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Fußball : Bei Bastian Peters ist der Knoten geplatzt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Lägerdorfs Kapitän will nach überstandenen Gesundheitsproblemen in nächster Zukunft voll durchstarten.

Bis zum Ende des vergangenen Jahres meinte es das Schicksal nicht besonders gut mit Bastian Peters. Dem 22-jährigen Stürmer des Fußball-Verbandsligisten TSV Lägerdorf machten in dieser Saison erst die Nierensteine zu schaffen, dann sorgten Herzrhythmusstörungen für Schwächegefühle. „Glücklicherweise hat mein Kardiologe bei der Untersuchung sofort die Ursache erkannt und die richtigen Maßnahmen getroffen“, erzählt Bastian Peters heute. Nach einer Operation Ende des vergangenen Jahres fühlt sich der Torjäger wieder absolut leistungsfähig.

Nach der Winterpause (Peters: „Die Pause war ein Segen für mich“.) kam nun am vergangenen Sonntag der echte Durchbruch. Gleich vier Tore erzielte Bastian Peters beim 5:1-Sieg seiner Mannschaft gegen die Kaltenkirchener TS und verdoppelte seine bisherige Saisonbilanz auf acht Treffer. Sein Trainer Stefan Kuhr ist natürlich erleichtert: „Ich habe mich mindestens so gefreut wie Bastian, dass bei ihm am Sonntag der Knoten geplatzt ist.“

Bastian Peters stammt aus einer im positiven Sinne fußballverrückten Familie. Vater Jürgen und die Brüder seiner Mutter Timo und Thomas Böge sind alle Hohenlockstedter Fußball-Urgesteine des 1. FC Lola. Mit sechs Jahren begann dann 1998 in der G-Jugend auch für Bastian an der Finnischen Allee die Fußballerlaufbahn.

Den Anstoß für den späteren Wechsel in die damalige SG Lägerdorf/ISV 09 hat Vater Jürgen Peters maßgeblich angeschoben – wohl wissend, dass sein Sprössling das Talent für höhere Aufgaben hat. „In Lägerdorf bin ich super aufgenommen worden“, sagt Bastian Peters. Der Sprung vom Kreisfußball in Verbands- und SH-Liga war für ihn zwar groß, doch er meisterte die Unterschiede. Heute blickt er auf absolute Höhepunkte aus dieser Zeit zurück. Neben Durchmärschen in der Punktrunde waren Pokalfinalspiele gegen den Bundesliga-Nachwuchs von Holstein Kiel für ihn unvergessene Highlights – vor allem im zweiten A-Juniorenjahr der 3:0-Endspielsieg gegen die Landeshauptstädter.

Damals wie heute war Stefan Kuhr sein Trainer. Die SG Lägerdorf/ISV 09 brachte zur Saison der Herrenmannschaft in der Verbandsliga Süd-West 2011/12 damals 13 starke Nachwuchsspieler hervor. „Die meisten sind heute noch dabei“, sagt Kuhr. Einer davon ist Bastian Peters, der in jenem Spieljahr 17 Tore schoss.

Die darauf folgende Spielzeit 2012/13 endete für Peters vorübergehend in der Saisonvorbereitungsphase. Nach gerade bestandenem Abitur erfüllt sich der Angreifer zusammen mit seinem Kumpel und Teamkollegen Alexander Feist einen Lebenstraum. Ein halbes Jahr ging es nach Australien und dort die Ostküste von Cairns im Norden von Queensland bis Melbourne runter. Peters: „Ich bereue keine Sekunde.“ Seiner Fußballerlaufbahn war die Zeit aber zunächst nicht unbedingt zuträglich. Peters: „Körperlich hat man doch ganz schön abgebaut“. Als er im Dezember 2012 zurückkehrte, hatte er schwer damit zu kämpfen, wieder Fuß zu fassen. Es folgte eine eher durchwachsene zweite Halbserie für ihn im Jahre 2013.

Nach nunmehr in dieser Serie überstandenen gesundheitlichen Problemen will Peters aber mit Blick in die Zukunft voll durchstarten. „In unserer Mannschaft steckt so viel Potential, dass ich mir wünschen würde, wenn wir auch mal um Platz eins und zwei mitspielen und mittelfristig auch den Aufstieg ins Auge fassen.“

Der 22-Jährige, der noch im Elternhaus in Hohenlockstedt wohnt, mit dem HSV im Bundesliga-Abstiegskampf zittert und gerne viel Zeit mit seiner Freundin verbringt, geht beruflich seiner Arbeit beim Kommunalservice Itzehoe nach. Dort wird er zum Kanalbauer ausgebildet. Im Rahmen eines dualen Studiums wird er außerdem seinen Bauingenieur machen. „Damit ich später mal weiß, wovon ich rede, wenn ich meinen Leuten Anweisungen gebe“, sagt er selbstbewusst.

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