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Basketball : Drama mit gutem Ausgang

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In der 2. Bundesliga ProB gewinnen die Korbjäger der Itzehoe Eagles das Landesderby in eigener Halle gegen SC Rist Wedel mit 68:65.

von
erstellt am 06.Dez.2015 | 20:24 Uhr

Es war dramatisch. Das war das Beste, was man über dieses Basketball-Spiel am späten Nachmittag des Nikolaustages sagen konnte. Außer natürlich: Die Itzehoe Eagles haben es gewonnen. In der 2. Basketball-Bundesliga ProB siegten sie gegen den SC Rist Wedel mit 68:65 (20:14, 15:16, 12:18, 21:17).

Einen „harten Kampf“ hatte Gästecoach Michael Claxton gesehen, sein Itzehoer Kollege Pat Elzie bedankte sich zuerst bei den rund 600 Fans, die die Eagles zum Sieg getrieben hätten. Das Spiel brachte er in zwei Sätzen auf den Punkt: „Es war ein bisschen Not gegen Elend. Manchmal trifft man, manchmal trifft man nicht, aber der kämpferische Einsatz muss immer stimmen.“

Die Eagles trafen wie in den vergangenen Partien nicht. 74 Mal warfen sie auf den Korb, ein Dutzend Mal häufiger als ihr Gegner. Aber nur 38 Prozent der Würfe saßen, ob es nun von außen war oder der Korbleger. Doch der Kampf war da. Nur ein Beispiel: Adrian Breitlauch. Der Ball wollte für ihn nicht in den Korb gehen (null von sieben Dreiern). Abseits davon zeigte er ein gutes Spiel mit neun Rebounds und sieben (!) Ballgewinnen.

Ähnlich lief es bei fast allen Mannschaftskameraden, und das von Beginn an. Mochten die Wurfversuche auch daneben gehen, die Eagles blieben dran und lagen nach dem ersten Viertel 20:14 vorn, als doch einmal ein Dreier von Alexander Witte fiel – der einzige der Gastgeber in der ersten Hälfte. Im zweiten Viertel wurde die Quote sogar noch schlechter, Wedel ging mit 29:24 in Führung. Der Landesrivale zeigte das, was nach sieben Niederlagen und dem Sturz auf den vorletzten Rang zu erwarten war: Ebenfalls einen großen Kampf, aber auch viele Unsicherheiten gegen die engagierte Itzehoer Verteidigung. Dennoch musste man sagen: Trotz ihrer Leistung lagen die Gastgeber zur Halbzeit mit 35:30 vorne, als ihnen doch einmal drei gute Aktionen in Folge gelangen.

Die Fans hofften auf Besserung, doch diese kam nicht. Nach dreieinhalb Minuten erzielte Charles Bronson erst den ersten Feldkorb der Eagles in der zweiten Hälfte. Und zwar aus der Zone unter dem Korb, zwei von 40 Zählern der Itzehoer aus diesem Bereich. Die mangelnde Präsenz seines Teams dort machte der Wedeler Coach als einen Grund für die Niederlage aus.

Im letzten Viertel roch es beim 53:48 nach dem Derbysieg für die Gäste. Patrick Wischnewski traf einen hoch willkommenen Dreier für die Eagles, kurz darauf war Flavio Stückemann aus der Distanz erfolgreich. Zwei Minuten vor Schluss stand es 58:58, und jetzt waren die Gastgeber da: Noch ein Dreier von Stückemann, Ballgewinn und erfolgreicher Fastbreak über Stückemann, danach ein furchtloser Zug zum Korb von Courtney Belger, der trotz Fouls traf. Es stand 66:60, die Halle tobte, doch der beste Wedeler Isaac Gordon (27 Punkte) hielt mit Dreier und einem weiteren Korb dagegen. So waren Belgers zwei sichere Freiwürfe zwischen Gordons Körben enorm wichtig – der dringend benötigte Sieg für die Eagles war da.

Als Siebter erwarten sie nun am kommenden Sonnabend um 19.30 Uhr die Rostock Seawolves zum letzten Heimspiel des Jahres. Karten gibt es im Vorverkauf auf www.eagles-basketball.de sowie bei Vision in der Feldschmiede in Itzehoe und im Büro Jens Köhler, Itzehoer Versicherungen, am Marienburger Platz.


Eagles: Charles Bronson (17, 9 Rebounds), Courtney Belger (15, 8 Assists), Flavio Stückemann (11, 3 Dreier, 3 Steals), Alexander Witte (9, 1 Dreier), Adrian Breitlauch (5, 9 Rebounds, 7 Steals), Lars Kröger (4), Patrick Wischnewski (3, 1 Dreier), Curtis Allen (2), Johannes Konradt (2, 7 Rebounds), Arved Schmidt, Jonas Böhm.

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