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Landes-Kanu-Verband wertet Wanderfahrerwettbewerb 2014 aus : Drei IKC-Paddlerinnen Spitze im Land

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Schülerinnen Sonja und Pias Ehlers sowie Fatima Behnke belegten Platz 1 in ihren Altersklassen

Landesspitzenplätze erpaddelten sich drei junge Sportlerinnen vom Itzehoer Kanu-Club. Die Auswertung der vergangenen Saison im jährlichen Wanderfahrerwettbewerb hat der Landes-Kanu-Verband vorgenommen und für Sonja Ehlers den 1. Platz bei den 15-jährigen Mädchen ermittelt. Sie lag mit 1876 Kilometern vorn. Fatima Behnke (1823 km) siegte bei den 16-jährigen Kanutinnen und Pia Ehlers (1306 km) bei den 17-Jährigen. Die IKC-Jugendgruppe belegte ebenfalls den 1. Platz im Land mit insgesamt 8.058 Kilometern.

Die Schwestern Pia und Sonja Ehlers haben schon als Kleinkinder bei ihren Eltern mit im Kajak gesessen; bereits die Großeltern waren Paddler. Fatima Behnke hat das Paddeln vor einigen Jahren im Rahmen des Projektes „Zeitung in der Schule“ kennen gelernt.
Die meisten Touren werden auf der Stör unternommen und richten sich optimalerweise nach dem Tidenkalender, um die Strömung für die Hin- als auch die Rückfahrt nutzen zu können. Mit der nötigen Kondition, den erforderlichen Sicherheitstechniken und theoretischen Kenntnissen geht es dann auf die unterschiedlichsten Gewässer. Pia: „Wir paddeln auf der Elbe, waren schon auf der Ostsee, der Mecklenburgischen Seenplatte und dem Bodensee.“ Ein einmaliges Naturerlebnis ist das Paddeln im Wattenmeer. Eine besondere Herausforderung, die alle drei Kanutinnen bereits gemeistert haben, ist der jährliche Weser-Marathon mit hunderten Paddlern am Start in Hannoversch-Münden. 80 Kilometer in einem Törn sind für sie kein Problem.

Die nötige Kondition für die Langstrecken holen sich die Mädchen auf der Stör. Sonja: „Wir paddeln jedes Wochenende, dazu zweimal in der Woche und wenn wir Lust haben, auch abends.“ Der Itzehoer Kanu-Club bietet für die Jugendgruppe Gemeinschaftsfahrten an: Tagestouren, Wochenend- und Ferienfahrten. Jährlich trifft sich der Nachwuchs der vier Steinburger Kanusportvereine zu einem gemeinsamen Zeltlager.

Kanuten müssen sicher schwimmen können, die Vereine stellen verschiedenartige Boote zur Verfügung: vom Wildwasser- übers Wanderboot bis zum Seekajak. Doch wer für sich die richtige Bootsform herausgefunden hat, will sich irgendwann den Wunsch nach einem eigenen Kajak erfüllen. Fatima Behnke hat eisern gespart und konnte ihr „Traumboot“ ergattern: „Ich habe mir im Internet ein gebrauchtes Boot gekauft.“ Ein Wanderboot, das sie eigenhändig mit Steuerung und Sicherheitsleine ausgestattet hat. Gebrauchte Boote können so gut wie neue sein, kosten aber nur einen Bruchteil. Überhaupt ist das Paddeln eine durchaus erschwingliche Sportart, zumindest im Kreis Steinburg. Der monatliche IKC-Mitgliedsbeitrag für Kinder und -Jugendliche beträgt 3 Euro, für Erwachsene 5,50 Euro.

Freitags ist Jugendtraining. „Am Anfang braucht es schon einige Überwindung, bei Wind und Wetter im Boot zu sitzen“, sagt Pia. „Aber wenn man dann geübter ist, bringt es richtig Spaß“, ergänzt ihre Schwester. Die Kanuten nehmen an Sicherheits- und Umweltkursen teil, lernen wichtige Regeln für das Verhalten in der Natur, auf Kleinflüssen ebenso wie auf Schifffahrtsstraßen und Küstengewässern. Die gepaddelten Kilometer werden im Vereinsfahrtenbuch und im persönlichen Fahrtenbuch registriert. Pia: „Und wenn man dann eine bestimmte Kilometerzahl erreicht hat, packt einen irgendwann der Ehrgeiz.“
Der Zeitaufwand für den Kanusport sei für sie in der Schule kein Problem, sagen die drei Paddlerinnen. Pia: „Und wenn man mal viel lernen muss, dann paddeln wir eben nicht.“

Wasserwandern, Naturerlebnisse, Zelten, Freizeitgestaltung in der Gemeinschaft – Fatima Behnke, Pia und Sonja Ehlers können sich keinen schöneren Sport vorstellen. Ein Sport, den man bis ins hohe Alter betreiben kann. Die betagtesten aktiven Kanuten im Kreis Steinburg sind mehr als 70 und 80 Jahre alt. 

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erstellt am 10.Apr.2015 | 05:00 Uhr

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