Fußball : Bundesliga-Dino macht es zweistellig

Tolcay Cigerci (re., im Zeikampf gegen Nils Niendorf)  erzielte fünf  Hamburger Tore.  Fotos:  rst
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Tolcay Cigerci (re., im Zeikampf gegen Nils Niendorf) erzielte fünf Hamburger Tore. Fotos: rst

Hamburger SV gewinnt beim VfR Horst vor 2500 Zuschauern mit 15:0. Wermutstropfen: Jan Behrendt erleidet Nasenbeinbruch.

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03. Juli 2014, 16:08 Uhr

Einen unterhaltsamen Fußball-Abend verlebten gestern rund 2500 Zuschauer auf der neuen Horster Sportanlage am Heisterender Weg: Sie sahen mit dem 15:0 (4:0) einen erwartet klaren Sieg des Hamburger SV, den sich der heimische VfR zur Einweihung seiner neuen Spielstätte eingeladen hatte.

Der Bundesliga-Dino, der als erster der 18 Erstligisten am 18. Juni die Saisonvorbereitung aufnahm und bereits ein einwöchiges Lauftrainings-Lager in Glücksburg hinter sich hat, ließ zuletzt vor einigen Tagen beim 3:2 beim Regionalligisten Weiche-Flensburg Souveränität vermissen. Auch zu Beginn der Partie in Horst taten sich die HSV-Profis gegen die Vierer-Abwehrkette des VfR (Suta-Niendorf-Rammer-F. Sommer) zunächst schwer. Das 1:0 durch Petr Jiracek nach einem Dittmann-Fehler fiel erst in der 23. Minute, kurz darauf legte aber der von der U19 des VfL Wolfsburg gekommene Youngster Tolcay Cigeri (33.) im Nachsetzen nach einer Lemke-Parade das 2:0 nach. In der 42. Minute traf dann Neuzugang Zoltan Stieber aus der Distanz für die Hamburger, der Ungar war vom Relegationsgegner Spvg. Greuther Fürth an die Elbe gewechselt. Noch vor der Pause erzielte dann auch Rafael van der Vaart (44.) mit einem ebenfalls sehenswerten Distanzschuss den 4:0-Pausenstand – sein erstes Tor für den HSV im Jahr 2014. Bester Horster vor der Pause war zweifellos Torhüter Rene Lemke, der in der 36., 38. (gleich dreifach gegen van der Vaart und Ilicevic) und 42. Minute mit tollen Paraden weitere Einschläge verhinderte.

Nach dem Wiederbeginn brachen dann aber alle Dämme beim VfR: Den Horstern wurden nun zunehmend die Beine schwer und die Hamburger nutzten die größeren Räume zum zweistelligen Resultat. Demirbay (50., 58., 82.), Cigerci (52., 63., 90.+2, 90.+5), Stieber (56., 78.), Arslan (61.) und Steinmann (85.) trafen nun nahezu nach Herzenslust.

Doch im Gegensatz zum ersten Durchgang kamen nun auch die Horster mal gefährlich vor das gegnerische Tor. Doch Michel Gorny (66.), Marijo Viskovic (68.) und Jan Behrendt (70.) hatten kein Glück im Abschluss.

Das Event war eine runde Sache für alle Beteiligten. „Ein tolles Erlebnis“, meinte VfR-Coach Lars Lühmann. „Dank an alle Helfer, die das ermöglicht haben. Das Ergebnis war mir natürlich um einige Tore zu hoch, aber nach der Pause verließen uns einfach die Kräfte.“ Einen Wermutstropfen gab es dennoch. Jan Behrendt zog sich bei einem unglücklichen Zusammenprall mit dem eingewechselten HSV-Keeper Johannes Kreidl einen Nasenbeinbruch zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Für die HSV-Profis geht die Vorbereitung zügig weiter: Bereits morgen fliegen die Rothosen ins chinesische Guangzhou, wo sie eine Woche bleiben und auch zweimal gegen heimische Mannschaften testen.

VfR Horst: Lemke (46. Körner) – Suta, Rammer (46. Weckwert), M. Gorny (75. Taser), F. Sommer (46. Maniscalco), Dittmann (46. Kuck), Viskovic (65. Horn), Gohlke, Behrendt, Niendorf (65. Clasen), Petersen.

Hamburger SV: Brunst (46. Kreidl) – Mancienne, Westermann, Kacar (46. Derflinger), Jiracek, Jung (46. Steinmann), Skjelbred (21. Demirbay), Stieber, Cigerci, van der Vaart (46. Arslan), Ilicevic (46. Diekmeier).

Tore: 0:1 (23.) Jiracek, 0:2 (34.) Cigerci, 0:3 (42.) Stieber, 0:4 (44.) an der Vaart, 0:5 (50.) Demirbay, 0:6 (52.) Cigerci, 0:7 (56.) Stieber, 0:8 (58.) Demirbay, 0:9 (61.) Arslan, 0:10 (63.) Cigerci, 0:11 (78.) Stieber, 0:12 (82.) Demirbay, 0:13 (85.) Steinmann, 0:14 (90.+2) u. 0:15 (90.+5) jeweils Cigerci.

SR: Patrick Petersen-Lund (Hartenholm)

Zuschauer: 2500.

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