finale verwehrt blieb, hatte wohl eher etwas mit ihrer Tagesform zu tun. Sowohl vorher als auch nach dem Wettkampftag zeigte die Turnerin im Training auf heimischen Tüchern, dass sie unter Wert geschlagen wurde. Besonders ärgerlich: Milena Nerkararyan gehört von ihrem Leistungsvermögen her zu denjenigen ihrer Altersklasse im Land, die am schwierigsten turnen. In Lauenburg war es ihr aber nicht vergönnt, sowohl in der Pflicht als auch in der Kür wegen vorzeitigen Abbruchs jeweils mehr als vier Übungsteile auf das Tuch zu bringen. Gefordert sind jeweils zehn Figuren.

Wesentlich stabiler turnten Rita Nerkararyan und Leni Niggemeyer gegen weitere 24 Konkurrentinnen, und dabei lieferten sich beide Itzehoerinnen einen interessanten internen Vergleich. Während Leni Niggemeyer ihren zweiten Platz aus dem Vorkampf nicht halten konnte, arbeitete sich Rita Nerkararyan im Finale noch um einen Platz nach vorn und zog dabei an ihrer Vereinskameradin vorbei. „Schade“, sagte Rafik Nerkararyan, „ich dachte, Leni bleibt auf dem Treppchen.“

Mit Blick auf das, was für das Kiddy-Quartett in diesem Jahr noch kommen soll, stellte Rafik Nerkararyan heraus, dass sich alle vier Turner jetzt auf die Nachwuchs-Landesmeisterschaften am 2. Juni in Husum vorbereiten. Und das bedeute ebenfalls, dass sie sich Übungen vornehmen, die vom Schwierigkeitsgrad höher bewerten werden als die, die sie schon beherrschen. Sorgen hinsichtlich ihres Engagements habe er nicht: „Sie trainieren fleißig mit und haben den Wunsch, in die Spitze vorzustoßen.“

Ergebnisse  


Jugend D (Jahrgänge 2010/2011) – 6. Milena Nerkararyan, 19,250 Punkte (Vorkampf).
Jugend D (2006/2007) – 3. Rita Nerkararyan, 25,800; 7. Leni Niggemeyer, 25,650.
Jugend D (2004/2005) – 6. Bengt Christiansen, 24,900.
Weitere Ergebnisse unter www.shtv.de/sport/olympische-sportarten/trampolinturnen/ (Ergebnisliste kiddy1).


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