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Leichtathletik : Der Schnellste im Gelände

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bei den Deutschen Meisterschaften der Crossläufer gewinnt Viktor Kirsch in seiner Altersklasse. Drei Itzehoer kommen jeweils auf Rang vier.

Erfolg für Viktor Kirsch bei den Deutschen Crossmeisterschaften im nordrhein-westfälischen Herten. Der für den LC „Oase“ Hingstheide startberechtigte Athlet sicherte sich im Wettbewerb der Altersklasse M40 über 5900 Meter den ersten Platz nach 21:19 Minuten. Im Ziel lag Kirsch deutlich vor Philippe Abraham (LAC Kettwig, 21:45) und Carsten Hülls (LAV Zeven, 21:47).

Vor dem Start besichtigte Kirsch zusammen mit Trainer Lutz Preußner die Strecke und nahm jedes Detail unter die Lupe. Doch wie soll man sich taktisch verhalten und alles im Blick behalten, wo doch 150 Senioren gleichzeitig losrennen? Dem Hingstheider gelang es, sich in eine Gruppe von fünf M35-Läufern zu mischen, die dann auch das Tempo bestimmten. Viktor Kirsch erinnert sich: „Die ersten zwei Runden waren superleicht.“ Doch es gab noch die dritte, und vor der hatte Lutz Preußner gewarnt.

Währende sich die jüngeren Athleten im Laufe der Finalrunde absetzten und Kirsch noch zwei weitere M35er ziehen lassen musste, blieb die M40er Konkurrenz weiterhin hinter ihm zurück. Und dennoch: „Ich bin zum Schluss mindestens dreimal gestorben und von meinem Trainer immer wieder erweckt worden.“ Ein bisschen überraschend kam der unangefochtene Sieg für Viktor Kirsch dennoch. Seine Erwartung vorher: „Mit den Besten meiner Altersklasse mithalten. Und wenn ich dann Dritter werde, bin ich ein Held.“

Hauchdünn an einer Medaille vorbei schrammte Paulina Kayßer. Im ersten Jahr ihrer Zugehörigkeit in der U18-Klasse verpasste sie das Edelmetall auf der 4500 Meter langen Strecke nur um zwei Sekunden. Und dennoch: Am Ende war der vierte Platz hinter Lisa Vogelgesang (Eintracht Hildesheim, 18:02), Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach, 18:10) und Miriam Kostanian (TG Berlin, 18:13) mehr als ein achtbares Ergebnis, denn das Trio vor ihr gehört schon dem älteren Jahrgang an.

Angereist war Paulina Kayßer in der Erwartung, sich unter die besten Fünf einreihen zu können. Sie schaffte es jedoch schon bald, sich mit den späteren Medaillengewinnerinnen vom übrigen Feld abzusetzen. Während Lisa Vogelgesang letztlich unangefochten blieb, entbrannte um Silber und Bronze bis zum Schluss ein spannender Kampf. Erst auf den letzen Metern verlor die Itzehoerin das begehrte Edelmetall. Fazit von Trainer André Beltz: „Das Sprintvermögen von Paulina wollen wir bis zum Sommer ausgebaut haben.“

Gut gekämpft hatte auch Anna Gehring in der Altersklasse U23, doch mehr als ein vierter Platz in 22:32 Minuten war am Ende für die Team-Europameisterin im Cross nicht drin. Insbesondere die vor ihr einlaufenden Maya Rehberg (SG TSV Kronshagen/Kieler TB, 21:40) und Caterina Granz (LG Nord Berlin, 21:45) waren eine Klasse für sich. Unerreichbar war für die Itzehoerin auch der dritte Rang, denn auch Franziska Reng (LG Regensburg, 22:13) war deutlich schneller als Anna Gehring.

Dennoch war die Athletin bei ihrem ersten Rennen auf einer so langen Strecke zufrieden: „Ich habe erst gar nicht den Fehler wie andere gemacht, mit der Spitze mitzugehen, und auch von Franziska wusste ich, dass sie stärker als ich sein wird. Deshalb habe ich sie ziehen lassen, als sie mich im Laufe des Rennen überholte.“ Dass diese Taktik richtig war, bewahrheitet sich dann auf der Strecke: „Zum Schluss habe ich mit den Verfolgern noch einige Läuferinnen eingesammelt.“ Mit Platz vier in der Mannschaftswertung schlossen Fynn Sänger, Tarje Mohrdieck und Philip Krützelmann den Wettkampf der U18 ab. Auch in ihrem Fall waren die Medaillen weit weg. Am Ende verbuchte das Trio vom SC Itzehoe 89 Punkte. Davor rangierten SSV Hanau-Rodenbach (30), Hannover Athletics (65) und LG Braunschweig (77). „Mit dem Resultat sind wir hoch zufrieden“, betont Tarje Mohrdieck.

Erwartungen auf einen Spitzenplatz hatte der wegen einer vorausgegangenen Krankheit mit Trainingsrückstand angereiste Vizelandesmeister Yannick von Soosten nicht: „Das kann nicht berauschend werden“, wusste er schon vorher. Genutzt hatte er das Rennen aber, um sich für spätere Aufgaben in Form zu bringen. Von Soosten plant für den Mai einen Start bei den Deutschen Meisterschaften/U23 über 10  000 Meter: „Dafür muss ich in einem Monat die Quali bringen, die bei 32:10 Minuten liegt.“

Mit Blick auf die Ergebnisse seiner Schützlinge war André Beltz nicht mit allen Resultaten zufrieden: „Vom Trainingsstand her hätte mehr herauskommen dürfen.“

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Steinburger Resultate siehe links

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