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Basketball : Derbe Heimschlappe für die Eagles

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Zweitliga-Korbjäger verlieren deutlich mit 65:85 gegen die Iserlohn Kangaroos. Dabei erleidet Lars Kröger einen Mittelhandbruch.

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erstellt am 05.Dez.2016 | 05:28 Uhr

Es gibt Tage, an denen läuft absolut nichts. Einen solchen hatten die Itzehoe Eagles gegen die Iserlohn Kangaroos erwischt. Die erste Heimniederlage in der Basketball-Bundesliga ProB war mit 65:85 (9:26, 18:18, 11:27,27:14) dabei äußerst heftig ausgefallen. „Phasenweise unterirdisch“, kommentierte Eagles Coach Pat Elzie die Leistung seines Teams. „Wir waren von Anfang an nicht auf der Höhe. Zunächst wurde das erste Viertel verschlafen und dann nach der Halbzeit auch das dritte. Unsere treuen Fans mussten heute richtig leiden“, war Elzie reichlich bedient nach der Partie. Man müsse das jetzt erst einmal sacken lassen und dann in aller Ruhe analysieren. Der Sieg für die Kangaroos sei völlig verdient gewesen, „aber diese Niederlage wird uns nicht aus der Bahn werfen“, so der Eagles-Headcoach kämpferisch.

Viel schlimmer als die böse Schlappe wiegt für die Itzehoer allerdings der Ausfall von Lars Kröger, der bereits nach seiner ersten Aktion – es war noch nicht einmal eine Minute gespielt – mit Verdacht auf Bruch der linken Mittelhand passen musste. Der Verdacht bestätigte sich mittlerweile, die Operation ist für Mittwoch geplant. Mit zehn Wochen Pause rechnen die Ärzte. Mit seinem Ausfall war die Niederlage der Gastgeber praktisch schon besiegelt.

Die Lufthoheit bei Rebounds besaßen danach fast immer die Kangaroos, allen voran der überragende Moussa Kone, gegen den die Eagles-Defense kein Mittel fand. Bis auf Kaimyn Pruitt und Johannes Konradt war niemand der etablierten Itzehoer Akteure in Normalform.

Die Reboundschwäche hatten die Gäste sofort konsequent ausgenutzt. Während Iserlohns Moussa Kone und Terrel Harris nach Belieben die Bälle fischten und dann für Iserlohn punkteten, passte es bei den Gastgebern auch in der Offensive nicht. Schon im ersten Viertel trafen sechs Dreier-Versuche nicht ins Ziel, was sich danach wie ein roter Faden durch das Spiel der Eagles zog. Nur sechs Dreier bei 27 Versuchen waren zu wenig, um den hohen Rückstand, den man sich bereits im ersten Viertel eingehandelt hatte, aufzuholen. Gute Spielzüge mit erfolgreichem Abschluss blieben Mangelware und auch von der Freiwurflinie hatten die Eagles eine ganz schwache Quote – gerade mal etwas mehr als die Hälfte der Versuche landete im Ziel. So kann man natürlich kein Spiel gewinnen.

Schon im ersten Viertel waren die Gäste zwischenzeitlich auf 20 Punkte davon gezogen, am Ende lag Iserlohn mit 17 Punkten vorn. Das zweite Viertel gestalteten die Eagles zwar ausgeglichen, konnten den Rückstand aber nicht verkürzen. Mehr als auf zwölf Punkte kamen die Itzehoer nicht heran, danach zog Iserlohn wieder davon. Im drittel Viertel betrug der höchste Rückstand sogar 33 Punkte, womit schon vor dem letzten Durchgang klar war, dass die Partie verloren war. Das Gegenteil von Hallensprecher Peter Poppes Halbzeit-Kampfansage, man habe schon ganz andere Rückstände in der Lehmwohlhalle gedreht, war eingetreten.

Immerhin betrieben die Eagles am Ende noch Schadensbegrenzung und verringerten Iserlohns Vorsprung auf 20 Punkte. „Es war kein schönes Spiel, es tut mir leid für die Zuschauer“, entschuldigte sich Pat Elzie nach dem Spiel. In der Tabelle ist sein Team vom dritten auf den siebten Rang zurückgefallen. Der Zug in Richtung Spitze ist zunächst abgefahren. Da vorne aber alles dicht zusammenliegt, könnte man nächste Woche mit einem Sieg in Rostock wieder Tuchfühlung aufnehmen.

Itzehoe Eagles: Kaimyn Pruitt 13, Johannes Konrad 12, Frederik Henningsen 11, Flavio Stückemann 8, Nick Tienarend 7, Mayika Lungongo 5, Darren Galloway 4, Kosta Karamatskos 3, Yngve Jentz 2, Lars Kröger.

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