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Basketball : Den Eagles fehlt die Konstanz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Itzehoer Korbjäger verlieren in der 2. Bundesliga ProB beim 80:84 gegen Baskets Akademie Weser-Ems/OTB zum zweiten Mal in Folge.

Die gute Nachricht für die Sport-Club Itzehoe Eagles: „Wir können spielerisch absolut mithalten und einem Spiel unseren Stempel aufdrücken.“ Doch die schlechte Nachricht für Coach Paul Larysz und sein Team lautet im Moment in der 2. Basketball-Bundesliga ProB: Am Ende gewinnen die anderen. Gegen Baskets Akademie Weser-Ems/OTB gab es die erste Heimniederlage mit einem unnötigen 80:84 (27:21, 18:16, 19:25, 16:22).

Es war aus Larysz' Sicht „von der Qualität her das beste Basketballspiel in dieser Saison“, das rund 500 Zuschauer am Lehmwohld sahen. Von Beginn an spielten beide Teams mit voller Intensität und harter Verteidigung, vom Start weg hatten die Gastgeber dabei leichte Vorteile. Immer wieder zogen sie energisch zum Korb – oft war das allerdings die einzige Lösung, weil es am Teamspiel mangelte. Der Ball werde zu wenig bewegt, kritisierte Larysz. Im Spielaufbau gelinge das nur Nick Tienarend, von Paolo Mancasola erwartet er mehr.

Doch die starken Szenen von Jonathon Williams, Yannick Evans, Patrick Wischnewski und Nick Tienarend reichten, die Eagles bestimmten das Spiel. Die Oldenburger spielten gut und hielten mit guten Aktionen dagegen, die Itzehoer hatten in der ersten Hälfte stets die passende Antwort parat. So verschaffte ihnen Kosta Karamatskos mit dem zweiten und letzten Itzehoer Dreier zum 40:34 wieder Luft, Evans setzte kurz darauf den Schlusspunkt zum 45:37-Halbzeitstand.

Nach dem Wechsel kamen die Gäste schnell heran, nach einem Dreier zum 47:46 nahm Larysz die Auszeit. Diese zeigte Wirkung, mit den gleichen Mitteln wie in der ersten Hälfte bauten die Eagles ihren Vorsprung über 53:46 bis auf 62:49 und 64:52 aus. Dann ging es bergab, und zwar richtig: Minutenlang gelang den Gastgebern nichts, sie entwickelten reichlich Wurfpech und sahen sich nach einem Oldenburger Dreier zu Beginn des vierten Viertels auf einmal 64:65 hinten.

„Mentale Schwächen, die nicht zu erklären sind“, erkannte Larysz als Ursache. Das sei nicht nachvollziehbar, denn die Eagles hätten keinen Druck: Mit einer Regionalliga-Mannschaft machten sie sich sehr gut in der 2. Liga, hätten nun aber das zweite Spiel nacheinander verschenkt. Verschiedene Aufstellungen probierte der Trainer aus, nichts funktionierte wirklich. Erneut fehlte den Eagles die Konstanz. Insbesondere zwei Spieler müssten deutliche Leistungssteigerungen bringen, sagte Larysz und hatte dabei neben Mancasola auch Clayfell Harris' fehlende Präsenz unter dem Korb im Auge. Doch es sei ein Problem des gesamten Teams: „Innerhalb der Mannschaft müssen wir eine klarere Ordnung schaffen.“

Ihre Verunsicherung legten die Itzehoer trotz lautstarker Unterstützung von den Rängen nicht mehr ab, das übertrug sich auf die Verteidigung: 47 Oldenburger Punkte in der zweiten Hälfte, das gehe überhaupt nicht, sagte Larysz. Dennoch hatten die Eagles ihre Chancen, nutzten sie aber nicht. Nach Korblegern, bei denen sie gefoult wurden, hatten Williams und Karamatskos jeweils die Chance, per Freiwurf auszugleichen. Sie trafen nicht, und es waren nicht die letzten vergebenen Freiwürfe. Quote am Ende: schwache 60 Prozent. Beim 76:77 kassierte Wischnewski ein umstrittenes Foul beim Drei-Punkte-Wurf, der Oldenburger Preston Wynne versenkte alle drei Freiwürfe. Mit aller Macht versuchten es die Gastgeber noch einmal – vergebens.

„Wir haben das Spiel in der Tasche, das müssen wir mitnehmen“, ärgerte sich Larysz. Jetzt folgen einige Auswärtspartien in Serie, zuvor müssen die Probleme im Training aufgearbeitet werden. Denn: „Wir wollen jetzt die nächsten Spiele gewinnen.“

Eagles: Jonathon Williams (20, 8 Rebounds), Yannick Evans (13, 7 Rebounds), Kosta Karamatskos (13, 1 Dreier), Nick Tienarend (10), Patrick Wischnewski (9, 1 Dreier), Paolo Mancasola (6), Lars Kröger (5), Levi Levine (2), Robert Daugs (2), Clayfell Harris, Johannes Konradt.

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erstellt am 13.Okt.2014 | 04:39 Uhr

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