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Triathlon : Dramatisches Regionalliga-Finale

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Triathleten schaffen den Aufstieg in die 2. Bundesliga, während die SCI-Frauen knapp geschlagen auf Rang drei landen.

von
erstellt am 31.Aug.2017 | 04:58 Uhr

Das zweiteilige Finale der Triathlon-Regionalligen im niedersächsischen Bad Zwischenahn konnte spannender kaum sein. Am Ende lag sich das Herrenteam des SC Itzehoer glücklich in den Armen, weil das Quintett den direkten Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga geschafft hatte. Dagegen platzte für das SCI-Damenteam der Traum von der zweiten Liga.

Am Sonnabend traten die Mannschaften im Swim&Run-Teamsprint gegeneinander an. Das Besondere: Nach dem Schwimmen (500  m) mussten die Teams in der Wechselzone warten, bis sie vollständig waren. Erst dann ging es gemeinsam auf die drei Kilometer lange Laufrunde. Für die Damen galt es beim Schwimmen, den Abstand nach vorne gering zu halten, um dann auf der Laufstrecke das Blatt zu wenden und einen Vorsprung herauszulaufen. Dies gelang sehr gut, und so arbeitete sich das SCI-Team ein Polster von 41 Sekunden auf das Kaifu Tri Team und die Lüneburger Mannschaft heraus.

Bei den Männern war es genau anders herum. So galt es hier, vor allem im Wasser einen Abstand herauszuschwimmen und diesen auch zu halten. Mit 25 Sekunden Vorsprung auf das Team aus Wolfsburg gelang den Itzehoern ihr Vorhaben, jedoch schrumpfte dieses Polster auf magere fünf Sekunden im Ziel. Beide Teams konnten froh sein über den gelungenen Auftakt.

Am nächsten folgte der Jagdstart über die Sprintdistanz ebenfalls im Teamformat. Es galt also, wieder im Team zusammen zu bleiben. Gestartet wurde in den Abständen des Vortags. Beide Itzehoer Teams wurden also jeweils als erste Mannschaft auf die Strecke (750  m – 27  km – 5,7  km) gelassen.

Beim Damenteam war schnell klar, dass der Vorsprung nicht reichte, um führend das Wasser zu verlassen. Die extrem schnellen Schwimmerinnen aus Lüneburg schlossen die Lücke schnell und wechselten sogar mit einem Vorsprung von über einer Minute auf die Radstrecke. Der Rennverlauf war somit auf den Kopf gestellt, und die Taktik musste geändert werden. Chantal Boubakeur, Alicia Stölting und Paulina Kayßer mussten auf dem Rad voll attackieren, damit der Abstand im Rahmen bleibt. Das funktionierte jedoch nur bedingt. Es galt zwei Radrunden zu absolvieren, wobei pro Runde ca. eine Minute auf die führende Mannschaft verloren wurde. Somit wuchs der Abstand zur Spitze auf 3:20 Minuten.

Harte Arbeit wartete nun auf das SCI-Trio auf der Paradedisziplin Laufen. Schnell schrumpfte der Itzehoer Rückstand, jedoch nicht schnell genug, und so liefen die Lüneburgerinnen nach einer starken Vorstellung 38 Sekunden vor den Itzehoerinnen ins Ziel. Die Enttäuschung war riesig, mussten doch die Lüneburgerinnen geschlagen werden, um aufzusteigen. „Leider konnten wir es nicht ausgleichen, dass wir in jeder Disziplin eine Athletin hatten, die nicht ganz das Tempo der beiden Teamkolleginnen mitgehen konnte“, resümierte Trainer André Beltz. „Aber auch wenn die Enttäuschung groß ist, muss man die Saison mit Platz drei als sehr erfolgreich bewerten. Als Aufsteiger in die Regionalliga war damit wirklich nicht zu rechnen. Glückwunsch an die Mannschaft zu dieser Leistung über die ganze Saison.“

Die Herren bauten die Führung nach dem Schwimmen auf eine knappe Minute auf die Konkurrenz aus Wolfsburg aus. Auf dem Rad wurden im Schnitt zwar über 42 km/h gefahren, dennoch schrumpfte der Vorsprung auf eine halbe Minute und nun wurde es mit dem Tagessieg sehr knapp. Die SCI-Männer liefen schnell an, jedoch verloren sie die Spitzenposition nach etwa zweieinhalb Kilometern an Wolfsburg. Allen Itzehoern war klar, dass sie sich nicht von einem weiteren Team überholen lassen durften, da sonst Platz eins in der Gesamtwertung und der Aufstieg weg wäre.

So wurde weiter gekämpft und das Ziel letztlich auch als zweites Team 50 Sekunden hinter Wolfsburg erreicht. Glücklich fielen sich die Athleten in die Arme. Beltz: „Die Jungs haben sich den Aufstieg redlich verdient. Nach dem ersten Rennen in Vierlanden war klar, dass der Wiederaufstieg kein Selbstläufer wird. Glücklicherweise konnten sich alle im Saisonverlauf steigern.“ Nun geht es erstmal in die Pause und dann gilt es, den Kader für die neue Saison festzulegen.

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