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Handball : Drei Neue beim MTV Herzhorn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Steinburger Oberliga-Handballer starten morgen beim Aufsteiger HSG Mönkeberg-Schönkirchen in die nächste Spielzeit.

von
erstellt am 17.Sep.2017 | 05:26 Uhr

Um einiges breiter aufgestellt als in der vergangenen Saison gehen die Oberliga-Handballer des MTV Herzhorn in die neue Spielserie. Zum einen blieben alle Akteure aus dem letztjährigen Kader im Team, außerdem gibt es mit Hendrik Meyn (29, Rückraum Mitte), Marten Most (20, Rückraum Rechts) und Nico Bielefeldt (20, Kreis) auch drei Neuzugänge.

Dennoch bleibt MTV-Coach Manfred Kuhnke bei der Zielsetzung ganz bewusst auf dem Teppich. „Wir wollen wie im vergangenen Jahr versuchen, möglichst früh den Klassenverbleib zu sichern. Danach können wir mal schauen, was darüber hinaus noch möglich ist.“ Seit Mitte/Ende Juni arbeitet der 66-Jährige mit seinen Spielern daran, zunächst in Sachen Kraft und Kondition die Grundlage für eine erfolgreiche Saison zu legen. In den letzten Wochen kamen dann auch immer mehr spielerische Elemente zum Tragen, mit einem Trainingslager in Tondern und zahlreichen Testspielen wurde viel probiert und am handballerischen Feinschliff gearbeitet.

Die Vorbereitung insgesamt verlief aus Kuhnkes Sicht einigermaßen zufriedenstellend. „Es war wie so oft: Da fehlt dann hier mal einer wegen eines Urlaubs oder da mal einer wegen eines Ernteeinsatzes, aber die körperliche Basis ist schon da.“ Ärgerlich für Kuhnke ist die Verletzung von Rückraumspieler Sebastian Lipp, der sich in Delve im Juli einen Bänderriss zuzog. Er ist erst seit knapp drei Wochen wieder im Training.

Spielerisch sieht der Herzhorner Coach sein Team noch nicht am Endpunkt. „Wir müssen ja auch noch unsere Zugänge in das System und die Abläufe integrieren. Das geht nicht eben mal so in vier Wochen.“ Mit Hendrik Meyn (wenn auch mit Herzhorner Vergangenheit) und Marten Most kommen zwei der Neuen aus dem Hamburger Handball. Dort werde laut Kuhnke mehr Wert auf spielerisch starken Tempohandball gelegt, dagegen stehe in Schleswig-Holstein schon eher die kompromisslose Abwehrarbeit im Vordergrund.

Wenn die spielerische Integration gelungen ist, können alle drei dem Team weiterhelfen: Hendrik Meyn als Denker und Lenker, Marten Most erhöht als Linkshänder sowohl Wurfkraft als auch Variabilität aus dem Rückraum, und Nico Bielefeldt ist eine weitere Option am Kreis oder in der Abwehrmitte. Zusammen erhöhen sie ohnehin schon den Konkurrenzkampf im 16er-Kader. Kuhnke: „Es dürfen immer nur 14 Mann auf den Spielbericht. Es ist schon zu merken, dass die Jungs im Training mehr Gas geben.“

Als Basis für ein erfolgreiches Abschneiden der Herzhorner sieht der MTV-Coach nach wie vor eine stabile Abwehr, aus der nach Ballgewinn die erste oder zweite Welle kommen soll. „Aber damit wir das auch besser nach vorn nutzen können, haben wir verstärkt daran gearbeitet, die Sicherheit beim Gegenstoß zu verbessern. Das hat in der vergangenen Saison nicht immer gut geklappt.“ Auch im gebundenen Spiel bleibe eine verbesserte Sicherheit beim Pass und im Abschluss wichtig, um nicht selbst überlaufen zu werden.

Als wohl übermächtigen Titelfavoriten sieht der MTV-Trainer die HSG Ostsee/Grömitz. Dort ermögliche ein potenter Sponsor weitere Top-Zugänge. „Dahinter spielen alle anderen die übrigen Plätze aus“, erwartet Kuhnke einen harten Kampf.

Mit Respekt blickt er deshalb auch schon auf das Startprogramm seiner Mannschaft: Zunächst treffen seine Schützlinge auf die beiden Aufsteiger HSG Schönkirchen-Mönkeberg (morgen; 16.30 Uhr in Mönkeberg) und TSV Ellerbek (h), ehe es in die ungeliebte Halle des FC St. Pauli an der Budapester Straße geht. „Mönkeberg wird am Sonntag in der kleinen Sporthalle versuchen, uns mit der Euphorie eines Neulings schwer zu beeindrucken. Es wird auf jeden Fall laut, da müssen wir gegenhalten.“ Ähnliches erwartet Kuhnke eine Woche später vom zweiten Neuling Ellerbek, der sich dann in Glückstadt vorstellt. Und unter dem Backe-Verbotbeim FC St. Pauli haben die Blau-Gelben auch schon viele „ungewöhnliche“ Spiele erlebt.  

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