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Interview : Bereit für die 2. Basketball-Bundesliga

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bevor die Sport-Club Itzehoe Eagles in acht Tagen in die ProB-Saison starten, hat sich ein Wechsel im Teammanagement vollzogen.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2014 | 05:00 Uhr

15 Jahre lang ist Aufbauarbeit geleistet worden für den Basketball in Itzehoe – erst im MTV, nun im Sport-Club Itzehoe. Jetzt haben die Eagles mit dem Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB ein großes Ziel erreicht. 15 Jahre lang hat Thomas Sindelar (49) daran mitgewirkt als Teammanager und Schatzmeister im Eagles-Förderverein. Jetzt hat er beide Aufgaben an Stefan Flocken (50) abgegeben, bleibt aber Beisitzer im Vorstand. Im Interview sprechen beide über Vergangenheit und Zukunft.


Herr Sindelar, am 27. September bestreiten die Eagles ihr erstes Zweitliga-Heimspiel gegen die Dresden Titans. Mit welchen Gefühlen werden Sie in die Halle gehen?
Sindelar: Sicherlich wird ein wenig Stolz dabei sein. Das Team um die Mannschaft herum, das seit Jahren für dieses Ziel viel Zeit investiert hat, wird natürlich jetzt belohnt. Die Eagles sind das erste Herrenteam aus dem Basketballverband Schleswig-Holstein, das in der 2. Bundesliga spielt – das ist eine großartige Sache für den Verein, die Stadt und die Region.

Möglich wurde das erst durch die Übernahme des Teilnahmerechts aus Hannover. Der sportliche Aufstieg wäre Ihnen sicher lieber gewesen.
Sindelar: Natürlich, aber das schmälert den Erfolg nicht. Sportlich sind die Eagles seit Jahren zweitligareif, es fehlte nur immer der letzte Schritt. Als sich die Chance jetzt bot, mussten wir einfach zugreifen. Von der Liga und den anderen Vereinen gab es dafür nur positive Signale – das zeigt, dass unsere Arbeit der vergangenen Jahre viel Anerkennung genießt.


Sind die Eagles denn in jeder Beziehung reif für die 2. Liga?
Sindelar: Sportlich auf jeden Fall, wie sich gerade in den jüngsten Testspielen wieder gezeigt hat. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist dank unserer Sponsoren, die uns tatkräftig unterstützen, gewährleistet. Die große Unterstützung aus der Region hat sich gerade erst wieder gezeigt, als wir für den akuten zusätzlichen Finanzbedarf für die ProB Mittel eingeworben haben. Dafür sind wir sehr dankbar. Ohne diese Unterstützung wäre Zweitliga-Basketball in Itzehoe nicht möglich.

Flocken: Die vergangenen Wochen haben allerdings auch deutlich gezeigt, dass in der ProB viel professioneller gearbeitet wird als in der Regionalliga und dass diese professionelle Arbeit auch von uns erwartet wird. Viel Organisatorisches ist schon geleistet worden, viel ist aber auch noch zu tun. Doch die Stadt mit dem Bürgermeister an der Spitze steht ebenso voll hinter uns wie die Wirtschaft in Stadt und Region. Diese Unterstützung – und noch mehr davon – werden wir weiterhin brauchen. Aber wir denken, dass sich die Gegenleistung sehen lassen kann: Die Eagles sind anerkanntermaßen ein großes Aushängeschild für die Stadt.


Herr Sindelar, warum haben Sie an diesem Punkt Ihre Aufgaben abgegeben?
Sindelar: Es muss viel professioneller gearbeitet werden, wir sind alle Ehrenamtler. Viele andere Vereine in der Liga haben hauptamtliche Geschäftsführer, wir stellen es jetzt immerhin auf eine deutlich breitere Basis. Dabei übernimmt Stefan Flocken das operative Geschäft, für den Bereich Sponsoring ist eine Marketing-Agentur eingeschaltet. Aber ich bleibe ja als Beisitzer dabei, wollte nur nicht mehr in vorderster Reihe stehen.

Was sind die Ziele für die erste ProB-Saison?
Flocken: Wir haben endlich das Ziel ProB erreicht, nun gilt es, sich dort zu etablieren. Am Ende der Saison sollte der 8. Platz in der Tabelle und die Teilnahme an den Playoffs stehen. Weiterhin wünsche ich mir steigende Zuschauerzahlen, nicht nur am Anfang aus Neugier, sondern nachhaltig. Itzehoe soll noch mehr als jetzt zur Basketball-Hochburg werden, die Eagles sollen noch mehr Teil der Stadt werden. Dazu gehört auch, dass die Jugendarbeit weiter ausgebaut wird. Umso mehr freuen wir uns, mit Levi Levine dafür einen zweiten hoch qualifizierten Trainer neben Paul Larysz nach Itzehoe geholt zu haben.
Sindelar: Diesen Schritt haben wir uns lange überlegt, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass es sein musste. Wenn wir den Basketball in Itzehoe weiter voranbringen wollen, geht das nur über eine breite Basis und Nachwuchsförderung. Insofern ist es eine Investition für die Zukunft.

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