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Basketball : Dixons Siegpunkte in letzter Sekunde

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In der 2. Bundesliga ProB besiegen die SC Itzehoe Eagles den RSV Eintracht Stahnsdorf mit 69:68.

von
erstellt am 16.Feb.2015 | 04:44 Uhr

Was für ein Drama am Lehmwohld. Und was für ein wichtiger Sieg für die Sport-Club Itzehoe Eagles in der 2. Basketball-Bundesliga ProB: In letzter Sekunde traf Renaldo Dixon in der Partie gegen RSV Eintracht Stahnsdorf zum 69:68 (20:13, 12:18, 13:18, 24:19).

Noch gut eine Minute zu spielen. Die Eagles liegen 60:65 zurück, dann schlängelt sich Adrian Breitlauch durch und vollendet per Korbleger: 62:65, noch 49 Sekunden. Nach einer guten Verteidigung wieder Ballbesitz und der große Moment von Patrick Wischnewski: Kaltschnäuzig versenkt er den Dreier zum Ausgleich, die Zuschauer stehen längst alle. Noch eine gute Verteidigung, Breitlauch holt den Rebound, wird gefoult und trifft beide Freiwürfe. Die Führung, 67:65, noch 19 Sekunden. Dann der Schock: Stahnsdorf ringt lange um eine Wurfchance, dann ist Robin Jorch frei und trifft im achten Versuch seinen ersten Dreier der Partie. Ein Punkt vor für die Gäste, und nur noch 1,1 Sekunden zu spielen. Auszeit Eagles, danach Einwurf in der gegnerischen Hälfte. Nick Tienarend findet Renaldo Dixon unter dem Korb, der sich den Ball gegen harten Widerstand aus der Luft fischt. Drehung, Wurf, mit der Schlusssirene rauscht der Ball durch den Korb. Der Jubel explodiert.

Keiner der Zuschauer wird den Abend so schnell vergessen – doch das Drama hätte niemals sein müssen. Mit viel Leidenschaft und Enthusiasmus wollten die Eagles ins Spiel gehen, und genau das gelang. Die Defensive ließ Stahnsdorf keine Luft, die Offensive funktionierte, „im ersten Viertel haben wir sie komplett an die Wand gespielt“, sagte Coach Paul Larysz. Dann aber war der Wurm drin, und zwar gewaltig. Nach einigen Fehlern seien die Zweifel gekommen, die das Team hätten erstarren lassen. Das sei eine Sache des gegenseitigen Vertrauens, doch die Mannschaft müsse wegen der Ausfälle von Yannick Evans und Lars Kröger einen neuen Rhythmus finden, sagte Larysz. Auch Dixon, der spätere Held, agierte weiter mit lädiertem Nacken und sah einige Male unglücklich aus. Nicht immer waren die Eagles als Einheit auf dem Feld: „Wir haben uns die Hälfte des Spiels mit uns selbst beschäftigt“, sagte Larysz.

Stahnsdorf nutzte das, aber dank guter Itzehoer Verteidigung auch nicht entscheidend: Die Gastgeber blieben in Schlagdistanz. Dennoch wurde es eng bei zehn Punkten Rückstand wenige Minuten vor Schluss. Es brauchte einen Brustlöser von irgendjemandem, irgendwie. Da übernahm Adrian Breitlauch. Eben hatte er noch einen Dreier verweigert und dafür vom Trainer freundliche Hinweise kassiert. Das nahm sich der Flügelspieler zu Herzen: Er traf zwei Dreier in 30 Sekunden, es waren nur noch vier Punkte Rückstand. Gestützt auf Breitlauch gelang die Wende – mit etwas Glück am Ende.

„Ein Meilenstein“, freute sich Larysz. Mit einer Niederlage wären die Eagles in Schwierigkeiten geraten, der Sieg eröffnet alle Möglichkeiten und lässt die Itzehoer mit Ruhe auf die nächsten Aufgaben schauen. Beim Doppelspieltag am kommenden Wochenende geht es am Freitag nach Dresden, am Sonntag um 17 Uhr steigt am Lehmwohld der Kracher gegen Tabellenführer Rostock. Karten dafür gibt es im Vorverkauf auf www.eagles-basketball.de.

Eagles: Jonathon Williams (21), Renaldo Dixon (16), Adrian Breitlauch (15, 3 Dreier, 7 Rebounds), Kosta Karamatskos (6, 7 Assists, 6 Rebounds), Nick Tienarend (4, 6 Assists), Patrick Wischnewski (3, 1 Dreier), Robert Daugs (2), Johannes Konradt (2), Clayfell Harris, Jeff Wherry.

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