Speedway : Brokstedt fertigt Devils aus Landshut mit 53:40 ab

Der MSC Brokstedt sicherte sich  mit Tobias Kroner, Tobias Busch, Timo Lahti, Kai Huckenbeck und Nicolaj Klindt (v.l.)  einen souveränen Heimsieg gegen den AC Landshut.
Der MSC Brokstedt sicherte sich mit Tobias Kroner, Tobias Busch, Timo Lahti, Kai Huckenbeck und Nicolaj Klindt (v.l.) einen souveränen Heimsieg gegen den AC Landshut.

Der Keulenschlag der Wikinger in der Speedway-Bundesliga hat gesessen. Das „nordische Festival“ beschert den Heimsieg auf dem Holsteinring.

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24. Juni 2014, 04:33 Uhr

Dieser Keulenschlag der „Wikinger“ hat gesessen. Mit 53:40 fertigte der MSC Brokstedt den AC Landshut vor heimischen Publikum ab und stößt damit das Tor zum Bundesliga-Finale ganz weit auf. Vor rund 1500 Zuschauern auf dem Holsteinring – die Festivitäten der Kieler Woche hatten den Besucherstrom offenbar eingedämmt – setzte der MSC Brokstedt ein deutliches Zeichen und unterstrich einmal mehr die Ambitionen, in diesem Jahr den Titel nach Schleswig-Holstein zu holen. Dabei hatte Brokstedts Teammanagerin Sabrina Harms im Vorfeld des Rennens gegen den amtierenden deutschen Meister einige Hürden zu bewältigen, um eine schlagkräftige Truppe aufzubieten.

„Die Verletzung von Matten Kröger und ein kompletter Ligarenntag in Polen bereiteten uns einige Sorgen“, so MSC-Pressesprecher Michael Schubert. Für Kröger konnte Tobias Busch als Gastfahrer vom ST Wolfslake ausgeliehen werden, der immerhin fünf Punkte für die „Wikinger“ einfuhr. Neben dem Finnen Timo Lahti kam der dänische Top-Fahrer Nicolaj Klindt zum Einsatz, eine Kombination, die letztlich für Begeisterung beim Brokstedter Publikum sorgen sollte. Allein 27 Zähler gingen auf das Konto der „nordischen Kombination“.

In einem zum Teil spektakulären Bundesliga-Duell lagen die Trümpfe zunächst klar auf Seiten der Gäste. Einem 4:2 für Brokstedt im ersten Lauf folgten zwei Laufsiege der Gäste, die nach drei Durchgängen mit 11:7 in Führung lagen, sich danach allerdings der mannschaftlichen Geschlossenheit der Gastgeber geschlagen geben mussten.

Mit zunehmender Renndauer wurde die Überlegenheit des MSC Brokstedt, der mit Kai Huckenbeck (11 Punkte) einen echten „Überflieger“ präsentiert, immer deutlicher. Als die „Devils“ im elften Lauf Martin Smolinski als „Joker“ setzten, dieser sogar stach und ein 8:1 heraussprang, keimte zwar noch einmal Hoffnung bei den Gästen aus Bayern auf, doch sollte die Antwort der Norddeutschen auf den Fuß folgen. Mit einem souveränen 5:1 rückten Lahti und Klindt die Verhältnisse wieder gerade und brachten gleichzeitig ihre Mannschaft endgültig auf die Siegerstraße.

Den Schlusspunkt unter eine eindrucksvolle Vorstellung setzen erneut Lahti und Klindt, die im letzten Lauf gegen Smolinski und Christian Hefenbrock nichts anbrennen ließen und einen finalen Doppelerfolg einfuhren.

Am Ende siegte der MSC Brokstedt souverän und hoch verdient mit 53:40 gegen einen starken Gegner, der jedoch nicht in der Lage war, ein geeignetes Mittel gegen den perfekt inszenierten Auftritt der Gastgeber zu finden.

MSC Brokstedt – AC Landshut 53:40
MSC Brokstedt: Nicolaj Klindt 14 Punkte, Timo Lahti 13, Kai Huckenbeck 11, Tobias Kroner 10, Tobias Busch 5
AC Landshut: Martin Smolinski 15 + 3, Nicolay B. Jacobsen 10, Christian Hefenbrock 9, Erik Riss 2,
Mark Riss 1.

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