Derby in der Handball-Landesliga der Männer : Der Meister bleibt hungrig

Lücke gefunden: Michael Wüstenberg (l.) setzt sich gegen den Horster Mirko Hahn durch und erzielt einen seiner fünf Treffer.
Foto:
1 von 2
Lücke gefunden: Michael Wüstenberg (l.) setzt sich gegen den Horster Mirko Hahn durch und erzielt einen seiner fünf Treffer.

Landesliga-Handballer der HSG Horst/RWK gewinnen mit 33:28 auch bei den Störtal Hummeln.

shz.de von
17. April 2018, 05:56 Uhr

Im letzten Kreisderby der Landesliga-Saison halten sich die Handballer vom Meister HSG Horst/Kiebitzreihe bei der HSG Störtal Hummeln weiter schadlos und siegen vor über 300 Zuschauern in der Kellinghusener Sporthalle verdient mit 33:28 (17:16).

Beiden Mannschaften war über weite Strecken anzumerken, dass sie bereits drei Spieltage vor Schluss ihre gesteckten Saisonziele (Meisterschaft und Aufstieg bzw. Klassenerhalt) erreicht haben. Zwar agierten beide Teams engagiert, aber in vielen Passagen auch recht zerfahren und unkonzentriert.

Die Störtal Hummeln hielten mit großem Kampfgeist gegen den Meister mit. Obwohl die Haie bereits nach knapp fünf Minuten durch Tore von Tim Reichert (2), Finn Nissen und Tim Rowedder 4:1 führten und durch kurze Deckung wirkungsvoll die Kreise des Hummeln-Haupttorschützen Jonas Langmaack einengten, kam keine rechte Sicherheit ins Spiel der Gäste. Dazu trug auch das frühe Ausscheiden von Haie-Stammkeeper Niklas Kaven bei, der nach einem „Cut“ unter dem Auge nicht weiterspielen konnte (10.).

Die Störtal Hummeln kamen durch Keith Stabenow (3) und Niklas Schmuck auf 4:5 (7.) heran und schafften durch Jonas Langmaack den Ausgleich zum 5:5 (10.). Obwohl sich die Haie-Offensive durchaus bissig und torgefährlich präsentierte, offenbarte man ungewohnte Schwächen in der Abwehr. Dadurch hielten die Hummeln die Partie offen. Der Halbzeitstand entsprach dann auch den gezeigten Leistungen beider Teams und versprach Spannung für den weiteren Spielverlauf.

Nach dem Seitenwechsel gelang es den Haien, sich mittels einer 5:1-Deckung zumindest im Abwehrbereich zu stabilisieren und sich trotz anfänglicher Unterzahl auf 22:19/40.) abzusetzen. Die Störtal Hummeln hielten bis zum 22:24 (45.) noch den Anschluss. Doch zehn Minuten später erzielte der sehr gut aufgelegte Hai-Kapitän Jonas Jermies (6 Tore) die erstmalige Fünf-Tore-Führung zum 28:23 (50.) und brachte den Tabellenführer endgültig auf die Siegerstraße.

Die Hummeln verkürzten durch Julian Böteführ und Michael Wüstenberg auf 25:28, doch die Führung gaben die Gäste nicht mehr her, und sie behielten mit 33:28 die Oberhand. Neben Jonas Jermies zeichnete sich bei den Haien erneut Jan Francis Stefan mit zwölf Toren (davon fünf Siebenmeter) als bester Werfer aus. Ebenfalls erwähnenswert das Debüt von Neuzugang Matei Ionita, der in der zweiten Halbzeit des Tor der Haie hütete und seine Sache trotz großer Nervosität in seinem ersten Spiel sehr ordentlich machte.

Bei den Störtal Hummeln zeichnete sich Keith Stabenow mit acht Toren aus. Insgesamt wusste die Mannschaft mit einer geschlossenen und kämpferisch starken Mannschaftsleistung zu gefallen.


Hummeln: Tobias Böteführ, Garlef Steffens, Michael Wüstenberg (5), Christian Böteführ, Patrick Stüdemann, Folke Thies Rohardt (5), Jonas Langmaack (3), Niklas Schmuck (2), Thorben Michel, Keith Stabenow (8), Julian Böteführ (4), Florian Wilschewski (1).

Horst/Kiebitzreihe: Jonas Jermies (6), Jan Francis Stefan (12), Alexander Bey (3), Niklas Kaven (TW), Tim Rowedder (2), Leon Jermies (1), Ole Bostelmann, Mirco Köber (1), Finn Thore Nissen (1), Mirko Hahn (4), Tim Reichert (2), Matei Ionitag (TW), Max Rowedder (1).

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen