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Basketball : Dämpfer für die Eagles

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Itzehoer Korbjäger verlieren in der 2. Bundesliga ProB mit 63:66 gegen die MTV Herzöge Wolfenbüttel.

von
erstellt am 25.Jan.2016 | 05:16 Uhr

Erster Dämpfer im neuen Jahr für die Itzehoe Eagles. In der 2. Basketball-Bundesliga ProB verloren sie gegen MTV Herzöge Wolfenbüttel mit 63:66 (12:21, 19:14, 17:15, 15:16).

Den ersten emotionalen Höhepunkt gab es schon vor Spielbeginn beim Einlaufen. Der Scheinwerfer schwenkte auf den letzten wartenden Eagles-Akteur, der Jubel in der vollen Halle war ohrenbetäubend: Kapitän Kosta Karamatskos lief erstmals seit seinem Ellbogenbruch vom Oktober wieder auf, wenn er auch nur zu einem Kurzeinsatz kam.

Es gelang dem Team nicht, die positive Energie mit in die Partie zu nehmen. Zwar gelangen die erste Verteidigungsaktion und der erste Angriff, den Stephan Shepherd abschloss – aber das 2:0 sollte die letzte Führung der Gastgeber sein. Bald darauf stand es 2:10, nachdem Demetrius Ward (13 seiner 19 Punkte im ersten Viertel) für Wolfenbüttel zwei Dreier getroffen hatte. „Es war eine Schlacht“, stellte Gäste-Coach Ralf Rehberger nach dem Spiel fest und beschrieb damit treffend den leidenschaftlichen Kampf, den sich die Teams lieferten. Die Defensive dominierte, minutenlang punkteten beide Teams, wenn überhaupt, nur von der Freiwurflinie. Erst kurz vor dem Viertelende trafen die Eagles zum zweiten und dritten Mal aus dem Feld, als Lester Ferguson zwei Dreier versenkte.

Im zweiten Viertel ging es teils hektisch zu, erst verkürzten die Itzehoer, dann setzten sich die Herzöge wieder ab, bevor den Gastgebern schließlich beim 29:29 doch noch einmal der Ausgleich gelang. Doch das letzte Wort in der ersten Hälfte gehörte Wolfenbüttel: Zunächst traf Robin Amaize (15 Punkte) einen Dreier, mit der Pausensirene war dann auch noch Ivan Emanuely von außen erfolgreich. Halbzeitstand: 35:31 für die Gäste.

Mit Fehlwürfen und kleinen Fehlern machten sich die Eagles auch nach dem Wechsel das Leben schwer, nach 25 Minuten stand es 35:46. Dann nahmen Courtney Belger mit energischem Zug zum Korb und sicheren Freiwürfen sowie Adrian Breitlauch das Heft in die Hand. Bis auf 48:50 kämpften sich die Gastgeber heran, mit der Schlusssirene vergab Alexander Witte den Ausgleich.

Auch im letzten Viertel erwischte Wolfenbüttel den besseren Start und vergrößerte den Abstand wieder bis auf neun Punkte (59:50, 34. Minute). Erneut tasteten sich die Eagles heran, und als Breitlauch sich unter dem gegnerischen Korb den Rebound erkämpfte und Flavio Stückemann gleich darauf den Dreier traf, stand es nur noch 57:59. Stückemann wurde nun zum Hauptdarsteller, traf noch einen Dreier zum 63:64, stahl dann – die letzte Minute lief – den Ball und zog für die Führung zum Korb. Doch sein Wurf wurde hart geblockt, Amaize traf nach schnellem Foul der Eagles zwei Freiwürfe, während Johannes Konradt und Adrian Breitlauch die letzten Chancen verpassten, wenigstens noch die Verlängerung zu erreichen.

„Ich hatte mehr von uns erwartet“, sagte der enttäuschte Eagles-Coach Pat Elzie. „Wenn man nur 29 Prozent aus dem Feld trifft, kann man nur sehr schwer ein Spiel gewinnen“ – da halfen dann auch fast 20 Offensivrebounds nicht. Trotz der Niederlage stünden die Eagles gut da, betonte Elzie. Noch gibt es einigen Abstand zur Abstiegsrunde, auch wenn die unten stehenden Teams erfolgreich spielten. Auf die Itzehoer wartet nun eine hohe Auswärtshürde: Am Sonnabend geht es zum Tabellenführer Iserlohn Kangaroos.

Eagles: Adrian Breitlauch (18, 1 Dreier, 10 Rebounds), Flavio Stückemann (14, 3 Dreier, 6 Assists, 5 Ballgewinne), Stephan Shepherd (10), Lester Ferguson (8, 2 Dreier), Courtney Belger (6), Turrell Morris (4, 9 Rebounds), Alexander Witte (2), Johannes Konradt (1), Kosta Karamatskos, Jonas Böhm.

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