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11. Lägerdorfer Holcim-Silvesterlauf : Beste Laune beim letzten Lauf des Jahres

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Rund 1000 Läufer und Walker waren am Altjahrsabend mit von der Partie.

shz.de von
erstellt am 02.Jan.2014 | 05:05 Uhr

Bestes Wetter bei Sonnenschein und mit Plusgraden deutlich über dem Gefrierpunkt, gut präparierte Strecken rund um die Kreidegruben sowie Läufer, Walker und Wanderer, die beste Laune mitgebracht hatten: Mehr geht bei einem Holcim-Silvesterlauf wirklich nicht, so dass am Ende alle zufrieden waren. Feuerwehrmann Martin Krause sagte: „Der Silvesterlauf ist für unseren Ort das Highlight des Jahres.“

Den Anfang im Aktivitätsreigen machten in Lägerdorf wieder einmal die Bambinis, die sich teils an elterlicher Hand und teils alleine auf die Strecke über die Sportplatzrunde begaben. Das Erfreuliche – alle bewältigten den Kurs: Der eine etwas schneller, der andere als Nachzügler etwas langsamer – aber alle mit einem Lachen im Gesicht, als ihnen Naschi-Tüten ausgehändigt und Medaillen umgehängt wurden.

Mit dabei war auch der vierjährige Connor Nicklas vom Kindergarten Regenbogen, der ganz alleine 300 Meter durchhielt und nur zum Schluss mütterliche Hilfe in Anspruch nehmen musste: „Connor ist schon etwas müde. Es ist aber auch nicht seine Zeit, normalerweise schläft er jetzt. Aber wir haben tapfer durchgehalten“, lobte Mutter Britt Nicklas ihren Sprössling, der seinen Lauf als „schön“ empfand und im nächsten Jahr wieder mit von der Partie sein möchte.

Zwar musste Mitorganisator Reinhold Hastigsputh feststellen, dass sich beim jüngsten Holcim-Silvesterlauf weniger Kinder als in den vergangenen Jahren an den Start gestellt hatten, doch eigentlich waren sie auch diesmal wieder diejenigen, an denen sich viele erfreuten – zum Beispiel der Itzehoer Jürgen Osbahr, der bemerkte: „Wenn die Bambinis und Steppkes laufen, finde ich das immer ganz lustig. Sie bringen viel gute Laune mit und haben Spaß, und das ist das Schöne hier in Lägerdorf.“ Und Norderstraßen-Anwohnerin Hiltrut Wichmann stellte heraus: „Wir schmücken unsere Straße jedes Jahr – hauptsächlich für die Kinder.“

Dass der Lägerdorfer Holcim-Silvesterlauf nicht nur in der eigenen Gemeinde oder im näheren Umkreis Freunde hat, machten die vielen Auswärtigen deutlich. Da war zum Beispiel der 13-jährige Tarje Mohrdieck aus Brunsbüttel gekommen, der in diesem Jahr den Dithmarschen-Cup in seiner Klasse gewonnen hatte und in der Schleusenstadt als Leichtathlet und Fußballer aktiv ist. Er war zufrieden mit seiner Leistung über acht Kilometer, die er in rund 35 Minuten bewältigte. Als „besonders anspruchsvoll“ empfand er das Teilstück, das ihn um die Kreidegrube herumgeführt hatte: „Das war schon Cross.“

Mit nach Lägerdorf gekommen war auch Vater Stefan Mohrdieck, der in Brunsbüttel das Amt des Bürgermeisters ausübt. Er sprach im Zusammenhang mit dem Lägerdorfer Event von einer sehr guten Veranstaltung, die Spaß gemacht habe. Als Mitorganisator des Brunsbütteler City-Laufs könne er empfinden, was die Silvesterlauf-Organisatoren geleistet hätten: „So viele Strecken im Angebot, da muss man schon das ganze Dorf mobilisieren, und das ist gelungen.“

Der Silvesterlauf in Lägerdorfer ist keine klassische Leichtathletikveranstaltung, bei der die Besten in den Altersklassen ermittelt werden. Dass sich dennoch alle Leistungsklassen an den Start begeben, liegt an dem familiären Charakter, der die Aktivitäten an Altjahrsabend umgibt und den so viele schätzen. Manche liefen verkleidet, andere im Trainingsdress und die ganz Schnellen in Rennkleidung. Und zu dieser Spezies gehörte Viktor Kirsch: Der mehrfache Landesmeister und Silbermedaillengewinner der Deutschen Seniorenmeisterschaften über 5000 Meter (M 40) benötigte für den 14 Kilometer langen Törn 55:55 Minuten und war damit der Schnellste im Feld der Ausdauerndsten. Bis Kilometer sechs zog Steinburgs Schnellster seine Laufkameraden von der Oase Hingstheide über den Kurs, dann machte er sich selbständig und absolvierte bei seinem Tempodauerlauf jeden Kilometer unter vier Minuten: „Das war eine prima Veranstaltung. Ich komme im nächsten Jahr gerne wieder. Für uns Hingstheider ist es Tradition, nach Lägerdorf zu kommen. Andreas Ehlers hat die Teilnahme für uns eingeführt. Sie wird von uns allen gern unterstützt.“

Am Start war auch eine 13-köpfige Gruppe des MTV Wilster, in der sich auch der Organisator des Wilstermarschlaufes befand. Angesprochen auf seine Eindrücke lobte Andreas Prüß den landschaftlich abwechslungsreichen Kurs mit traumhaftem Blick in die sonnendurchflutete Kreidegrube: „Da kommt selbst der Störlauf nicht mit.“ Besonders gefreut habe ihn eine Situation am Golfplatz Schloss Breitenburg: „Die Golfer haben uns Läufern zugewunken, das fand ich echt klasse.“

In spürbarer Erinnerung behalten wird Walkerin Bettina Wiese ihre Teilnahme wohl noch einige Tage: „Ich habe dicke Blasen an den Füßen, deshalb möchte ich nun nicht nach Hause laufen. Das ist nicht schön für mich.“


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