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Horster Reitertage : Dauerregen sorgt für Absagenflut

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Noch nie so kleine Starterfelder

von
erstellt am 04.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Das Wetter meinte es nicht gut mit der 38. Auflage der Horster Reitertage in Horstmühle. Beim Traditionsturnier des RFV Kollmar regnete es an drei der vier Turniertage Wassertropfen und Absagen. „2004 hatten wir bereits ein verregnetes Turnier“, erinnert sich Birte Thormählen von der Meldestelle. „Doch so kleine Starterfelder wie dieses Mal hatten wir noch nie. Unser bester Tag war noch der Sonntag mit 66 Prozent der Reiter, die gemeldet hatten. An den drei Tagen davor starteten insgesamt lediglich 47 Prozent der gemeldeten Reiter.“

Besonders hart traf es die höherklassigen Springprüfungen. So startete in einer der beiden Einlaufprüfungen für das Hauptspringen lediglich eine einzige Reiterin und im Klasse M**-Springen mit Stechen der Deckstation Maas Johannes Hell gingen nur Henrike Blohm (RFV Kremperheide-Krempe) auf Quilon B und Yvonne Domeyer (RFV Eichengrund-Lentföhrden) auf Ceragon an den Start. Zuvor bereiteten die Hobbyreiterinnen Parcoursbauer Patrick Strüver Kopfschmerzen: „Ich kann die Ängste der Reiter verstehen, die hier nicht starten. Denn wenn ihren Pferden etwas passiert, ist zumindest für die Hobbyreiter, die nur ein Pferd im Stall haben, die Saison gelaufen. Andererseits war der Boden zwar tief, aber nicht rutschig. Wir hatten während der letzten Tage nur wenige Verweigerungen und einen einzigen Sturz, der auf einen Reiterfehler zurückzuführen war“, so Strüver, den die Abmeldeflut sichtlich traf. „Für uns Veranstalter sind die Absagen sehr traurig, denn wir wollen den Reitern und Zuschauern schöne Springen zeigen. Im Hauptspringen habe ich die Maximalhöhen und -tiefen nicht aufgebaut. Abschenken konnte ich das Zwei-Sterne-Springen aber auch nicht, denn es ging ja für die Pferde und Reiterinnen in die Wertung für die Leistungsklassen ein und könnte im Endeffekt ein Verkaufsargument sein.“ Yvonne Domeyer machte im Parcours mit zwölf Hindernissen nur einen Springfehler. Erleichtert rief sie nach dem letzten Sprung: „Durch!“ und strahlte übers ganze Gesicht. Immerhin war es ihr erster Ritt auf diesem Niveau. Henrike Blohm unterliefen drei Spring- und ein Zeitfehler, so dass das Stechen entfiel und stattdessen gleich die beiden Schleifen verteilt werden konnten. Und so hatten die Springreiter auch an diesem Turniertag früh Feierabend.

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